12.06.2017 Berichte & Analysen Die kolumbianische Diaspora in Deutschland: Transnationales Handeln und herkunftsbezogenes Engagement

Kolumbien ist nach Brasilien und Mexiko das häufigste Herkunftsland lateinamerikanischer Migration nach Deutschland. Heute leben nach Daten des Mikrozensus 14.000 Kolumbianerinnen und Kolumbianer in der Bundesrepublik (Statistisches Bundesamt 2014b). Im Zuge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise hat Deutschland als Zielland kolumbianischer Migration an Attraktivität gewonnen. Die jüngsten Zuwanderungsbewegungen von KolumbianerInnen sind insbesondere durch Bildungsmigration charakterisiert. Aus Deutschland wird die Verbindung zum Herkunftsland in unterschiedlicher Weise und Intensität gesucht. Neben privaten Netzwerken spielen zum Beispiel wissenschaftlicher Austausch, wirtschaftliche Aktivitäten und Investitionen oder soziales Engagement eine Rolle. Über die Grenzen hinweg agieren KolumbianerInnen transnational und nehmen aus der Diaspora Einfluss auf Entwicklungen in ihrem Herkunftsland.

Ziel der vorliegenden Studie ist es, ein differenziertes Bild der kolumbianischen Diaspora in Deutschland zu zeichnen und den Beitrag der DiasporaakteurInnen für die Entwicklung Kolumbiens zu untersuchen. Dabei sollen Potenziale und Herausforderungen in Bezug auf entwicklungswirksames transnationales Handeln analysiert und Kooperationsansätze für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit identifiziert werden.

Die Studie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vom Programm Migration für Entwicklung erstellt.
Herausgegeben von der GIZ und CIM.

Autorin: Mareike Grewe