Corona-News Lateinamerika: Aktuelle Entwicklungen in der Region

 

Wir halten Sie auf dem Laufenden und stellen Ihnen folgend
aktuelle Nachrichten, Meldungen und Berichte aus spanischen,
portugiesischen, englischen und deutschen Medien zusammen.

Informieren Sie sich umfassend und gezielt zu den Entwicklungen,
indem Sie das Land oder die Region Ihres Interesses wählen. Auch
offizielle Veröffentlichungen der Regierungen Lateinamerikas und
der Karibik finden Sie hier.

© Pixabay by Alexandra Koch

  • Datum:12.11.2020

Lateinamerika

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COVID-19 in Lateinamerika
Die lateinamerikanischen Länder befinden sich in unterschiedlichen Etappen der Normalisierung. Es herrscht ein Durcheinander an Auflagen und Vorschriften, die Sorge vor einer zweiten Welle ist allgegenwärtig. Bis Mitte Oktober zeigten eine Reihe von Ländern wirtschaftlicher Erholungszeichen, seit November stoppte diese positive Entwicklung. Für Entspannung hat die Wahl Joe Bidens zum neuen US-Präsidenten geführt.
Keine zweite Corona-Welle in Lateinamerika?
LADW, 12.11.2020

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Einreise uns Ausreisebestimmungen
Jedes Land hat in der Corona-Krise andere Einreisebestimmungen – vom problemlosen Grenzübertritt bis zur Quarantäne-Pflicht. Um die Orientierung für Flugreisende zu erleichtern, hat der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) eine interaktive Covid-19-Map erstellt, die alle erforderlichen Informationen rund um die Einreisebestimmungen eines Landes visualisiert. Die Karte basiert auf Daten aus der „Timatic-Datenbank“ der IATA, die umfassende Informationen für internationale Flugreisen dokumentiert, inklusive aller Visa- und Pass-Bestimmungen.
COVID-19 Travel Regulations Map
IATA, 04.9.2020

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Unzureichender Zugang zur Schule
 Laut Bericht der UNICEF hat ein Drittel der Schulkinder weltweit (463 Millionen) seit Beginn der Pandemie keinen Zugang zu Schule, weil die Mittel für den Remote-Unterricht nicht vorhanden sind oder kein Online-Zugang für die Kinder und deren Familien möglich ist.

Longe da escola e sem ensino remoto
Exame, 27.8.2020

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IATA Interaktive Karte zu Einreisebestimmungen weltweit
Die Internationale Luftverkehrs-Vereinigung (IATA) veröffentlicht eine Interaktive Karte mit aktualisierten Daten zu Einreisebestimmungen in alle Länder der Welt während der Corona-Krise. Die Daten werden bis zu 200 Mal täglich aktualisiert.
Interactive Coronavirus (Covid-19) Travel Regulations Map
IATA, 12.06.20

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Mehr Korruptionsfälle in der Coronakrise aufgedeckt
Während der Corona-Pandemie werden normale Mechanismen wie öffentliche Ausschreibungen und Marktstudien oftmals umgangen und Aufträge direkt erteilt, was zu Korruption führen kann. Lateinamerika schneidet schon in normalen Zeiten bei den internationalen Transparenz-Ranglisten nicht gut ab - und die Coronakrise haben Politiker und ihre Clans schamlos ausgenutzt. Doch nun wurden viele solcher Korruptionsfälle überraschenderweise aufgedeckt. Die Skandale zwingen Regierungen zu mehr Transparenz.
Wie die Corona-Krise den Umgang mit Korruption in Lateinamerika verändert

DW, 02.06.20

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Coronavirus in Lateinamerika und der Karibik
Hier erhalten Sie eine aktualisierte Zusammenfassung mit den Links zu den wichtigsten Artikeln zu Covid-19 in der Region.
Coronavirus en América: todo lo que necesitas saber
El Pais, 30.5.20

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Doppelte Bedrohung: Virus und Hungersnot
Während in Europa die neue Normalität langsam einkehrt, explodieren nun die Fallzahlen der Corona-Infizierten in Lateinamerika - und zwar selbst in Ländern mit strengen Ausgangssperren. Denn viele Menschen können sich eine Quarantäne schlicht nicht leisten.
Vielleicht am Virus sterben - oder ganz sicher am Hunger
Süddeutsche Zeitung, 25.5.20

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Ein Drittel der Länder in Lateinamerika und in der Karibik hat Hilfe vom IWF erhalten
Elf Länder Lateinamerikas und der Karibik, ein Drittel der Gesamtzahl, haben beim Internationalen Währungsfonds (IWF) finanzielle Unterstützung beantragt und erhalten, um die durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Krise zu bewältigen, so die jüngsten Daten der Institution.
Un tercio de Latinoamérica y el Caribe ha recibido ayuda del FMI
Gestion, 11.05.2020

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Lateinamerika, unter den Schwellenländer die am härtestete getroffene Region
Die Märkte in den Schwellenländer werden in den kommenden Monaten wahrscheinlich einer weiteren massiven Verkaufswelle ausgesetzt sein, die ihre Erholung von der neuen Coronavirus-Pandemie beeinträchtigen und die Verluste, die sich laut einer Umfrage bereits auf 3 Billionen US-Dollar belaufen, noch verschärfen wird. Nach einer Gruppe von Investoren, Anleger und Händlern wird wahrscheinlich die nächste Welle von Aktienverkäufen im September beginnen. Es wird erwartet, dass Lateinamerika in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 die Region mit der schlechtesten Performance bei Währungen, Anleihen und Aktien sein wird.
Latinoamérica, en camino a ser la región más 'golpeada' de las economías emergentes
El Financeiro, 06.05.20

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Flugreisen Weltweit und in Lateinamerika: wo darf man noch hin, wo kann man nicht?
Una vista completa de los requisitos migratorios que tienen los países ante la pandemia de Covid-19, según un relevamiento realizado por IATA, el organismo que aglutina a las aerolíneas del mundo.
El mapa mundial interactivo: dónde se puede viajar y qué piden los países para ingresar
Infobae, 30.04.20

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Der Kampf gegen zwei Pandemien in Lateinamerika
Lateinamerika sieht sich gleichzeitig mit zwei Pandemien konfrontiert: SARS-CoV-2, das sich zwischen Tijuana und Feuerland rasch ausbreitet, und das Dengue-Virus, das einen alarmierenden Anstieg der Neuinfektionen verzeichnet.
Latinoamérica lucha contra el dengue y el coronavirus
DW, 29.04.20

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Brasilien, Mexiko, Argentinien und Kolumbien: verschiedene Maßnahmen zur Krisenbewältigung
Ende Februar wurde offiziell der erste lateinamerikanische Fall von Covid-19 in Brasilien registriert. Seither haben die Regierungen in Lateinamerika Maßnahmen unterschiedlicher Intensität ergriffen, um die Gesundheitskrise und ihre wirtschaftliche Abspaltung zu beruhigen. Die momentane Rezession, mit einem Rückgang des BIP um mehr als 5%, ist schlimmer als die vorherigen seit dem Schuldenschock der 1980er Jahre bis zur Großen Rezession. Brasilien und Mexiko, die beiden führenden Volkswirtschaften, haben sich für flexible Eindämmungsmaßnahmen entschieden, in der Hoffnung, die wirtschaftliche Aktivität nicht völlig zu ersticken. Kolumbien und Argentinien hingegen sind sehr streng mit der Quarantäne umgegangen. Nach Prognosen der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC) droht die Pandemie bis 2021 29 Millionen Menschen in die Armut zu stürzen. El Pais hat dazu einige Arbeitnehmer und Geschäftsleute aus den vier Ländern interviewt, um ihre Geschichten kennen zu lernen und sich über die Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaft zu informieren.
Las voces de la herida económica de la pandemia

El Pais, 29.04.20

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Aktuelle Zahlen der Infektionen in Lateinamerika finden Sie hier.
El Pais, 29.04.20

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Schwierige Zeiten für Lateinamerika
Nach einer Prognose der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal), die von der Kommissionschefin Alicia Bárcena letzten Dienstag vorgestellt wurde, ist für das laufende Jahr mit einer der schwersten Rezession für das Kontinent zu rechnen. Hohe Arbeitslosigkeit und Verschärfung der Armut und Ungleichheit sind einige der Folgen. Cepal rechnet mit einem Einbruch der Exporte um 15 Prozent. Die rohstoffexportierenden Länder vor allem in Südamerika dürften unter der sinkenden Nachfrage aus China leiden, Mittelamerika und die Karibik unter dem Rückgang des Tourismus.
UN: Lateinamerika droht schwere Rezession

Südwest Presse, 21.04.20
Pandemia del COVID-19 llevará a la mayor contracción de la actividad económica en la historia de la región: caerá -5,3% en 2020
Cepal, 21.04.20

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Euromonitor International: The impact of coronavirus on the global economy
Euromonitor International analyses the impact of the COVID 19 pandemic on major
economies around the world. Further information can be found on the Website and here.

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IDB: Policies to Fight the Pandemic

Die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik setzen aufgrund der Coronakrise harte Maßnahmen um. Innerhalb weniger Wochen haben sich die wirtschaftlichen Aussichten für die Region dramatisch verändert.

Der Latin American and Caribbean Macroeconomic Report der Inter-American Development Bank liefert eine Diagnose dieses sich rasch verändernden Umfelds und gibt Empfehlungen, die darauf abzielen, Abhilfe zu schaffen, die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten und den Kern der Wirtschaft intakt zu halten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Die Auslandshandelskammern haben Ihnen einen Bericht der aktuellen Lage in Lateinamerika aufgrund der Coronakrise zusammengestellt: Coronavirus-Krise: Die aktuelle Lage für die Wirtschaft weltweit / Nord- und Lateinamerik

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Eine unerwartet positive Auswirkung von Corona
In El Salvador wurde die Zahl der Tötungsdelikte zwischen Februar und März fast halbiert. Auch das benachbarte Honduras hat in den letzten Wochen einen Rückgang der Morde erlebt, ebenso wie Kolumbien und der bevölkerungsreichere Bundesstaat Mexiko. Während Länder auf der ganzen Welt mit einer steigenden Zahl von Todesfällen konfrontiert sind, die durch das Coronavirus verursacht werden, erleben einige Länder gleichzeitig einen unerwarteten - und willkommenen - Rückgang bei einer anderen Todesart: den Tötungsdelikten.
El virus disminuye la criminalidad en América Latina (por ahora)

NY Times, 13.4.2020

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Hier finden Sie einen allgemeinen Überblick zum Coronavirus in Lateinamerika:
Coronavirus en América, en vivo: últimas noticias de la Covid-19 | EE UU supera las 23.600 muertes

El País, 14.4.2020

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Bericht der Weltbank sieht dunkle Wolken im PIB für Lateinamerika und die Karibik
Die Weltbank berichtet, dass das PIB in Lateinamerika bis zu 4,6% aufgrund der Corona-Krise schrumpfen wird. Das PIB hatte unter den sozialen Unruhen und dem Preisverfall von landwirtschaftlichen Commodities schon Ende 2019 gelitten.  Es ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen 1961. Die Länder mit dem größten möglichen Rückgang sind Mexico und Ecuador (6%), Argentinien (-5,2%), Brasilien (-5%) und Peru (-4,7%). Chile verliert etwas weniger (-3%), wie auch Kolumbien (-2%). Die gute Nachricht, ist, dass es eine sprunghafte Erholung 2021 geben kann: 2,6%, das höchste Wachstum seit 2013.
Banco Mundial projeta uma queda no PIB de 4,6% na América Latina, a maior desde que há registros

El Pais, 13.04.2020

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Wie wird Lateinamerika mit der Krise umgehen
Leider verfügt Lateinamerika weder über die staatliche Infrastruktur, um das Virus zu dezimieren, wie es die Ostasiaten getan haben, noch über die finanziellen Ressourcen der USA oder Europas, um eine längere wirtschaftliche Abschaltung zu überleben. Stattdessen ist Lateinamerika dazu bestimmt, sich durchzuschlagen und sowohl eine menschliche Katastrophe als auch eine schwere wirtschaftliche Rezession zu riskieren.
HOW PREPARED IS LATIN AMERICA TO DO BATTLE WITH COVID-19?
Americas Market Intelligence, 31.3.2020

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Steuererleichterungen in Lateinamerika zur Corona-Krise
Mehrere Regierungen in Lateinamerika haben über steuerliche Erleichterungsmaßnahmen entschieden. Einen sehr guten Überblick hat Ernst&Young tabellarisch aufgelistet.
Tax Incentives LATAM Corona
EY, 03.04.20

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"Das Virus hat in Lateinamerika ein Gefühl der Gleichheit geschaffen"
Das Cornavirus hat die Protestbewegungen in Lateinamerika vorerst verstummen lassen. Trotzdem könnte die Demokratie gestärkt aus der Krise hervorgehen, glaubt Marta Lagos, Leiterin des Umfrageinstituts Latinobarómetro. Die regierungsunabhängige Organisation, die sie mitbegründet hat, veröffentlicht seit 1995 jährlich aktuelle Bestandsaufnahmen und Volksbefragungen zur Situation von Politik und Gesellschaft in 18 Ländern der Region.
Spiegel, 4.4.20

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The dashboard monitors the impact of COVID-19 (coronavirus disease) in Latin America and the Caribbean in real time and its effects on “social distancing”.
Coronavirus Impact Dashboard

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Wirtschaftshilfe in Corona-Zeiten
Die Regierungen der lateinamerikanischen Länder reagieren unterschiedlich auf die Covid-19-Bedrohung. Auch ihre Pläne zur Unterstützung der Unternehmen sind verschieden. Peru schnürt Hilfspakete für Firmen und Familien in Höhe von zwei BIP-Prozent. Chile unterstützt seine KMU mit zwölf Milliarden US-Dollar. Insgesamt wird für die Region eine tiefere Wirtschaftskrise als die von 2009 erwartet.
Coronavirus: Los paquetes económicos que se despliegan a nivel mundial para enfrentar la pandemia

El Comercio, 29.3.20

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Nach dem Virus kommt das Elend
Nicht nur Straßenverkäufer und Hausangestellte machen sich derzeit Sorgen um ihre Existenz, sondern die gesamte Wirtschaft in Lateinamerika. Besonders stark ist Venezuela von der Corona-Pandemie betroffen. Die Bank of America rechnet mit einer wirtschaftlichen Schrumpfung um 1,6 Prozent in der Region, maßgeblich verursacht durch Mexiko (-4,5 Prozent) und den Sonderfall Venezuela (-20 Prozent). Auch Brasilien, das zu Jahresbeginn noch mit einem Wachstum von 2 Prozent rechnete, wird in diesem Jahr wohl nicht wachsen oder sogar schrumpfen. Die Prognosen sind unsicher, da das Ausmaß der Krise in Lateinamerika noch nicht absehbar ist.
FAZ, 30.3.20

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Lateinamerikanische Wissenschaftler im Kampf gegen Covid-19
Die Suche nach einem Medikament oder Impfstoff gegen das neue Corona-Virus läuft weltweit auf Hochtouren. Auch in Lateinamerika gibt es Wissenschaftler, die ihre Forschung darauf konzentrieren. Zu ihnen zählen Javier Jaimes in Kolumbien, Irene Bosch in Venezuela und Marina Escalera-Zamudio in Mexiko.
BBC Mundo, 25.3.20

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US-Hilfspaket entlastet lateinamerikanische Märkte
Die Ankündigung der US-Regierung, ein billionenschweres Hilfspaket für die US-Wirtschaft aufzusetzen, hat auch in Lateinamerika Druck von den Märkten genommen. Die Börsen der Länder haben deutlich hinzugewonnen und auch die Währungen haben wieder Boden gutgemacht.
Monedas y bolsas de América Latina avanzan por paquete de estímulos en EEUU

Reuters, 25.3.20

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Policy Responses to COVID-19

This policy tracker summarizes the key economic responses governments are taking to limit the human and economic impact of the COVID-19 pandemic as of March 24, 2020. The tracker includes G-20 economies and the European Union/Euro Area. More countries will be added soon.

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Die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik sollten "entschiedene Maßnahmen" ergreifen, um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu begrenzen und eine humanitäre Krise in der Region zu vermeiden, sagte der Internationale Währungsfonds am Donnerstag. Die Regionalregierungen "sollten Geldtransfers, Lohnsubventionen und Steuervergünstigungen nutzen, um den betroffenen Haushalten und Unternehmen zu helfen, mit diesem vorübergehenden und plötzlichen Produktionsstopp fertig zu werden", schrieb Alejandro Werner, IWF-Chef für die westliche Hemisphäre. Werner sagte, die Zentralbanken sollten es den Kreditgebern erlauben, auch dann tätig zu werden, wenn ihr Kapital damit unter die Grenze sinkt, die derzeit erlaubt ist.

América Latina debe tomar medidas resueltas por el impacto económico de coronavirus: FMI
Reuters, 19.3.2020

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Deutsche Bank AG: Wichtige Informationen für Unternehmer erhalten Sie hier.

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Corona-Krise bedroht lateinamerikanische Wirtschaft

Wie stark die Corona-Pandemie Lateinamerika treffen wird, ist aktuell noch nicht abzusehen. Klar ist schon heute, dass die Wirtschaft der Region die Konsequenzen spüren wird. Dabei sind die Maßnahmen der Regierungen in Lateinamerika gegen die Verbreitung des Virus aktuell noch sehr unterschiedlich.

Así evoluciona la curva del coronavirus en Colombia, México, Chile, Brasil y el resto de Latinoamérica
El País, 19.3.20

América Latina afronta la crisis del coronavirus entre tensiones políticas y fragilidad económica
El País, 18.3.20

 

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Nachdem die Fußball-Europameisterschaft, die im Sommer dieses Jahres stattfinden sollte, auf das kommende Jahr verschoben wurde, wird nun auch die Copa América auf 2021 verschoben. Wie an der EM hängen auch an der Copa América millionenschwere Sponsoring- und TV-Übertragungsrechte.

¡Confirmado! La Copa América también fue aplazada para el próximo año¡Confirmado! La Copa América también fue aplazada para el próximo año
El Tiempo, 17.3.20

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Coronavirus: Stand 16.3.2020

Das Coronavirus kommt in 14 Ländern Lateinamerikas vor, davon sind bestätigte Fälle: Ecuador (37, zwei Tote), Mexiko (12), Brasilien (200), Argentinien (46, ein Toter), Dominikanische Republik (11), Chile (75), Peru (17), Kolumbien (34), Costa Rica (35), Paraguay (7), Panama (43, ein Toter), Bolivien (10), Honduras (3) und Kuba (4). Die lokalen Regierungen haben ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verstärkt. In den anderen Ländern verstärken die Gesundheitsbehörden die Kontrollen, um zu verhindern, dass die Fälle in ihr Hoheitsgebiet gelangen, und wenn sie dies tun, um sie so gut wie möglich einzudämmen.

Coronavirus-Monitor
Berliner Morgenpost, 16.3.2020

  • Datum:18.09.2020

Karibik

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Fünf der am stärksten von Corona betroffenen Länder liegen in Lateinamerika
Jeder dritte Corona-Tote ist Lateinamerikaner. 300.000 Menschen sind in Lateinamerika bisher am Virus gestorben, acht Millionen haben sich infiziert. Das Virus hat das unterfinanzierte öffentliche Gesundheitswesen entblößt. Vor allem aber sind es die sozialen Unterschiede, die Lateinamerika so anfällig machen für die Pandemie. Brasilien ist jedoch zeitgleich ein Land, in dem es Institutionen für die Entwicklung und Herstellung von Impfstoffen gibt und die große Erfahrung und einen guten Ruf haben: die Stiftung Oswaldo Cruz (Fiocruz) in Rio de Janeiro und das Instituto Butantã in São Paulo. Fiocruz hat einen Kooperationsvertrag mit der britisch-schwedischen Astra-Zeneca und der Universität Oxford abgeschlossen, Butantã mit der chinesischen Sinovac. Länder die stark betroffen sind, sind am besten geeignet für Impfstoff-Testungen, und das sind z.B. die Länder wie Peru, Chile oder Brasilien, wo rund 200 Infektionen auf 10.000 Einwohner verzeichnet werden und eine sehr hohe Dunkelziffer anzunehmen ist.

Das Corona-Labor
 FAZ,  17.09.2020

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Coronavirus in Lateinamerika und der Karibik
Hier erhalten Sie eine aktualisierte Zusammenfassung mit den Links zu den wichtigsten Artikeln zu Covid-19 in der Region.
Coronavirus en América: todo lo que necesitas saber

El Pais, 30.5.20

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Ein Drittel der Länder in Lateinamerika und in der Karibik hat Hilfe vom IWF erhalten
Elf Länder Lateinamerikas und der Karibik, ein Drittel der Gesamtzahl, haben beim Internationalen Währungsfonds (IWF) finanzielle Unterstützung beantragt und erhalten, um die durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Krise zu bewältigen, so die jüngsten Daten der Institution.
Un tercio de Latinoamérica y el Caribe ha recibido ayuda del FMI
Gestion, 11.05.2020

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Schwierige Zeiten für Lateinamerika
Nach einer Prognose der UN-Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal), die von der Kommissionschefin Alicia Bárcena letzten Dienstag vorgestellt wurde, ist für das laufende Jahr mit einer der schwersten Rezession für das Kontinent zu rechnen. Hohe Arbeitslosigkeit und Verschärfung der Armut und Ungleichheit sind einige der Folgen. Cepal rechnet mit einem Einbruch der Exporte um 15 Prozent. Die rohstoffexportierenden Länder vor allem in Südamerika dürften unter der sinkenden Nachfrage aus China leiden, Mittelamerika und die Karibik unter dem Rückgang des Tourismus.
UN: Lateinamerika droht schwere Rezession

Südwest Presse, 21.04.20
Pandemia del COVID-19 llevará a la mayor contracción de la actividad económica en la historia de la región: caerá -5,3% en 2020
Cepal, 21.04.20

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Covid_19, eine tödliche Bedrohung
Mit knapp 60 Beatmungsgeräten für 11 Millionen Menschen ist Haiti die für das Coronavirus anfälligste Nation auf dem amerikanischen Kontinent. Während viele Länder mit einer ernsthaften Ausbreitung von Covid-19 zu kämpfen hätten, würde sich Haiti möglicherweise nie von einer solchen Ausbreitung erholen. Bislang hat dieses kleine verarmte Land nur drei Todesfälle durch das Virus und 40 bestätigte Fälle registriert, aber viele weitere Fälle werden möglicherweise nicht gemeldet, vor allem in abgelegenen Gebieten.
We are not prepared at all': Haiti, already impoverished, confronts a pandemic

BBC.com, 19.4.2020

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Euromonitor International: The impact of coronavirus on the global economy
Euromonitor International analyses the impact of the COVID 19 pandemic on major
economies around the world. Further information can be found on the Website and here.

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IDB: Policies to Fight the Pandemic
Die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik setzen aufgrund der Coronakrise harte Maßnahmen um. Innerhalb weniger Wochen haben sich die wirtschaftlichen Aussichten für die Region dramatisch verändert.
Der Latin American and Caribbean Macroeconomic Report der Inter-American Development Bank liefert eine Diagnose dieses sich rasch verändernden Umfelds und gibt Empfehlungen, die darauf abzielen, Abhilfe zu schaffen, die wirtschaftliche Stabilität zu erhalten und den Kern der Wirtschaft intakt zu halten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

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Bericht der Weltbank sieht dunkle Wolken im PIB für Lateinamerika und die Karibik
Die Weltbank berichtet, dass das PIB in Lateinamerika bis zu 4,6% aufgrund der Corona-Krise schrumpfen wird. Das PIB hatte unter den sozialen Unruhen und dem Preisverfall von landwirtschaftlichen Commodities schon Ende 2019 gelitten.  Es ist der größte Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen 1961. Die Länder mit dem größten möglichen Rückgang sind Mexico und Ecuador (6%), Argentinien (-5,2%), Brasilien (-5%) und Peru (-4,7%). Chile verliert etwas weniger (-3%), wie auch Kolumbien (-2%). Die gute Nachricht, ist, dass es eine sprunghafte Erholung 2021 geben kann: 2,6%, das höchste Wachstum seit 2013.
Banco Mundial projeta uma queda no PIB de 4,6% na América Latina, a maior desde que há registros

El Pais, 13.04.2020

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The dashboard monitors the impact of COVID-19 (coronavirus disease) in Latin America and the Caribbean in real time and its effects on “social distancing”.
Coronavirus Impact Dashboard

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Deutsche Segler sitzen in der Karibik fest
In der Karibik sitzen derzeit Hunderte Segler fest, darunter viele Deutsche. Die meisten Yachten dürfen nicht mehr an den Häfen einlaufen. Das Problem: die Hurrikan-Saison naht. Eine Petition ans Auswärtige Amt verschafft ihnen nun Gehör.
Focus, 27.3.20

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Touristenzahlen sinken deutlich
Die Corona-Krise spiegelt sich deutlich in den Touristenzahlen wider. Die Hotelbelegung in der Region ist um 61,3 Prozent auf weniger als ein Drittel der Übernachtungskapazitäten zurückgegangen.
Hospitality Net, 26.3.20

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Karibikstaaten schließen ihre Grenzen
Um eine Ausbreitung der Covid-19-Pandemie zu begrenzen, haben die karibischen Staaten ihre Grenzen geschlossen. Außerdem wurden von den Regierungen strenge Reisebeschränkungen beschlossen. Die genauen Regelungen unterscheiden sich von Land zu Land jedoch teilweise deutlich.
Travel Agent Central, 26.3.20

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Die Regierungen Lateinamerikas und der Karibik sollten "entschiedene Maßnahmen" ergreifen, um die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zu begrenzen und eine humanitäre Krise in der Region zu vermeiden, sagte der Internationale Währungsfonds am Donnerstag. Die Regionalregierungen "sollten Geldtransfers, Lohnsubventionen und Steuervergünstigungen nutzen, um den betroffenen Haushalten und Unternehmen zu helfen, mit diesem vorübergehenden und plötzlichen Produktionsstopp fertig zu werden", schrieb Alejandro Werner, IWF-Chef für die westliche Hemisphäre. Werner sagte, die Zentralbanken sollten es den Kreditgebern erlauben, auch dann tätig zu werden, wenn ihr Kapital damit unter die Grenze sinkt, die derzeit erlaubt ist.

América Latina debe tomar medidas resueltas por el impacto económico de coronavirus: FMI
Reuters, 19.3.2020

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Deutsche Bank AG: Wichtige Informationen für Unternehmer erhalten Sie hier.

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Die Regierung von Trinidad und Tobago veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen zur Situation im Land auf ihrer Webseite.

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung der Bahamas finden Sie hier.

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Aktuelle Veröffentlichungen der Regierung von Jamaika finden Sie hier.

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Haiti macht die Grenze dicht

Die Regierung von Haiti kündigte am Sonntag die Schließung der Grenze zur Dominikanischen Republik wegen des Coronavirus und ein Flugverbot von und nach Europa, Lateinamerika und Kanada an. Diese Maßnahmen werden in den nächsten zwei Wochen umgesetzt und könnten verlängert werden, wenn die Regierung es für angemessen hält. Dr. Patrick Dely, Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium, sagte, Haiti habe bisher keine COVID-19-Infektionen verzeichnet, und "es seien Maßnahmen ergriffen worden, um zu verhindern, dass die Krankheit das Land erreicht", das ein sehr fragiles Gesundheitssystem habe. An der Grenze zur Dominikanischen Republik wird nur der Frachtverkehr erlaubt sein, solange die Lastwagen mit reduziertem Personaleinsatz fahren, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Haití cierra las fronteras y prohíbe vuelos por el coronavirus
Efe, 15.3.2020

  • Datum:20.10.2020

Argentinien

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Warum Argentiniens Fallzahl so hoch ist
In einem Interview berichtet die argentinische Infektiologin Carlota Russ über die Gründe der steigenden Infektionszahlen. Sie sagt u.a. “Die Vorstellung, dass Argentinien einen der längsten Lockdowns der Welt durchmacht, ist sehr relativ”. In dieser Woche stieg die Zahl der Infizierten auf über eine Million an.
Corona-Anstieg in Argentinien: “Die Leute waren zu nachlässig”
Spiegel, 12.10.20
Über eine Million Coronafälle in Argentinien
20.10.20

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Proteste und die Hoffnung auf einen Impfstoff
Die Fallzahlen in Argentinien überschritten in dieser Woche die Marke von 300.000 Infizierten. Innerhalb von 24 Stunden starben 235 Menschen – eine der höchsten Zahl an Todesfällen in Argentinien seit Ausbruch der Pandemie. Kurz vor Bekanntgabe der Zahlen kam es in der Hauptstadt zu einer Anti-Corona-Demonstration gegen die Einschränkungen der seit nunmehr 150 Tage andauernden Quarantäne. Erst in der vorangegangenen Woche hatte Präsident Fernández die Kontakt- und Ausgangssperre bis zum 30. August verlängert. Anlass zur Hoffnung gibt derzeit die Ankündigung, dass Argentinien gemeinsam mit Mexiko einen Impfstoff produzieren werden, der die gesamte Region versorgen soll. Entwickelt wurde dieser von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem Pharmaunternehmen Astra Zeneca.
Argentina cruza barrera de los 300.000 contagios de COVID-19
DW, 19.8.2020
Mit Nationalflaggen gegen das Virus
taz, 18.8.2020
Latinoamérica aplaude acuerdo de vacuna de México y Argentina
DW, 17.8.2020

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Argentiniens politischer Waffenstillstand scheint beendet
Bei Ausbruch der Pandemie herrschte in Argentiniens Politik parteiübergreifend ein breiter Konsens für die Umsetzung strenger Lockdown-Maßnahmen. Nach über vier Monaten bröckelt diese Einheit. Nachdem die Zahl der Infektionen am vergangenen Sonntag 100.000 Fälle überschritten hat, hält Präsident Fernández nach wir vor an einem strengen Lockdown, insbesondere für die Metropolregion Buenos Aires, fest. Tausende von Argentiniern machten ihrem Ärger und ihren Sorgen über die weitere Verlängerung der Maßnahmen Luft und es kam zu landesweiten Protestkundgebungen. Die Opposition fordert Lockerungen, zumal es das Infektionsgeschehen in der Hauptstadtregion und in den übrigen Landesteilen höchst unterschiedlich verläuft. 
Covid-19 restrictions are shattering Argentina's short-lived political truce
The Guardian, 14.7.2020

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Erneute Lockdown-Maßnahmen für Buenos Aires
In Buenos Aires mussten Geschäfte erneut schließen, da die Infektionszahlen für COVID-19 erneut anstiegen. Bis zum 17. Juli sollen in der Metropolregion die Maßnahmen gelten.
VOA, 30.6.2020

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Coronakrise verschärft Wirtschaftskrise in Argentinien
Die Pandemie wird Argentinien nun noch härter treffen als bisher angenommen. Mit einem Wirtschaftseinbruch bis zu 13% rechnen Experten. Seit über 100 Tagen befindet sich das Land in Quarantäne. Die Kurve verläuft vergleichsweise flach, jedoch entwickeln sich Bereiche mit prekären Wohn- und Lebensverhältnissen immer wieder zu Corona-Hotspots. Präsident Fernández handelt nach der Devise "Die Gesundheit zuerst".
Lockdown in Argentinien

Taz, 28.6.2020
Endlich wieder Weltmeister
Taz, 27.6.2020

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Argentiniens Präsident begibt sich in freiwilllige Quarantäne
Angesichts der sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen im Land begibt sich Argentiniens Präsident Alberto Fernández freiwillig in Quarantäne. Nachdem sich eine Reihe von Politikern im Umfeld des Präsidenten mit dem Virus infizierten, wurden nun bis auf weiteres alle seine Reisen und direkten Meetings abgesagt. Seit Mitte Mai vervierfachte sich die Zahl der Infektionsfälle in Argentinien. Dennoch steht das Land im Kampf gegen die Pandemie weitaus besser da als seine Nachbarn Brasilien und Chile.
Argentina`s presidente enters voluntary isolation amid coronavirus surge

The Guardian, 17.6.2020

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Präsident Fernández gibt ausführliches TV-Interview
In einem fast einstündigen TV-Interview spricht Argentiniens Präsident Alberto Fernández zum Status der Corona-Pandemie im Land, seiner freiwilligen Quarantäne, zum aktuellen Stand der Schuldengespräche sowie zur Verstaatlichung des Agrarkonzern Vicentín.
Youtube: https://lnkd.in/eaqpShM
Telefé Noticias, 17.06.2020

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Argentinien steckt in einer Doppelkrise
Argentinien steckt in einer Doppelkrise: Die Pandemie und der drohende Staatsbankrott stellen das Land vor enorme Herausforderungen. Der IWF schätzt, dass Argentiniens BIP um 5,7% fallen wird. Eine Staatspleite könnte zudem als Blaupause für andere Länder dienen, die durch die Corona-Krise in Not geraten, sagt Christoph Trebesch vom Kieler Institut für Weltwirtschaft.
Argentiniens Doppelkrise - Zwischen Corona und Staatspleite
Deutschlandfunk, 8.6.2020

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Corona: Flexibler Plan zur Lockerung in Argentinien
Die Quarantäne als Maßnahme gegen COVID-19 gilt weiter bis zum 28. Juni in Argentinien. Es werden jedoch Flexibilisierungsmaßnahmen schrittweise eingeführt: flexibler wird es in dünnbesiedelten Regionen. In größeren urbanen Zentren gelten strengere Maßnahmen.
La cuarentena seguirá hasta el 28 de junio con más flexibilización en la Ciudad que el conurbano
Clarín, 04.06.20

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Argentinien teilweise zurück in Quarantäne
Die Regionen Buenos Aires, Córdoba, Chubut und Río Negro nehmen die Lockerungen des social distancing zurück, nachdem seit dem 11. Mai Corona-Infektionen wieder zugenommen haben.
Cordoba-Stadt ist die zweitgrößte Stadt im Land mit 1,4 Millionen Einwohner. Systemrelevante Betriebe bleiben geöffnet.
Cuatro provincias argentinas dan marcha atrás con la apertura de la cuarentena
El País, 19.05.20

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Das Coronavirus trifft die Ärmsten am stärksten
Die Pandemie mache die strukturellen Probleme der Armenviertel auch in Argentinien noch weitaus sichtbarer als zuvor.
Argentinien: Corona trifft Menschen in Armenviertel am härtesten
Vatikan News, 06.05.20

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Weitere 7 Covid-19 Tote in Argentinien und 158 neue Infizierte in den letzten 24 Stunden
Coronavirus en Argentina: confirman otras 7 muertes y 158 nuevos casos en las últimas 24 horas
Clarín, 29.04.20

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Die argentinische Regierung beschrieb über die Administración Federal de Ingresos Públicos (AFIP) die genauen Schritte für die finanziellen Soforthilfen für Selbständige im Land.
El Gobierno detalló los pasos que se deberán cumplir para acceder a los créditos a tasa cero

Infobae, 30.04.20

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Das argentinische Gesundheitsministerium informiert über Isolierungsmaßnahmen immer aktuell:
Coronavirus
Aislamiento social, preventivo y obligatorio

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Coronavirus - Informationen für Deutsche in Argentinien
Nach insgesamt fünf Sonderflügen ist das Rückholprogramm des Auswärtigen Amtes für Argentinien abgeschlossen. Weiterhin im Land befindliche, ausreisewillige Deutsche sollten - wie bisher - auch Sonderflüge anderer Staaten bzw. Fluggesellschaften in Betracht ziehen oder auf die Wiederaufnahme des internationalen Luftverkehrs mit Argentinien warten.

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Lithium-Industrie wegen Corona-Pandemie im Stillstand
Der Abbau von Lithium ist eine wichtige Zukunftsindustrie in Argentinien. Der Bedarf steigt weltweit deutlich. Nun ist die Lithium-Industrie des Landes zum Erliegen gekommen. Aufgrund der Corona-Krise sind die aktuellen Lithium-Projekte gestoppt worden. Neben Argentinien gehören Bolivien und Chile zum sogenannten "Lithium-Dreieck" in Südamerika.
Reuters, 16.4.20

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IWF: Wirtschaft schrumpft wegen Corona-Krise um 5,7 Prozent
Der Internationale Währungsfonds prognostiziert der argentinischen Wirtschaft in der Corona-Krise einen Rückgang von 5,7 BIP-Prozent im Jahr 2020. Die offizielle Arbeitslosenquote wird laut IWF auf knapp elf Prozent steigen. Über die Höhe der Inflation oder des Haushaltsdefizit traut sich der IWF keine Aussage zu.
Clarin, 14.4.20

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Zahl der Covid-19-Fälle steigt weiter
Die Zahl der Corona-Infizierten ist in Argentinien auf 1554 gestiegen (Stand: 6. April). 48 Personen sind bereits mit Covid-19 gestorben. Der neueste Todesfall ist ein 89-jähriger Mann aus Buenos Aires. Die Hauptstadt und die Region Buenos Aires sind am stärksten von der Krankheit betroffen.
Clarin, 5.4.20

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Agrarexporte verzögern sich
Die Einschränkungen, die durch die Corona-Pandemie in der argentinischen Wirtschaft hervorgerufen wurden, verzögern auch die Agrarexporte des Landes. Neben dem Transport auf dem Landweg, der langsamer läuft als normal, nehmen auch die Kontrollen staatlicher Stellen an den Häfen mehr Zeit in Anspruch.
Reuters, 30.3.20

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Weltbank leiht Argentinien 300 Millionen US-Dollar
Die schon vor der Corona-Krise angeschlagene argentinische Wirtschaft wird von der Pandemie weiter in die Knie gezwungen. Ein wenig Erleichterung verschafft die Weltbank nun dem Land: Die internationale Organisation leiht Argentinien insgesamt 300 Millionen US-Dollar, um das Sozialsystem zu stärken und die Folgen von Corona abzumildern.
Buenos Aires Times, 25.3.20

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E-Commerce boomt in Corona-Zeiten
Auch in Argentinien lässt sich zur Zeit beobachten, wie Online-Händler großen Kundenzuwachs erfahren. Knapp ein Drittel aller aktuellen Kunden sind Verbraucher, die in Zeiten von Corona erstmals online bestellen. Beobachter gehen davon aus, dass dieser Trend anhält.
El Cronista, 25.3.20

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Argentinien will Bewohnern der Falkland-Inseln helfen
Der Streit um die Zugehörigkeit der Falkland-Inseln/Malvinas rückt in diesen Tagen in den Hintergrund. Die argentinische Regierung steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit dem britischen Botschafter in Buenos Aires, um für die Inselbewohner Hilfe zu organisieren.
Argentina ofrece a Gran Bretaña ayuda para los habitantes de las Islas Malvinas por coronavirus
InfoBAE, 23.3.20

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Fernández halt Verlängerung der Quarantäne für möglich
Der argentinische Präsident Alberto Fernández denkt über eine Verlängerung der Quarantänebestimmungen nach, sollte dies notwendig sein. Die aktuellen Regelungen gelten zunächst bis zum 31. März. Die staatlichen Hilfen für Arbeiter im informellen Sektor werden derweil auf vier Millionen Argentinier ausgeweitet.
Presidente argentino dice podría prorrogar la cuarentena; descarta estado de sitio

Reuters, 22.3.20
Argentina extiende la ayuda social a cerca de cuatro millones de trabajadores informales

El País, 24.3.20

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Pandemie bedroht Umschuldung
In Argentinien gab es bis vor Kurzem nur ein Thema: Klappt die Umschuldung oder droht ein erneuter Default? Seit dem weltweiten Ausbruch der Corona-Pandemie stehen auch die aktuellen Verhandlungen über die argentinischen Schulden auf der Kippe. Präsident Fernández wollte eigentlich bis Ende März zu einem Ergebnis kommen. Wirtschaftsminister Martín Guzmán hat die G20 außerdem um weitere Hilfsmaßnahmen gebeten.

Ministro de Economía argentino insta a G20 a extender líneas de swap
Reuters, 23.3.20

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VW stellt Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien einVolkswagen verkündete seine Produktion nun auch in Argentinien, Brasilien und Mexiko wegen der Corona-Pandemie vorübergehend einzustellen. An den beiden argentinischen Standorten in General Pacheco nahe Buenos Aires und in Córdoba werde bis zum 31. März nicht mehr gearbeitet. In Brasilien wird Volkswagen alle Aktivitäten in seinen Fabriken von Montag an für drei Wochen einstellen. In den beiden Werken in Mexiko – in Puebla und Guanajuato – gelte die Maßnahme vom 30. März bis zum 12. April, hieß es am Abend (Ortszeit). Volkswagen Mexiko nannte drei Faktoren, die in Betracht gezogen worden seien: die Gesundheit der Mitarbeiter und der Anwohner, ein Rückgang in der Nachfrage und das Risiko einer Knappheit der Teile. In Argentinien führte die Ausgangssperre zu dieser Maßnahme.

VW pausiert wegen Corona-Krise Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien
Cash.ch, 23.03.2020

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Als erstes lateinamerikanisches Land stellt die Regierung ganz Argentinien unter Quarantäne. Die Maßnahme soll zunächst bis zum 31. März gelten. Nur zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten dürfen die Argentinier ab sofort ihre Wohnung noch verlassen. Aktuell sind 128 Corona-Fälle im Land bekannt.

Argentina entra en cuarentena obligatoria hasta el 31 de marzo
El País, 20.3.20

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Offizielle Veröffentlichungen zu den Maßnahmen der argentinischen Regierung gegen die Ausbreitung des Corona-Virus finden Sie hier.

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Corona-Krise trifft Argentinien hart

Argentinien steckt seit Monaten in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Wahrscheinlichkeit eines Defaults wird seit Längerem diskutiert. Nun kommt zur verheerenden ökonomischen Lage noch die nicht abzuschätzenden Folgen der Corona-Krise hinzu, die in Argentinien gerade erst Fahrt aufnimmt. In dieser Situation bleibt bei der Neuverhandlung von 70 Milliarden US-Dollar Schulden finanziell und organisatorisch wenig Spielraum.

Banqueros en cuarentena y "roadshows" por video: coronavirus golpea negociación por deuda argentina
Reuters, 16.3.20

Argentina lanza un plan con créditos blandos y exenciones fiscales contra la crisis del coronavirus
El País, 18.3.20

Mercados argentinos se desploman golpeados ante coyuntura global por coronavirus
Reuters, 18.3.20

  • Datum:16.11.2020

Bolivien

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Vorbereitung für die 2. Welle
Während Lateinamerika weiterhin zu den Regionen gehört, die von COVID-19 stark betroffen sind, hat Bolivien in den letzten Tagen wieder einen Anstieg der Fälle verzeichnet. Die Situation beunruhigt die Gesundheitsbehörden wegen der Gefahr eines möglichen Wiederauflebens der Pandemie, was ja in mehreren Ländern bereits eingetreten ist.
Bolivia se prepara para un posible rebrote de COVID-19
Voa Noticias, 16.11.2020

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Höhepunkt wird noch erwartet
Bolivien hat am 4.August einen neuen Tagesrekord von 92 Todesfällen durch das Coronavirus aufgestellt. Mit diesem neuen Rekord steigt die Zahl der Todesfälle in Bolivien auf 3.320, wobei 83.361 offizielle Krankheitsfälle im Land gezählt wurden, bei einer Bevölkerung von etwa 11,5 Millionen Einwohnern. Nach diesen Zahlen gehört Bolivien nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den Ländern der Welt, die im Verhältnis zu ihrer Bevölkerung am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Die De-facto-Regierung schätzt, dass der Höhepunkt der Pandemie Bolivien erst Ende August oder Anfang September erreichen wird, und sogar erst Anfang Oktober, wenn sich die Ansteckung verschlimmert. 
Bolivia registró nuevo récord de muertes por coronavirus
Telam. Ar, 5.8.2020

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Nationale Katastrophe in Bolivien
Die bolivianische Regierung erklärte, das ganze Land befinde sich in einem "nationalen Katastrophenzustand", um die wirtschaftlichen Bedürfnisse aufgrund der negativen Auswirkungen von Covid-19 zu befriedigen. Diese Maßnahme wird es dem Ministerium für Wirtschaft und öffentliche Finanzen ermöglichen, bei der bolivianischen Zentralbank ein Darlehen des Finanzministeriums zu beantragen, um wirtschaftliche Maßnahmen zur Milderung der negativen Auswirkungen des Coronavirus auf das Land zu ergreifen. Das Dekret ist eine Maßnahme, die die Regierung angesichts einer, ihrer Ansicht nach, Blockade der Kredite ergreift, die von internationalen Organisationen zur Bekämpfung der Covid-19 gewährt wurden. Die Kredite belaufen sich auf insgesamt 1.054 Millionen US-Dollar, doch die Beantragung wurde in der Gesetzgebenden Versammlung von der parlamentarischen Mehrheit der Partei des ehemaligen Präsidenten Evo Morales, Movimiento al Socialismo, abgelehnt. Bis Montag wurden in Bolivien 71.181 Fälle von Corona und 2.647 Todesfälle registriert.

Gobierno de Bolivia decreta “calamidad pública” por covid-19
CNN Español, 28.7.2020

Áñez decretó el estado de "calamidad pública" en Bolivia
Pagina 12, 29.7.2020

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Abwärtstrend 

Der dramatische Anstieg der Todesfälle außerhalb der Krankenhäuser ist eine der Hauptsorgen der bolivianischen Behörden, die versuchen, das Gesundheitssystem gegen die Uhr auszubauen, aber gleichzeitig erkennen, dass "es immer unzureichend zu sein scheint". In den letzten zwei Wochen hat die Zahl der Infektionen in dem südamerikanischen Land nicht aufgehört zu steigen, und Schätzungen deuten darauf hin, dass noch mindestens ein Monat bis zum Schlimmsten der Pandemie verbleibt. Angesichts eines solchen Panoramas ist eine der Debatten, die in dem Land geführt werden, die Frage, ob man in die strikte Quarantäne zurückkehren oder die teilweise Offenheit, in der sich das Land zur Zeit befindet, beibehalten soll. Wie andere lateinamerikanische Länder lebt auch dieses Land zu mehr als 50% von der informellen Wirtschaft und hatte in den Wochen der Quarantäne viele Schwierigkeiten. Eine weitere totale Schließung wird vom informellen Sektor deshalb abgelehnt, dies wurde von den Gewerkschaftsgruppen bekannt gegeben.

Qué está pasando con el coronavirus en Bolivia, donde la policía recogió 420 cadáveres en casas y calles en solo cinco días

BBC Mundo, 23.7.2020

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Corona auf dem Vormarsch
Die bolivianischen Gesundheitsbehörden warnten am Montag, dass sich die neue Coronavirus-Pandemie in La Paz und Cochabamba im Westen des Landes "in einer sehr schnellen Eskalation" befindet. Daher scheint sich die Krankheit seit März stark in dieses Gebiet verlagert zu haben, nachdem sie seit März hauptsächlich Santa Cruz im Osten getroffen hat. In Santa Cruz, dem wirtschaftlichen Motor Boliviens, lebt die Hälfte der infizierten Bevölkerung des Landes, die am Montag fast 60.000 Personen zählte. Währenddessen kommt das Amazonasgebiet Beni, das vor allem im Mai und Juni im Brennpunkt stand, heute nur noch auf 5.000 Infizierte. Im Gegensatz zu den oben genannten Regionen haben La Paz mit 9.655 Fällen und Cochabamba mit fast 6.500 Fällen in der vergangenen Woche im offiziellen epidemiologischen Bericht einen Aufwärtstrend gezeigt. "Die Fälle verdoppeln sich jede Woche, jeden Tag, mit einer kürzeren Periode" im Land, aber "vor allem in den Departements La Paz und Cochabamba", sagte der nationale Leiter der Epidemiologie, Virgilio Prieto, gegenüber der offiziellen Agentur ABI. Die Pandemie "wird im Westen noch viel schlimmer werden, weil wir eine sehr schnelle Eskalation erleben", sagte Prieto, der den wiederholten Ungehorsam der Bürger gegenüber den Regeln der flexiblen Quarantäne des Landes kritisierte.
Coronavirus en Bolivia: advierten por una “escalada muy rápida” de la pandemia en La Paz y Cochabamba
 Infobae, 21.7.2020

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Boliviens Interimspräsidentin positiv

Die Interimspräsidentin Boliviens wurde nun auch positiv auf Covid-19 getestet. Jeanine Áñez, 53, machte die Ankündigung über ihren Twitter-Account, in dem sie sagte, es gehe ihr "gut" und sie werde ihre Arbeit zwei Wochen lang in Quarantäne fortsetzen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hatte Bolivien bis Donnerstag mehr als 1.500 Todesfälle und fast 42.000 Fälle bestätigt.
Jeanine Áñez tiene coronavirus: la presidenta de Bolivia confirma que dio positivo en un test de SARS-CoV-2
BBC mundo, 9.7.2020

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Politische Blockade?
Die bolivianische Übergangsregierung warf der Mehrheit der Bewegung zum Sozialismus (MAS) im bolivianischen Parlament am Mittwoch vor, Kredite in Höhe von rund 1,7 Milliarden Dollar, vor allem für das Gesundheitssystem, blockiert zu haben. Die Interimsminister für produktive Entwicklung, Óscar Ortiz, und des Ratsvorsitzes, Yerko Núñez, prangerten an, dass die MAS des ehemaligen Präsidenten Evo Morales diesen Betrag, der speziell auf die Bekämpfung des Coronavirus ausgerichtet ist, aus politischen Gründen blockiert.
El Gobierno boliviano acusa al Parlamento de parar 1.700 millones de dólares en créditos
Efe, 17.6.2020

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Kollabiert das System?
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (IACHR) drückte über ihren Twitter-Account ihre "Bestürzung" über Berichte über Fälle von Menschen aus, die in den Straßen von Cochabamba und La Paz gestorben sind. Mindestens sechs Personen sollen auf den Straßen gestorben sein, weil es angesichts der "Sättigung der Krankenhäuser" „unmöglich“ war, medizinische Hilfe zu erhalten. Von den sechs Todesfällen, die auf dem Twitter der IACHR erwähnt wurden, waren zwei laut Labortests bestätigte Covid-19 Patienten.
La CIDH expresa “consternación” por muertes en las calles de Bolivia por falta de atención en hospitales
CNN Espanhol, 17.6.2020

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Korruptionsskandal?
Die Interimspräsidentin von Bolivien, Jeanine Áñez, kündigte Ende letzter Woche den Kauf von 170 Beatmungsgeräten von einer spanischen Firma an, den ersten Kauf von medizinischem Material. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie noch nicht, dass sie einen Sturm von Verdächtigungen und Anschuldigungen gegen ihre Regierung wegen eines angeblichen Korruptionsfalls dabei entfesseln würde. Die bolivianische Presse hat festgestellt, dass jeder der von der katalanischen Firma GPA Innova hergestellten Ventilatoren einen Fabrikpreis von 7.194 Dollar hat. Aber die Übergangsregierung zahlte - an einen oder mehrere Vermittler, ein Detail, das noch nicht geklärt ist - mehr als 4,7 Millionen Dollar für 170 Maschinen; das bedeutet, dass jede einzelne 28.000 Dollar kostete. Die bolivianische Exekutive beschloss, diesen Kauf direkt in Spanien zu tätigen, anscheinend über ihren Konsul in Barcelona, David Pareja, obwohl ein lokaler Importeur angeboten hatte, die gleiche Ausrüstung für 12.500 Dollar pro Einheit ins Land zu bringen.
La compra de respiradores con sobreprecio desata un escándalo en Bolivia
El País, 20.5.2020

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Soziale Proteste gegen Quarantäne
Bolivien überstieg am Montag die Zahl von 4.000 bestätigten Fälle von Covid-19, während im Land einige soziale Proteste aufkommen. An verschiedenen Orten protestiert die Bevölkerung gegen die Blockade aufgrund der Quarantäne. Die Blockade in Cochabamba erlaubt z.B. keine Müllabfuhr und keinen Transport zur städtischen Deponie. Die Stadtverwaltung ist besorgt, weil Müll im Allgemeinen und auch Krankenhausabfälle einen Infektionsherd für die Bevölkerung inmitten der Coronavirus-Pandemie darstellen.
Conflictos sociales en Bolivia en medio de la cuarentena

CNN español, 18.5.2020

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Weltbank gibt Geld zur Bekämpfung von Corona
Die Weltbank (WB) berichtete, dass sie der Übergangsregierung Boliviens ein Darlehen in Höhe von 170 Millionen US-Dollar gewährt hat, das dem Gesundheitssystem sofort zur Bekämpfung der neuen Coronavirus-Krankheit (COVID-19) zur Verfügung gestellt wurde. Nach Angaben der WB werden Ressourcen für den Kauf von medizinischem Material, Ausrüstung und Materialien für die Prävention, Erkennung und Behandlung von COVID-19 sowie für den Schutz der Angehörigen der Gesundheitsberufe verwendet. Neun Wochen nachdem die ersten Fälle des Coronavirus gemeldet wurden, gab es in Bolivien 2.437 Infektionen, 114 Todesfälle und 258 Menschen erholten sich.
Banco Mundial otorga crédito de US$170M a Bolivia para enfrentar la pandemia

America Economía, 11.5.2020

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Einschränkung der Meinungsfreiheit?
Die Übergangsregierung von Bolivien hat verfügt, die Desinformation über das Coronavirus mit bis zu 10 Jahren Gefängnis zu sanktionieren. Das Dekret bestraft strafrechtlich diejenigen, die "Informationen jeglicher Art verbreiten, sei es in schriftlicher, gedruckter oder künstlerischer Form und/oder durch jedes andere Verfahren, das die öffentliche Gesundheit gefährdet oder beeinträchtigt und Unsicherheit in der Bevölkerung erzeugt". Die Journalistenverbände von La Paz und ganz Bolivien, APLP und ANPB, forderten in einer gemeinsamen Erklärung die Aufhebung dieses Dekrets, das am Wochenende von der Übergangspräsidentin Jeanine Áñez erlassen wurde.
Bolivia aprueba sanciones penales por desinformar sobre el coronavirus

EL Comercio, ec, 11.5.2020

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Santa Cruz steht vor dem Collaps
In den letzten vier Tagen berichtete die Regierung in Santa Cruz von etwa hundert bestätigten Fällen pro Tag, eine Zahl, die es noch nie zuvor gegeben hat. Der ungebremste Vormarsch des Coronavirus hat das Gesundheitssystem des Departements Santa Cruz, das am stärksten von der Pandemie in Bolivien betroffen ist, an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Die tägliche Zahl der Infektionen und Krankenhausaufenthalte auf der Intensivstation hat einen Höchststand erreicht, warnten die Behörden heute – die Therapiebetten sind nahezu ausgelastet. Gefordert werden jetzt mind. 70 neue Intensivbetten.
En Bolivia, el sistema sanitario de Santa Cruz está al borde del colapso
Telam, ar. 6.5.2020

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Maßnahmenkatalog der Regierung
In einer Botschaft an die Nation kündigte die Präsidentin der bolivianischen Übergangsregierung, Jeanine Áñez, die Verlängerung der totalen Quarantäne im Land bis zum 10. Mai an. Sie erklärte zudem, dass die "dynamische Quarantäne" ab dem 11. Mai nach einer Bewertung des Verhaltens der Pandemie in den einzelnen Departements des Landes mit Flexibilität für die am wenigsten vom Coronavirus betroffenen Regionen und Städte angewendet wird. Die Departements oder Städte, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, werden weiterhin in völliger Quarantäne gehalten, während diejenigen mit mittlerem und mäßigem Risiko ihre wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie, im Handel, auf Märkten und im öffentlichen Verkehr nach Regeln, die von den Bürgermeistern und Gouverneuren in jeder Region festgelegt werden, wieder aufnehmen können. Die vollständige Schließung der Grenzen wird bis zum 31. Mai aufrechterhalten, mit Ausnahme von Staatsangehörigen, die in das Land zurückkehren wollen, ebenso die Aussetzung von Inlands- und internationalen Flügen, die zeitweilige Einstellung der Bildungsarbeit sowie alle Arten von massiven öffentlichen Veranstaltungen wie sportlichen, religiösen und kulturellen Veranstaltungen. Ebenso müssen Maßnahmen wie der Abstand von anderthalb Metern zwischen Personen, die Verwendung von Masken an öffentlichen Orten, Desinfektion und Händewaschen sowie alle Biosicherheitsprotokolle weiterhin verbindlich eingehalten werden.
Gobierno de Bolivia extiende la cuarentena total hasta el 10 de mayo y luego la flexibilizará

CNN español, 29.4.2020
¿En qué consiste la nueva realidad que vivirá Bolivia a partir del 11 de mayo con la aplicación de tres tipos de cuarentena?
EL Deber, 29.4.2020

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Gelder für Bolivien
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Bolivien einen Kredit in Höhe von 320 Millionen US-Dollar gewährt, um dringende Ausgaben im Zusammenhang mit dem neuen Notfall einer Coronavirus-Pandemie (COVID-19) zu decken, berichtete Wirtschaftsminister José Luis Parada. Zusätzlich zur Unterstützung durch den IWF hat die Anden-Entwicklungsgesellschaft (CAF) vor kurzem ein Darlehen in Höhe von 50 Millionen US-Dollar gewährt, um den Gesundheitsnotstand zu beheben. Diese regionale Entwicklungsbank spendete auch 400.000 US-Dollar zur Unterstützung des nationalen Notfallplans für die Vorbereitung und Reaktion auf das Virus.
FMI otorga crédito de US$320 millones a Bolivia ante pandemia del COVID-19

El Comercio, 19.4.2020

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Bolivien erhält Spenden
Der Vizeminister für öffentliche Investitionen und Außenfinanzierung, Gonzalo Quiroga, berichtete, dass Bolivien bisher Spenden in Höhe von 1,4 Millionen US-Dollar für Coronavirus-Tests, den Kauf von medizinischer Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien sowie die Anschaffung von Biosicherheitsutensilien erhalten hat.
BOLIVIA RECIBIÓ $US 1.4 MILLONES EN DONACIONES HASTA LA FECHA

El mundo, 17.4.2020

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Unterstützung im Kampf gegen Corona aus den USA
„Als Antwort der Bevölkerung der Vereinigten Staaten auf die Konfrontation mit Covid-19 kündigen das US-Außenministerium und die US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) eine Zusammenarbeit in Höhe von 5,1 Millionen Bs (750.000 US-Dollar) an, um die Diagnosekapazität von Covid-19 zu erhöhen und die Kontrolle der Epidemie in Bolivien zu verbessern", heißt es in der Erklärung der US-Botschaft in Bolivien. Zu diesem Zweck wird die US-Regierung auch mehr als 43 Millionen Dollar für Länder und Nichtregierungsorganisationen in der gesamten westlichen Hemisphäre bereitstellen, um den Kampf gegen Covid-19 zu unterstützen, darunter Haiti, Ecuador, Guatemala, Venezuela und San Salvador.
Usaid anuncia cooperación de Bs 5,1 millones a Bolivia para reforzar la lucha contra el Covid-19

El Deber, 16.4.2020

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Bolivien verlängert Quarantäne
In Anbetracht der immer noch ansteigenden Coronanvirus – Fälle will die Regierung die Quarantäne verlängern. Das Problem ist dabei die Armut vieler Bolivianer – deren Ressourcen für eine längere Zeit nicht ausreichen und wodurch Unruhen entstehen könnten. Die Regierung will deshalb Bonuszahlungen gewährleisten und spricht von einer ersten Verlängerung von einer Woche bis 10 Tagen, um dann die Lage neu zu bewerten.
Gobierno evalúa formas y tiempos para ampliar la cuarentena por coronavirus en Bolivia
El Deber, 13.4.2020

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Evo Morales verteilt Schuld
Der ehemalige Präsident von Bolivien, Evo Morales, sagte in einem Interview, dass das chinesische Regime den dritten Weltkrieg gegen seine Hauptgegner gewonnen habe und dass sein Sieg ohne einen einzigen Schuss erreicht worden sei. Morales - der nach wie vor ein politischer Flüchtling in Argentinien ist, nachdem er sein Land wegen Vorwurf des Wahlbetrugs, der zu seinem späteren Rücktritt führte, verlassen hatte, deutete an, dass ein Großteil der Verantwortung für die COVID-19-Pandemie bei den Vereinigten Staaten und nicht identifizierten "transnationalen" Unternehmen liege, die seiner Meinung nach hinter einer Operation zur Unterdrückung der "unnötigen" - der älteren - Weltbevölkerung stehen.
Evo Morales, sobre el coronavirus: “China ganó la Tercera Guerra Mundial sin disparar ni un arma”
infobae, 13.4.2020

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Meinungsfreiheit unerwünscht?
Die Maßnahmen, die das bolivianische Übergangskabinett als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie ergriffen hat, sind wegen des Spielraums kritisiert worden, den sie den Behörden bei der Einschränkung der Meinungsfreiheit lassen. Human Rights Watch (HRW) stellte die von der Exekutive von Jeanine Áñez gebilligte Regel in Frage, nach der diejenigen bestraft werden sollen, die sich der Quarantäne des Landes widersetzen oder die Bevölkerung falsch informieren. Laut José Miguel Vivanco, Direktor für Amerika bei der Menschenrechtsorganisation, "nutzt die Übergangsregierung Boliviens die Pandemie aus, um sich die Befugnis anzumaßen, diejenigen strafrechtlich zu bestrafen, die Informationen veröffentlichen, die von den Behörden als falsch angesehen werden, und dies verletzt das Recht auf freie Meinungsäußerung.

El Gobierno de Bolivia recibe críticas por amenazar la libertad de expresión durante la cuarentena
El País, 8.4.2020

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Nur die Quarantäne kann helfen
Es gibt Familien, die früher von kleinen Geschäften lebten, wie dem Verkauf von Lebensmitteln auf der Straße oder dem Bügeln von Kleidung an andere wohlhabendere Familien, die diese Einkommensquellen nun verloren haben. Bolivien verlängert die Quarantäne und droht denjenigen, die sie brechen, mit bis zu 10 Jahren Gefängnis. In den nächsten Tagen will die Regierung von Jeanine Áñez den über 60-Jährigen, den Schwangeren, den Behinderten und den Kindern in der Grundschule eine Hilfe von 60 und 70 Dollar zukommen lassen. Bolivien wurde von Oxford Economics als das von der Epidemie am meisten gefährdete Land der Welt betrachtet. Das größte Problem ist die mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit des medizinischen und gesundheitlichen Personals, sich um die Infizierten zu kümmern.
La cuarentena desata protestas en barrios populares de Bolivia

El País, 3.4.2020

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Spenden aus China
Bolivien, eines der ärmsten Länder Lateinamerikas, erhielt von der chinesischen Firma Alibaba eine Spende von medizinischen Hilfsgütern, die aus 100.000 Masken, 20.000 Virentest-Sets und fünf Atemschutzgeräten besteht und bat den bekannten Geschäftsmann Elon Musk (Tesla) um Hilfe bei der Beschaffung von Beatmungsgeräten zur Behandlung von Patienten mit Coronavirus, berichtete das Außenministerium am Donnerstag.
Bolivia recibe donación de Alibaba y pide ayuda a Musk por coronavirus

infobae, 2.4.2020

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Gesundheitsnotstand und Zuwendungen für die Bevölkerung
Die bolivianische Regierung hat am Mittwoch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie verschärft, einen "gesundheitlichen Notstand" verordnet, Fahrverbot erteilt und den Personenverkehr bis zum 15. April eingeschränkt. Da die Quarantäne oft nicht eingehalten wird, kündete die Interimspräsidentin an, dass die Regierung die niedrigen Strom- und die halbe Wasserrechnung für einen Zeitraum von drei Monaten bezahlen wird. Sie versprach auch, dass Lebensmittel kostenlos an die Bevölkerung auf dem Land und in den Städten verteilt werden. Die Übergangsbehörden hatten bereits angeboten, Für jedes Grundschulkind eine Familienprämie von 70 Dollar zu zahlen.

Bolivia extiende la cuarentena y amenaza a quien la incumpla con hasta 10 años de cárcel
El País, 26.03.2020

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Bolivien in totaler Quarantäne
Interims-Präsidentin Jeanine Áñez verhängte eine totale Quarantäne für 14 Tage auf bolivianischem Gebiet. Die Entscheidung wird von Sonntag, 22. März, um Mitternacht bis Samstag, 4. April, in Kraft treten. Fabriken, die Produktionszentren und Transport von Produkten des täglichen Bedarfs werden weiterhin normal funktionieren, so wie das gesamte Bankensystem. Apotheken, Krankenhäuser und Gesundheitszentren werden normal und in Alarmbereitschaft geöffnet sein. Einzelpersonen und Familien können das Haus verlassen, wenn sie medizinische Versorgung benötigen, aber der öffentliche und private Verkehr wird ausgesetzt. Für den Arbeitsweg von Arbeitnehmern, deren Unternehmen weitergeführt werden müssen sowie für diejenigen, die medizinische Versorgung und wesentliche Dienstleistungen wie Wasser, Licht und Gas bereitstellen, werden Genehmigungen erstellt.
Gobierno dicta cuarentena total para cuidar salud de los y las bolivianas en la lucha contra el coronavirus

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Boliviens finden Sie hier.

  • Datum:20.11.2020

Brasilien

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Brasilien hat fast 6 Millionen Fälle seit Beginn der Pandemie und 170.000 Tote. Viele Menschen nehmen das normale Leben wieder auf. Die Strassen in den Städten sind belebt. Trotzdem sprechen viele von einer zweiten Welle.
O mapa do coronavírus: como aumentam os casos dia a dia no Brasil e no mundo
El Pais, 20.11.20
Painel Coronavirus
Ministerio da Saúde, 19.11.20

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Ein Teil der Bevölkerung geht ganz normal ihrem Alltag nach, ein anderer Teil arbeitet weiterhin im Homeoffice, beschränkt Kontakte. Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wie Zahlen aus privaten Krankenhäusern in Sao Paulo zeigen, aber in Schulen findet z.B. teilweise schon Präsenzunterricht statt, kleinere Unternehmen funktionieren und Menschen sind am Strand oder in Parks unterwegs. Trotzdem erwarten viele eine zweite Welle, obwohl es Sommer wird.
Hospitais particulares de São Paulo têm aumento de internações por covid-19 e dão alerta para segunda onda
El Pais, 11.11.20

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Die ersten Fälle des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) wurden in Brasilien Ende Februar 2020 registriert.
Den ersten Todesfall meldeten die brasilianischen Behörden am 17. März. Bis zum 5. November beläuft sich die kumulative Zahl der gemeldeten Infektionen in Brasilien auf über 5,59 Millionen.
Média diária de mortes por covid-19 no Brasil sobe e fica em 392
Exame, 06.11.2020

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Sterbensrate bei 2,9% in Brasilien und in Deutschland bei 2,2%
Die Anzahl der Corona-Infektionen in Brasilien stieg nun nach 83 Tagen der Stabilisierung oder gar Abnahme nun um +18% im Vergleich der letzten 14 Tagen an. Brasilien hat über 5 Millionen Infizierten seit Beginn der Pandemie und eine Sterbensrate von 2,9%. Regional entwickelt sich die Pandemie in Brasilien sehr unterschiedlich.
Painel Coronavirus
Ministério da Saúde, 30.10.20
Brasil chega a 159 mil mortos por Covid; média móvel de óbitos volta a subir e fica em 439
G1, 29.10.20
Letalitätsrate beim Coronavirus (COVID-19) in den am stärksten betroffenen Ländern
Statista, 27.10.20

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Brasilianer dürfen wieder mehr reisen
Fast 70 Länder erlauben noch oder wieder die Einreise von Brasilianern aus Brasilien kommend, so der Stand heute. Deutschland ist nicht dabei.
COVID-19 Travel Regulations Map
IATA, 30.10.20

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Eine Diskussion zwischen Bolsonaro und seinem Gesundheitsminister ist entbrannt.
Der Minister hatte angekündigt den Impfstoff aus China (Sinovac), der in Brasilien mit der Stiftung Butantan in Sao Paulo getestet wird, falls erfolgreich, kaufen würde. Das verneinte der Präsident – der sowohl China als Lieferant und Doria als Gouverneur in Sao Paulo nicht wohlgesonnen ist -  und fühlte sich bevormundet. Außerdem: Der erprobte Impfstoff der Oxford-Universität und AstraZeneca gilt als einer der vielversprechendsten Kandidaten weltweit. Nun ist ein Proband der klinischen Studie in Brasilien gestorben. Unklar ist, ob er ein Placebo oder den Wirkstoff erhalten hat. Die Todesursache ist derzeit unklar.
Toter bei Corona-Impfstoff-Studie in Brasilien
Tagesschau, 22.10.20
Brasileiro que participava de testes da vacina de Oxford morre
Exame, 21.10.20
Bolsonaro desautoriza Pazuello sobre vacina e entra em atrito com seu terceiro ministro da Saúde seguido
El Pais, 21.10.20

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Aktuelle Zahlen
Brasilien hat derzeit 5.300.896 Fälle, davon sind 4.756.489 genesen und 155.460 gestorben. Die Zahlen steigen weiterhin.
Mapas e gráficos mostram avanço do novo coronavírus no mundo e no Brasil
Estadao, 19.10.20

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Kein einheitliches Vorgehen
Brasilien hat weltweit die drittgrößte Sterbensrate pro eine Million Einwohner an Covid-19.
Brasil não detém covid-19 e chega a 150.000 mortes, um terço delas registrado em dois meses
El Pais, 10.10.20
AO VIVO | Últimas notícias sobre o coronavírus e a crise política no Brasil
El Pais, 13.10.20
Onda de casos de covid-19 em Manaus coloca em xeque a sonhada imunidade de rebanho
El País, 12.10.20

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Brasilien kämpft weiter mit den Corona-Zahlen
Mit 145 Infizierten seit Beginn der Pandemie im März, bekommt Brasilien die Ansteckungsrate nicht unter Kontrolle. Viele Arbeitnehmer sind seit 6 Monaten zu Hause im Homeoffice. Andere Tagelöhner sind wieder wie gewohnt unterwegs. Die Zahl der Arbeitssuchenden stieg auf 13,8% und die Wirtschaft braucht Impulse.
Brasil tem 881 mortes por covid-19 em 24h; total se aproxima de 145 mil
Exame, 01.10.20

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Fast 37.000 Neuinfektionen in einem Tag in Brasilien
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 36.820 Neuinfektionen. Damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,4 Millionen. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 987 auf 134.106 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bisher bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. Nach mehreren Monaten übergangsweise im Amt wurde General Eduardo Pazuello zum brasilianischen Gesundheitsminister ernannt.
Is Brazil on the verge of a rapid recovery?
ladw, 10.09.20

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Corona Reisewarnung Brasilien

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Brasilien weiterhin gewarnt. Der zivile Inlandsflugverkehr besteht in eingeschränkter Form fort. So fliegen die brasilianischen Fluglinien weiterhin regelmäßig die Hauptstädte aller 26 Bundesstaaten sowie 19 weiterer wichtiger Städte an. Zwischen Brasilien und Europa bestehen weiterhin kommerzielle Flugverbindungen.
AA Aktuelles 11.9.2020
Brazil Covid Map and Case Count
NYT, 11.9.2020
Painel Coronavírus
Ministério da Saúde, 10.9.2020

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Status Corona

Brasilien registrierte diese Woche 124.651 Todesfälle und 4.040.163 Infizierte seit Beginn der Pandemie. Das Bundesland mit den höchsten Todesfällen ist São Paulo (30.905), gefolgt von Rio de Janeiro (16.394) und Ceará (8.493).
Brasil registra mais 871 mortes, e casos de covid-19 já passam de 4 milhões.
BBC, 02.09.20

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Todesfälle und schrittweise Schulöffnung

Brasilien verzeichnete diese Woche 118.649 Corona-Todesfälle seit Beginn der Pandemie und 3.761.391 Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zentralregierung spricht von 2.947.250 Menschen, die wieder gesund sind, d.h., 78,4% der Gesamtinfektionen. Die Schulen öffnen schrittweise und auch unterschiedlich schnell in den verschiedenen Bundesländern und Städten.

Notícias sobre o coronavírus e a crise política no Brasil

El Pais, 28.08.20

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COVID-19 Todesfälle in Brasilien steigen nicht weiter an
COVID-19 Todesfälle in Brasilien steigen nicht weiter an, gehen jedoch auch nicht zurück. In den letzten 24 Stunden starben 1.234 Menschen an der Krankheit. Die meisten Menschen, die es sich leisten können, bleiben zu Hause und lernen und arbeiten nun schon seit 6 Monaten nur noch virtuell und online. Ein „Zurück zur Normalität“ ist nicht in Sicht, die meisten Unternehmen holen die Mitarbeiter eventuell bis Dezember nicht wieder in die Büros.
Notícias sobre Coronavírus
21.8.2020
O desafio econômico de sobreviver à pandemia na América Latina
El Pais, 18.8.2020

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Brasil verzeichnete diese Woche 104.263 Tote und 3,2 Millionen Infizierte.
Nach den Vereinigten Staaten ist Brasilien sowohl gemessen an den Infektions- als auch den Totenzahlen das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Experten gehen aber davon aus, dass die Zahlen tatsächlich viel höher liegen, da in dem südamerikanischen Land relativ wenig getestet wird
Bisher hat die Regierung kein nationales Notfallkomitee einberufen, um die Maßnahmen gegen Covid-19 landesweit zu koordinieren. Als Ergebnis gibt es in manchen Regionen widersprüchliche Anweisungen von Bürgermeistern, Gouverneuren und der Justiz. Unter der Bevölkerung herrscht Verwirrung, welche Regeln zu Hygiene- und Distanzvorschriften gelten. Außerdem wurde durch die fehlende Koordination leider das flächendeckende öffentliche Gesundheitssystem SUS politisch und als Referenz geschwächt, wie der ehemalige Gesundheitsminister im Interview erzählt.

Mehr als 100.000 Corona-Tote in Brasilien
DW, 09.8.2020
Luiz Henrique Mandetta: “O SUS por parte federal apagou as luzes e se calou”
El País, 13.8.2020

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Aktuelle Zahlen und Weltvergleich
Am 6. August 2020 listete das Gesundheitsministerium Brasilien fast 3 Millionen Corona-Infizierte und 98.493 Verstorbene an COVID19 im Land. Außerdem haben 2 Millionen Menschen die Krankheit überlebt. São Paulo, Ceará und Rio de Janeiro verzeichnen die meisten Fälle.
Evolução dos casos de coronavírus no Brasil
El Pais, 07.08.20

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Strandbesuche in Rio während der Pandemie
Bei Sonnenschein strömen sie vor allem an den Wochenenden wieder in Massen an den Strand in Rio de Janeiro – und werden dabei zu Gesetzesbrechern. Sport auf dem Sand ist erlaubt, Surfen und Schwimmen auch. Sonnenbaden aber, des «carioca» liebstes Hobby, ist weiterhin verboten.
Was wäre Rio ohne seine Strände? Das Verbot des Sonnenbadens löst eine kleine Rebellion aus
NZZ, 07.08.20

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Wirtschaftliche Maßnahmen in Brasilien
Das “Emergency Program for the Maintenance of Employment and Income” und alle weiteren Maßnahmen, für Soforthilfen und Unterstützung für Unternehmen sind in diesem Dokument der brasilianischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft gelistet. Brasilien hat ca. 90.000 Tote und ca. 2,5 COVID-19 Infizierte.

Brazilian Federal Government Economic Measures

Apex-Brasil, 13.7.2020

Sem dados de SP, Brasil tem 897 mortes por covid-19 em 24h
Exame, 29.7.2020

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Zivile Initiativen gegen den Hunger in Zeiten von Corona

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist ein weiteres Mal positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach offiziellen Angaben entwickelt sich der Gesundheitszustand des Präsidenten gut. Seitdem führt er die Amtsgeschäfte aus der Quarantäne in der Präsidentenresidenz in Brasília. Nach den Vereinigten Staaten ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem größten Land Lateinamerikas mehr als zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 80.000 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Eine Studie der Weltbank besagt, dass 5,4 Millionen Brasilianer als direkte Folge der Pandemie in die extreme Armut abrutschen werden und diese wissen jetzt schon: «Hunger ist kein Fake».

Brasiliens Präsident verharmlost das Coronavirus. Doch Millionen Brasilianer, die ihre Arbeit verloren haben und kaum noch genug zu essen haben, wissen: «Hunger ist kein Fake»

NZZ, 21.7.2020

Das schwimmende Krankenhaus

Spiegel, 22.7.2020

Bolsonaro testa positivo para covid-19 novamente

DW, 22.7.2020

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Die Zahl der Infizierten in Brasilien ist nach offiziellen Daten vom Donnerstag (16. 7.) auf mehr als zwei Millionen gestiegen.
 Über 76 600 Menschen sind bereits gestorben. Dennoch sind viele lokale und regionale Corona-Einschränkungen wieder gelockert worden. So erlaubte etwa Rio de Janeiros Bürgermeister Marcelo Crivella am Donnerstag die Wiederöffnung touristischer Attraktionen und die Wiederaufnahme von Mannschaftssportarten am Strand von Freitag an.
Brasil passa os 2 milhões de casos de covid-19 e infecções ainda crescem
Exame, 16.7.2020

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Brasilien seit 60 Tagen ohne Bundesgesundheitsminister
Es ist tatsächlich so, dass Brasilien seit 2 Monaten und inmitten der Pandemie keinen Bundesgesundheitsminister hat. Interim-Management hat General Pazuello übernommen und schon weitere 25 Militärs ohne technische Erfahrung im Gesundheitssystem ernannt, was die Arbeit hierarchischer, zentralistischer und ideologischer gemacht hat, bemängeln Beamte im Ministerium. Präsident Bolsonaro scheint keine Eile zu haben, einen neuen Minister zu ernennen. Andere wichtige Gesundheitsbereiche wie Kampagnen gegen Dengue, Aktionen für Frauengesundheit und Kontrolle von Diabetes geraten in Verzug. 
“Máscara ideológica” e outras contradições de um Ministério da Saúde militarizado
El Pais, 13.7.2020

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Zahlen zu Covid-19 in Brasilien

Brasilien hat nach den USA die meisten Covid-19-Fälle. Fast 1,7 Millionen Menschen haben sich infiziert, 67.000 sind gestorben. In Umfragen ist die Zustimmung zu Bolsonaro auf rund ein Viertel gesunken. Und die vielen Brasilianer, die seine Politik ablehnen, trauen seinen Worten inzwischen gar nicht mehr. Viele glauben sogar, dass die Nachricht Bolsonaro sei an Covid-19 erkrankt eine Lüge sei, um von seinen innenpolitischen Skandalen und Problemen abzulenken. Wegen der Erkrankung Bolsonaros müssen viele Menschen in Quarantäne. Er hatte in den Tagen vor der Diagnose offenbar Kontakt zu Hunderten Menschen - darunter Politiker, Botschafter und die Chefs großer brasilianischer Unternehmen.
Painel Coronavírus
Ministério da Saúde, 08.07.20
Brasil tem 45 mil casos e 1.254 mortes por covid-19 em 24 horas

DW, 07.07.20

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Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der Staatschef nach einem positiven Test in einem Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Brasilia mit. In den sozialen Medien wünschen manche dem rechtsradikalen Präsidenten von Brasilien viel Kraft, andere den Virus, andere wiederum denken, dass er gar nicht infiziert ist, sondern alles nur als eigenen Werbegag inszeniert. Bolsonaro präsentierte auch gleich eine Behandlung und postete noch am Abend ein Video, in dem er eine Chloroquin-Pille schluckte. Während der Ex-Militär – wie Donald Trump in den USA – das Malaria-Medikament als Wundermittel gegen Corona anpreist, zweifeln wissenschaftliche Studien seine Wirksamkeit an und warnen vor gesundheitlichen Risiken.
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit dem Coronavirus infiziert

NZZ,08.07.20
President Bolsonaro of Brazil Tests Positive for Coronavirus

NYT, 07.07.20
Mitleid für Jair Bolsonaro? Nein danke!
DW, 08.07.20
Bolsonaro abusou da regra três
Jornal do Brasil, 07.07.20

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Unternehmenskredite für KMUs
Die brasilianische Regierung möchte die Sicherung der Liquidität von kleinen und mittelständigen Unternehmen erleichtern, indem sie die Banken verpflichtet günstige und zugängliche Kredite für KMUs zur Verfügung zu stellen. Bisher haben hauptsächlich Großunternehmen und Freiberufler die Hilfskredite und Corona-Soforthilfen der Regierung abgerufen.
BNDES Crédito Pequenas Empresas
BNDES, 2020
Editada MP que facilita crédito para pequenas e médias empresas
Agência Senado, 02.06,20
Mehr Spielraum bei der Kreditvergabe für Brasiliens Unternehmen

Gtai, 06.07.20

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Coronavirus in Brasilien: die neuesten Nachrichten
In Rio waren sehr viele Menschen wieder am Strand, andere verlassen aus Angst vor Ansteckung nicht die eigenen Wohnung. Die Lieferdienste erleben ein nie dagewesenes Wachstum, das Lieferpersonal von Bestellapps streikt zum ersten Mal in der Geschichte. Brasilianer dürfen in mehrere Länder nun wegen der steigenden Zahlen von Infizierten in Brasilien, nicht mehr einreisen und Präsident Bolsonaro sucht einen neuen Namen für den vierten Bildungsminister in seiner Regierung.
AO VIVO | Últimas notícias sobre o coronavírus e a crise no Governo Bolsonaro

El Pais, 02.07.20
Entregadores de aplicativos fazem primeira grande paralisação da categoria no Brasil
El Pais, 02.07.20

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Brasilien hat am Wochenende die Marke von einer Million Corona-Infizierten durchbrochen. Rund 50.000 Personen sind zudem laut Angaben des Gesundheitsministeriums bereits an dem Virus gestorben. Nur in den USA wurden bisher mehr Infektionen und Tote als in dem südamerikanischen Land. Das Bundesland Rio de Janeiro ist stark betroffen und verschiebt die Wiedereröffnung der Schulen auf unbestimmte Zeit.
Mehr als eine Million Corona-Infizierte in Brasilien

NZZ, 23.06.20
Brasilien überschreitet die Marke von einer Million COVID-19-Fälle
DW, 20.06.20
Prefeitura do Rio recua e não tem mais prazo para retomar aulas

Exame, 25.06.20
Os 3 estados do Brasil onde o maior foco da covid-19 não está na capital
Exame, 25.06.20

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Brasiliens Bundesstaaten und Städte schwanken zwischen Lockdown und Exit. Die Quarantänevorschriften der lokalen Regierungen beziehen sich meist auf nicht-essenzielle Dienstleistungen.
Covid-19: Einschränkungen bei Einreise und Bewegung in Brasilien
gtai, 05.06.2020

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Die Verfügung eines Gerichts verpflichtet Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro, in öffentlichen Räumen, Verkehrmitteln und Geschäften im Hauptstadtbezirk Brasília eine Schutzmaske zu tragen.
Gericht in Brasilien ordnet Maskenpflicht für Bolsonaro an

03.06.20

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Steigende Kurve
Die Fälle von Corona-Infizierten in Brasilien steigen weiter an. Es sind nun 900.000 Infizierte seit Beginn der Pandemie.
Brasil tem 729 mortes por covid-19 nas últimas 24h, diz consórcio
Exame, 15.06.20

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Brasilien veröffentlicht nach Kritik wieder vollständige Statistik zu COVID-19
Nach massiver Kritik hat die brasilianische Regierung wieder eine vollständige Statistik zu den Corona-Infektionen und den Todeszahlen im Land veröffentlicht. Die Regierung hatte die bisherige Vorgehensweise bei der Veröffentlichung der Corona-Zahlen geändert, um nach eigenen Aussagen eine neue Methodik anzuwenden. Kritiker warfen Bolsonaro daraufhin vor, er wolle das tatsächliche Ausmaß der Pandemie verschleiern. Das oberste Gericht urteilte diese Woche, die Regierung müsse zum alten Format zurückkehren.
Gräber am Strand

tagesschau, 12.06.20

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Lockerung
In der Stadt São Paulo dürfen Geschäfte und Einkaufszentren mit verkürzten Öffnungszeiten wieder öffnen. Die Stadt São Paulo registrierte  5.406 Tote und 89.149 Infizierte. Im Stadtzentrum drängten sich Menschen durch die schmalen Gassen.
São Paulo “reaberta”: fotos mostram rua 25 de março lotada

Exame, 11.06.20

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Einreisehürden für Brasilianer in die EU
Brasilianer werden nicht mehr nach Europa einreisen dürfen, solange Pandemie in Brasilien nicht unter Kontrolle ist, teilte die EU diese Woche ofiziell mit.
Europa vai barrar a entrada de brasileiros enquanto pandemia não estiver controlada
Folha, 11.06.20
Europa vai proibir entrada de brasileiros por descontrole da covid-19

Exame,11.06.20

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Brasilien hat aktuell 1262 COVID-19 Tote in 24 Stunden und mehr als 31 Tausend Todesfälle seit Beginn der Pandemie. Zahlen der Infizierten steigen weiterhin. Trotzdem setzten São Paulo und Rio de Janeiro erste Lockerungen um. Der Handel freut sich, viele Menschen aus den oberen sozialen Schichten verlassen ihre Wohnungen aus Angst vor Infizierung trotzdem nicht. Der Governeur von São Paulo, Joao Doria, erklärt im Interview wie er vorzugehen gedenkt.
Brasil tem recorde de 1.262 mortes por covid-19 em 24h; total passa 31 mil

Exame, 02.06.2020
João Doria: “Se houver um aumento de contágios, nós vamos recuar”
El Pais, 03.06.2020

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Die Zahl der Corona-Todesfälle ist auf mehr als 25.000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch (27.05.) mit, in den zurückliegenden 24 Stunden habe sich die Zahl um 1086 Menschen auf 25.598 erhöht. Damit überschritt die Zahl der Corona-Toten das fünfte Mal die Marke von 1000, seitdem sich die Corona-Krise in dem lateinamerikanischen Land vor einer Woche zugespitzt hatte. Und in Rio de Janeiro waren wegen des Vorwurfs, öffentliche Gelder bei überteuerten Anschaffungen unterschlagen zu haben, vor knapp zehn Tagen mehrere Politiker und Unternehmer in Rio festgenommen worden, mit denen Governeur Witzel zusammenarbeitet hat. Laut Medienberichten soll es sich unter anderem um den Kauf von Atemgeräten handeln.
Bolsonaros gefährliches Spiel mit Corona
Tagesschau, 28.05.20

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USA erlässt strengere Regeln für Reisende aus Brasilien
Nicht-US-Bürger, die in die USA einreisen wollen, dürfen zuvor 14 Tage lang nicht in Brasilien gewesen sein, teilte das Weiße Haus mit.
USA stoppen Einreisen aus Brasilien wegen Coronavirus
DW, 25.05.20
Embaixador diz que não há previsão para liberar entrada de brasileiros nos EUA

Valor, 28.05.20

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Coronavirus verbreitet sich in Brasilien rasant
Die Todesfälle in Brasilien in den letzten 24 Stunden (1.000 Tote) machen 27% der weltweiten Todesfälle aus. Brasilien, das Land mit der sechstgrößten Bevölkerung der Welt steht nun an dritter Stelle mit den meisten Infizierten weltweit, hinter Russland und den USA. Allerdings ist die Dunkelziffer weiterhin groß, da durch fehlenden Krankenauszugang mehrere Menschen zu Hause sterben und keinem Test unterzogen werden. Der US-Präsident denkt über ein Einreiseverbot für Brasilianer nach.
Brasil ultrapassa 1.000 mortes diárias por covid-19 pela primeira vez

Exame, 19.05.20
Brasilien steht vor der Corona-Katastrophe
DW, 19.05.20

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Mega-Feiertag ab heute in São Paulo
São Paulo zieht mehrere zukünftige Feiertage mit sofortiger Wirkung vor und somit gilt ab heute ein stark verlängertes Wochenende. Banken entscheiden sich jedoch weiterhin normal zu funktionieren. São Paulos Regierung erwartet somit, dass mehr Menschen zu Hause bleiben, denn die Anzahl von Coronavirus-Infizierten steigt kontinuierlich an. Laut offiziellen Angaben respektiert in den beiden größten Städten des Landes durchschnittlich nur rund die Hälfte der Bevölkerung die Empfehlung, zu Hause zu bleiben. Die meisten Menschen und Unternehmen wurden durch den spontanen gesetzlichen Feiertag nun überrascht.
Bancos, B3 e rodízio: o que vai funcionar no megaferiado na capital de SP
Exame, 19.05.20

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Zahlen in Brasilien steigen – Höhepunkt ist nicht in Sicht
Im bevölkerungsreichsten brasilianischen Bundesstaat São Paulo gibt es mehr Corona-Tote als in China. Das geht aus den Daten des brasilianischen Gesundheitsministeriums vom 16. Mai hervor. Demnach sind bislang 4688 Menschen in São Paulo im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. In China gab es nach offiziellen Angaben insgesamt 4637 Corona-Tote bei mehr als einer Milliarde Einwohnern. Stärker betroffen als Brasilien sind demnach die USA, Russland und Großbritannien. Auch die Nachbarländer Brasiliens besorgt der nachlässige Umgang mit der Corona-Pandemie zunehmend. Paraguays Präsident Mario Abdo Benítez bezeichnete Brasilien vergangene Woche als „eine große Bedrohung“ für sein Land. Und der gerade frisch demissionierte Gesundheitsminister Teich warnte jüngst, es sei noch gar nicht abzusehen, wann in Brasilien der Höhepunkt der Infektionen erreicht wird. Eine Besserung ist jedenfalls nicht in Sicht.
Coronavirus in Brasilien: Ein Bundesstaat zählt mehr Corona-Tote als China
Frankfurter Rundschau, 17.05.20

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Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus
Das Coronavirus breitet sich in Russland, Brasilien, Mexiko und Indien immer weiter aus. Die Entwicklung verläuft anders als in Europa oder den USA. Einerseits sind die Lebensumstände anders als in den Industrienationen und anderseits verzerren die Testhäufigkeit, die lokale Infrastruktur und die Politik die Datenlage. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Situation sich noch deutlich verschärfen wird.
Diese Schwellenländer sind die neuen Sorgenkinder
NZZ, 17.05.20

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Gesundheitsminister dankt nach 30 Tagen im Amt ab
Inmitten der sich verschärfenden Corona-Krise hat der brasilianische Gesundheitsminister Nelson Teich nach nur einem Monat im Amt seinen Posten wieder geräumt. "Das Leben besteht aus Entscheidungen, und ich habe heute beschlossen zu gehen.", sagte Teich in einer Erklärung in Brasília. Einen Grund dafür nannte er nicht. Teich sagte jedoch, dass er das Ministeramt nicht des Postens wegen angenommen habe, sondern weil er dachte, Brasilien und den Menschen helfen zu können. Es gab Unstimmigkeiten, vor allem über den Einsatz des Malariamittels Chloroquin in der Covid-19-Behandlung; der vom Präsidenten Bolsonaro trotz fehlender wissenschaftlicher Grundlage propagiert wird und die Definition von „notwendigen Dienstleistungen“ die wieder eröffnen dürfen, wie Frisöre, Nagelstudios und Sportstudios.
Wieder Ministerrücktritt in Braslilien im Streit um Corona

DW, 15.05.20
Sem explicar motivo, Teich diz que escolheu sair do Ministério da Saúde
Exame, 15.05.20

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Ein Kommentar in Corona-Zeiten
„In brasilianischen Bundesstaaten wie Amazonien oder Rio de Janeiro bricht das Gesundheitssystem zusammen - und der Präsident fährt unterdessen Jetski“ – ein gesellschaftlicher Kommentar aus Brasilien in der Süddeutschen Zeitung.
Wenn uns das Virus nicht tötet, erledigt es die Wut

SZ, 11.05.20

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COVID-19: Auswirkungen auf Politik und Wirtschaft
In Brasilien zeigte eine Umfrage, dass 51% der Bevölkerung die Maßnahmen der Zentralregierung in der Coronakrise befürwortet und 69% die Maßnahmen der Ministerpräsidenten der Bundesländer für gut erachtet (Isolierungsmaßnahmen). Aber 68% der Befragten erwarten eine Verschlechterung der Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, der Gesundheitsversorgung, der öffentlichen Sicherheit und der Korruption. Brasilien und Nordamerika führen die Zahlen der Corona-Infizierten auf dem amerikanischen Kontinent an und überholen Europa. Der Dienstleistungssektor nahm im März in Brasilien im Vergleich zum Vorjahr fast 7% ab. Einige Betriebe der Gastronomie konnten auf Delivery umstellen, aber Hotels und die Tourismusbranche leiden am stärksten an der jetzigen Krise. Unterdessen streiten sich Bolsonaro und die Governeure der Bundesländer über die Definition von "essenziellen Dienstleister und Geschäfte". Ob Frisör, Lottoannahmestellen oder Drogerien, Supermärte und Tankstellen.
Covid-19: 51% aprovam atuação do governo federal e 69% apoiam isolamento
Exame, 12.05.20
Puxada por Brasil e EUA, América passa Europa em casos de covid-19
Exame, 12.05.20
Serviços recuam 6,9% em março, no pior resultado da série histórica
Exame, 12.05.20

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„Na und?“, sagte der Präsident
The Lancet ist eine der ältesten und renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften der Welt. Gestern war der Titel des Editorials „COVID-19 in Brazil: “So what?” Thema in den brasilianischen Berichterstattungen. Brasiliens Präsident antwortete diese Woche auf die Frage eines Journalisten zu der steigenden Anzahl von Corona-Toten im Land „Na, und?“ Die Krankheit erreichte Brasilien später als andere Regionen, erst Ende Februar. Nun hat Brasilien die größte Anzahl an Infizierten und Toten in Lateinamerika (105 222 Infizierte und 7288 am 4. Mai), aber die Dunkelziffer ist viele höher und die Zahlen könnten sich in 5 Tagen verdoppeln. Die Schlussfolgerung der Zeitschrift: “The challenge is ultimately political, requiring continuous engagement by Brazilian society as a whole to secure the right to health for all Brazilian people.” Brazil as a country must come together to give a clear answer to the “So what?” by its President.
COVID-19 in Brazil: “So what?”
The Lancet, 09.05.2020

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Lage wird in Brasilien kritischer
Mit 600 COVID-Toten an einem Tag steigt in Brasilien auch die Anzahl von Corona-Infizierten. In mindestens drei Bundesländern - Espírito Santo, Pará und Ceará, sind 70% der Betten auf den Intensivstationen schon belegt. In Pernambuco, Rio de Janeiro und Amazonas, kollabiert das Gesundheitssystem schon mit Warteschlangen und 90% Belegungsrate. Deutlich wird eine Ungleichheit im Gesundheitssystem Brasiliens zwischen den öffentlichen (SUS) und den privaten Krankenhäusern und Ärzte: Brasilien hat 45.848 Intensivbetten, davon ist etwas mehr als die Hälfte privat, aber nur 25% der Bevölkerung ist privat versichert.
Com SUS à beira do colapso, proposta de fila única nas UTIs ganha força
Exame, 05.05.2020
Coronavírus: Brasil registra recorde de 600 mortes confirmadas em um dia

Exame, 05.05.20

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Ein Tag nachdem Brasilien die Anzahl an Todesfälle in China überholte, hatte das Land 5.466 Tote na Covid-19, gemäß Daten des Gesundheitsministeriums. In 24 Stunden stieg die Anzahl der Todesfälle um 9% im Vergleich zum Tag davor. Mehrere Krankenhäuser im Land kommen an ihre Kapazitätsgrenzen.  Brasilien hat fast 80.000 bestätigte Corona-Infizierte und in einem Tag gab es über 6.000 neue Fälle. Aktuell hat Brasilien die höchste Ansteckungsrate weltweit.
Em 24 horas, Brasil tem 449 mortes e recorde de 6.276 novos casos
Exame, 29.04.20
Estudo mostra que Brasil tem maior taxa de contágio de covid-19 no mundo

Exame, 29.04.20

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In Brasilien ist die Zahl der täglichen Todesfälle durch das Coronavirus auf über 400 gestiegen. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums sind zwischen Mittwoch und Donnerstag letzte Woche 407 Menschen an Covid-19 gestorben. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Corona-Pandemie in dem größten Land Südamerikas. Der Hotspot der Corona-Krise in Brasilien ist nun Manaus. Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas verzeichnete in den vergangenen Tagen einen rapiden Anstieg der Todesfälle von 20 bis 30 pro Tag auf fast 100. Längst ist Brasilien das Land mit den meisten Corona-Infizierten in ganz Südamerika. Nachdem Brasiliens Gesundheitsminister seinen Hut nehmen musste, geht nun auch Justizminister Sergio Moro - allerdings freiwillig. Grund für den Bruch mit der Regierung Bolsonaro ist offenbar ein Streit um die Bundespolizei. Moro sah darin eine politische Einmischung.
Últimas notícias sobre o coronavírus e a crise no Governo Bolsonaro com a saída de Moro
El País, 26.04.20

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Gouverneur von São Paulo stellt Wiedereröffnungsplan vor
In São Paulo soll schrittweise ab dem 11. Mai voraussichtlich das Leben wieder zurück zur Normalität kehren. Es soll nach Region gehen und Maskenpflicht gelten. Weitere 10 Bundesländer haben auch schon Pläne für die Flexibilisierung des öffentlichen Lebens. Die Schulen sind aktuell auch noch geschlossen.
Doria anuncia plano de reabertura de SP, mas não crava fim da quarentena

Exame, 22.04.2020
Dez estados já tomaram medidas para flexibilizar isolamento por covid-19

Exame, 22.04.2020

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Zahlen & Daten Corona Brasilien
Gemäß dem brasilianischen Bundesgesundheitsministerium, hat Brasilien 45.757 Covid-19 Infizierte und 2.906 Menschen sind daran verstorben. Es werden jedoch nicht alle Personen, die Symptome haben, getestet.
Com mais 165 mortes, Brasil se aproxima dos 3 mil óbitos pelo coronavírus

Exame, 22.04.2020

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Was ist schlimmer: Hunger oder Virus? Favelas haben eine andere Realität
Die Favelas sind die Armenviertel der brasilianischen Großstädte, illegal errichtet, aber weitgehend von der Regierung geduldet, weil die nicht weiß, wohin mit all den Menschen, die durch die massive Industrialisierung Brasiliens in den vergangenen 40 Jahren vom Land in die Städte gezogen sind. Von den 200 Millionen Einwohnern Brasiliens leben etwa 13 Millionen Menschen in solchen minderwertigen Behausungen, gibt die größte nationale Favela-NGO Cufa an. In São Paulo sollen es mindestens zwei Millionen Menschen sein. Viele Menschen arbeiten als Hilfskräfte und Tagelöhner oder gehen Putzen, andere arbeiten gar nicht. Der Lockdown zwingt sie jetzt dazu, zu Hause zu bleiben und sie können nichts verdienen, um sich Lebensmittel zu kaufen.
Der tödliche Eindringling

Ntv, 19.04.20
O coronavírus dos ricos e o coronavírus dos pobres
El País, 22.04.20

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Bolsonaro entlässt Gesundheitsminister
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat wegen Differenzen im Umgang mit der Corona-Krise seinen Gesundheitsminister Luiz Henrique Mandetta gefeuert. Zum Nachfolger Mandettas wurde der Onkologe Nelson Teich ernannt. Bei seiner ersten Pressekonferenz als neuer Gesundheitsminister des südamerikanischen Landes sagte Teich, er werde keine "abrupte Entscheidung" hinsichtlich einer Lockerung der Corona-Beschränkungen treffen. Bolsonaro stellte klar, dass er der Chef der Exekutive sei und es ihm zustehe Entscheidungen zu treffen, und nicht den Gouverneuren der Bundesländer oder seinen 22 Bundesministern im Alleingang. Bolsonaro erwartet die Schaffung neuer Jobs, denn ohne Arbeit würden die Schwächsten in der Gesellschaft durch Sorgen und Hunger krank. Wirtschaft hänge mit Gesundheit zusammen. Reaktionen der Bevölkerung sind gemischt, viele protestierten während der Ansprache gestern im TV an den Wohnungsfenstern. Und Investoren stufen Brasiliens Risiko wegen Vertrauensverlust im Umgang mit der Corona-Krise als hoch ein.
Presidente Jair Bolsonaro faz pronunciamento
TV BrasilGov, 16.04.20
olsonaro Fires Health Minister Who Clashed Over ‘Little Flu’

Bloomberg, 16.04.20
Nelson Teich terá que ser meio Guedes, meio Mandetta
exame, 16.04.20
Em artigos, novo ministro criticou isolamento vertical e elogiou Mandetta
exame, 16.04.2020
Bolsonaro entlässt Gesundheitsminister
Tagessschau, 17.04.20

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Sachliche Informationen
Das brasilianische Gesundheitsministerium informiert weiterhin sachlich zu der Corona-Krise, gemäß WHO Empfehlungen, wonach sich die meisten Bundesländer richten. Außerdem finden Sie auf der Website des Ministeriums auch eine Liste der Fake-News zu Corona, die in Brasilien die Runde machen.
Gesetzgebung, Beschreibung der Symptome, Schutzmaßnahmen
Aufteilung nach Bundesland und Zahlen Corona - Brasilien
Liste von Fake News auf der Seite des Bundesgesundheitsministerium Brasiliens

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Brasilien versucht medizinisches Schutzmaterial und Beatmungsgeräte zu kaufen – und scheitert
Wie so viele andere Länder, muss Brasilien auf dem Weltmarkt medizinische Gesichtsmasken und Beatmungsgeräte kaufen. Durch Nachfrage und Angebot werden gerade die Preise in die Höhe getrieben und der Hauptlieferant von bestimmten Produkten ist China. Nach chinesischer Lieferzusage an Brasilien, wurden mehrere Bestellungen jedoch abgesagt oder von den USA umdisponiert, was zu diplomatischen Unannehmlichkeiten führte. Die brasilianischen Beziehungen zu China lassen auch auf diplomatischer Ebene zu wünschen übrig, da letztens Bolsonaros Sohn und der brasilianische Bildungsminister sich in den sozialen Medien über China lustig gemacht hatten.
Brazil looks to China for coronavirus help as cases rise quickly
Reuters, 07.04.20
Brazil turns to local industry to build ventilators as China orders fall through
Reuters, 08.04.2020
Brazil-China diplomatic spat escalates over coronavirus supplies

Reuters, 06.04.20

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Brasilien hat 23.000 Corona-Fälle
Brasilien bestätigte gestern weitere 105 Todesfälle durch Covid-19, ein Wachstum von 9% in 24 Stunden. Die Todesrate ist 5,7% und die Infizierten Rate wächst 6% mit weiteren 1.261 Infizierte an einem Tag. Insgesamt sind 23.430 Menschen infiziert. Zirka 50% der Todesfälle konzentriert sich auf São Paulo.
Com mais 105 vítimas, Brasil chega a 1.328 mortes confirmadas por covid-19
Exame, 13.04.20

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Corona Soforthilfe und gezielte Maßnahmen in jedem Bundesland Brasiliens
In 48 Stunden haben 27 Millionen Menschen die finanzielle Soforthilfe in Brasilien beantragt. Präsident Bolsonaro sagte letzte Woche noch - im Gegensatz zu dem was die WHO und das brasilianische Gesundheitsministerium empfehlen -, “dass die Mehrheit der Brasilianer zur Arbeit zurückkehren möchten“. Das Bundesland São Paulo, der wirtschaftliche Zentrum Brasiliens, hat die Quarantäne, die jegliche nicht essenzielle Aktivität oder Versammlung verbietet, bis zum 22. April verlängert. S&P Global Ratings stufte Brasiliens Verschuldung als “stabil” ein, da das Fiskaldefizit von 6% auf 12% vom BIP steigen wird, aufgrund der Steueranstrengung, um die Wirtschaftsrisiken abzuschwächen.
Dois milhões e meio de brasileiros recebem a renda mínima do coronavírus no primeiro dia de pagamento
El País, 09.04.20
Coronavírus no Brasil: veja os serviços afetados nos estados e no Distrito Federal

G1, 17.03.2020

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Das brasilianische Parlament entschied über eine monatliche Soforthilfe von R$600,00 – ca. €120,00 – für Brasilianer, die im informellen Arbeitsmarkt sind, Selbständige und Kleinstunternehmen. Geschätzt können 30 Millionen Brasilianer, die Hilfe ab sofort in Anspruch nehmen, die erste Auszahlungen können ab dem 14. April erfolgen und dann immer zum Ende des Monats sich während der nächsten Monaten der Corona-Krise fortsetzen. Darüber hinaus gibt es ein „Kriegsbudget“ für die Wirtschaft. Wirtschaftsminister Guedes erklärte: “We can renegotiate everything, rents, salaries, but we must not default,” und langfristig ginge der Weg über Steuerpolitik.
Quem tem direito ao auxílio emergencial de 600 reais e como se cadastrar para receber a ajuda do Governo
El Pais, 07.04.2020
Brazil lawmakers pass 'war budget' as coronavirus cases top 10,000
Reuters, 04.04.2020
Corona-Politik: Bolsonaro verliert Machtkampf
tagesschau, 08.04.2020

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Momentaufnahme vom politischen Debakel
Der Soziologe Sérgio Costa der FU Berlin schreibt im Gastkommentar der NZZ über die politische Haltung Bolsonaros und deren Folgen in der jetzigen Corona-Krise. Polarisierung kann manchmal nach hinten losgehen, wie die Machtverschiebung in den politischen Allianzen in Brasilien gerade sichtbar macht. Das ging so weit, dass der Gesundheitsminister Mandetta um sein Posten fürchten musste, weil er die Corona-Maßnahmen gemäß WHO empfiehlt, was gegen Bolsonaros Meinung geht. Der Gesundheitsminister wurde in einer dringenden Sitzung mit dem Vize-Präsidenten, dem Justizminister Moro und den Militärs gestützt und bleibt Brasilien voraussichtlich erhalten. Bolsonaro erschien daraufhin nicht auf zwei Pressekonferenzen gestern.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro verdankt seinen Aufstieg den Mitteln der Antipolitik – in der Corona-Krise gerät seine Methode zum Debakel
NZZ, 05.04.20
Bolsonaro não comparece a dois eventos sobre coronavírus
Exame, 07.04.2020

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Steuererleichterungen in Lateinamerika und Brasilien
Mehrere Regierungen in Lateinamerika haben jetzt über steuerliche Erleichterungsmaßnahmen entschieden. Einen sehr guten Überblick hat Ernst&Young tabellarisch aufgelistet. Außerdem hat GTAI eine „Übersicht zu Maßnahmen und der Wirtschaftshilfe in Brasilien“ erstellt und Veirano hat ein täglich aktualisierten  „Kit Ressource Kit COVID-19“ zu rechtlichen Fragen erstellt

Tax Incentives LATAM Corona
EY, 03.04.20

COVID-19 Ressource Kit
April 2020, Veirano

Brasilien in Quarantäne - Wirtschaftshilfe ist auf dem Weg
GTAI, 02.04.20

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Brasilien hat 6.836 Fälle von Corona-Infizierten und  insgesamt und 240 Menschen starben daran. In São Paulo registrierte 70% der Todesfälle und 2.981 infizierte.
Brasil tem 6.836 casos confirmados por coronavírus; SP registra 2.981
Exame, 01.04.20
Casos de coronavírus no Brasil e no mundo
G1, 01.04.20

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Ein täglich aktualisiertes Resource Kit für Brasilien zu rechtlichen Auswirkungen der Corona-Krise finden Sie im „COVID19 Resource Kit“ der Kanzlei Veirano Advogados direkt aus São Paulo.

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Empfehlungen der deutschen Botschaft in Brasilien
Der deutsche Botschafter in Brasilien schreibt am 30. März auf Twitter, dass Personen, die sich nur VORÜBERGEHEND in Brasilien aufhalten, zurückreisen sollten, solange es noch Möglichkeiten zur Rückreise gibt.
Aktuelle Reiseinformationen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amts.

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Die Herausforderung für das Gesundheitssystem, für die Gesellschaft und für die Wirtschaft der Länder, die das Corona-Virus auf die Tagesordnung setzt, sorgt in Brasilien für politische Spannungen zwischen dem Präsidenten, seinem Gesundheitsminister und die Governeure der Bundesländer. Fast alle Bundesländer setzen auf social distancing. Gemäß Bundesgesundheitsministeriums verzeichnet Brasilen heute 159 Tote infolge Covid-19, 17% mehr als gestern. Insgesamt sind 4.579 Menschen infiziert, 7,6% mehr als gestern. Das Bundesland São Paulo, in dem die meisten Fälle verzeichnet werden, rief die Quarentäne aus.
Mandetta reitera defesa da ciência e pede "máximo grau" de distanciamento social

Reuters, 31.03.20
Congresso aprova renda básica por crise do coronavírus enquanto Planalto luta por protagonismo
El Pais, 31.03.20

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Der Bundeswirtschaftsminister beschreibt Finanzmaßnahmen in Corona-Krise
Der Bundeswirtschaftsminister in Brasilien, Paulo Guedes, beschreibt in Webkonferenzen mit der Privatwirtschaft und mit Politikern die vielen finanziellen Maßnahmen in Zeiten von Corona. In einem Momentum in dem die Weltwirtschaft für Europa weniger stark wuchs, aber Brasilien leicht wieder Fahrt aufnahm, drückt nun die Corona-Krise stark auf die Wirtschaft. Viele Maßnahmen zur Entlastung und Unterstützung der Bundesländer und Gemeinden, der Bürger und der Unternehmen wurden jedoch auf den Weg gebracht. Sei es in Form von Steuerentlastungen, Stundung der Schuldenzahlungen der Länder an die Zentralregierung, Direktzahlungen oder Finanzspritzen für Infrastrukturbanken und das Gesundheitssystem betragen die Mittel ca. 500 Milliarden Reais.
Guedes diz que não deixará governo ‘em seu momento mais grave’
Poder360, 28.03.20
Guedes se divide entre isolamento e retomada econômica
Estadao, 30.03.20
Ao vivo: CNM e Guedes discutem situação de municípios durante a pandemia

Poder360, 29.03.20

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Geschäfte, Restaurants und Kirchen schließen in Brasiliens Hauptstädte, trotz Bolsonaro
Seitdem Brasiliens Präsident der Wirtschaft zuliebe Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus be- und verhindert hat, haben sich Gouverneure von 26 der 27 Bundesstaaten gegen ihn gestellt. Nun hat auch das Militär seinen Umgang mit der Krise kritisiert. Zuletzt hatten Gouverneure und Bürgermeister die Schließungen von Schulen, Geschäften, Flughäfen und Parks angeordnet, nachdem Signale aus Brasília ausblieben. Wie andernorts auch bedrohen die Maßnahmen Millionen Arbeitsplätze und Unternehmen. Zudem hat sich Brasilien zum Epizentrum der Kapitalflucht entwickelt. Insgesamt 11,7 Milliarden US-Dollar zogen Investoren ab, seit die ersten Corona-Fälle in China bekannt wurden. Infolge Bolsonaros Umgang mit der Pandemie haben 64 Prozent der Bevölkerung kein Vertrauen mehr in seine Fähigkeit, die Krise zu managen.
Brasilien unter Corona: Militärs stellen Autorität von Präsident Bolsonaro infrage
Amerika21, 30.03.2020
Governo de Santa Catarina volta atrás em plano de reabertura do comércio
Folha, 29.03.2020
Bolsonaro macht das Coronavirus zu schaffen

DW, 29.03.20
Mourão “bombeiro” ganha apoio de militares durante pandemia de coronavírus

Exame, 30.03.2020

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Bolsonaro kann seine Haltung gegen Ausgangsperren nicht mehr verbreiten
Trotz steigender Infektionszahlen in Brasilien lehnt Bolsonaro strenge Eindämmungsmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus ab. Nun hat Twitter zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Der Präsident ist dabei zu sehen, wie er am Sonntag durch die Hauptstadt Brasília läuft, sich mit Unterstützern trifft und sie drängt, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Außerdem untersagte ein brasilianisches Gericht dem Präsidenten, Empfehlungen gegen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus zu verbreiten. Die Richter in Rio de Janeiro ordneten die Einstellung der Regierungskampagne "Brasilien darf nicht stillstehen" an.
Twitter löscht zwei Nachrichten des brasilianischen Präsidenten
Spiegel, 30.03.20

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Corona: Risiko einer schnellen Verbreitung in dichtbesiedelten Armutsvierteln
Der Corona-Virus kann sich schnell in den ärmsten Vierteln in Sao Paulo und Rio verbreiten. Viele Hausangestellte wohnen dort und arbeiten bei Familien aus der Mittelschicht, die regelmäßig ist Ausland reiste und von dort den Virus mitbrachte. Einen ersten Fall gibt es nun.
Der Tod einer Hausangestellten, der Brasilien in Angst versetzte
Spiegel, 28.03.20

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Neue Kampagne von Bolsonaro folgt nicht den Empfehlungen der WHO
Trotz 70% negativen Kommentaren zu seiner Ansprache und Haltung am Dienstag, lanciert der brasilianische Präsident eine öffentliche Kampagne gegen die physische Isolation, „O Brasil não pode parar“, was so viel bedeutet wie „Brasilien darf nicht stehen bleiben“. Im Text der Kampagne auch auf Instagram stehen Sätze wie: weltweit sterben nur ältere und Menschen mit Vorerkrankungen“. Bolsonaro beabsichtigt seinen Gesundheitsminister anzuregen, die Isolierung nur für diese Personengruppe anzuregen. Das Bundesgesundheitsministerium und diverse Bundesländer folgen den Empfehlungen der WHO und spiegeln sich an den Maßnahmen, die auch in anderen Ländern ergriffen worden sind und empfehlen die Isolierung. Außerdem arbeiten sie an Pläne für finanzielle Soforthilfen für Bürger, Unternehmen und Krankenhäuser.
Contra isolamento, Planalto lança campanha “O Brasil não pode parar”
Exame & Estadao, 26.03.20
Em um mês, Brasil registra 77 mortos e 2915 infectados pelo coronavírus
Exame, 26.03.20

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Statistik Brasilien - 57 Tote und 2.433 Infizierte mit dem Coronavirus in Brasilien. Am stärksten betroffene Region ist der Südosten, also Sao Paulo und Rio de Janeiro.
Ministerio da Saude, 25.03.2020

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Bolsonaro unter Kritik in der Corona-Krise 
Unter Druck der öffentlichen Meinung musste Bolsonaro innerhalb von 24 Stunden seine Meinung nach Ansprache an die Nation am Dienstagabend, den 24. März, etwas abmildern und aufhören zu versuchen, die Schuld einer Wirtschaftskrise in Folge von Corona-Schutzmaßnahmen auf die Gouverneure der einzelnen Bundesländer Brasiliens zu schieben. Er versprach Finanzmittel von 88 Milliarden Reais. Governeure der reichsten und bevölkerungsdichtesten Region Südosten – Rio de Janeiro, Sao Paulo, Minas Gerais und Espírito Santo – erklärten gestern, dass Sie sich lieber den Empfehlungen der WHO folgen wollen, anstatt der Meinungen des brasilianischen Präsidenten.
Forçado por coronavírus, Bolsonaro acena com trégua a governadores e anuncia ajuda de 88,2 bilhões
El Pais, 23.03.2020
Bolsonaro espelha Trump ao buscar “inimigos”, mas está longe de oferecer mesma resposta econômica à pandemia
El Pais, 25.03.2020
Isolado, Bolsonaro vê Exército, vice Mourão e 27 governadores marcarem distância na crise do coronavírus
El Pais, 25.03.2020

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Empfehlungen des Gesundheitsministerium Brasiliens finden Sie hier.

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Brasiliens Präsident Bolsonaro kämpft in der Corona-Krise vehement gegen Ausgangssperren und verspricht den baldigen Sieg mit brasilianischer Forschungshilfe über das Virus. Er sieht nichts als Hysterie und Gefahr für die Wirtschaft und stellt sich gegen Bürgermeister und Gouverneure, die schon Schulen geschossen haben. Trotzdem lobt er die Arbeit des Bundesgesundheitsministeriums. Für alle Brasilianer, inklusive Hunderttausende Indigene in Brasilien wäre eine Ansteckung mit dem Coronavirus lebensbedrohlich. Doch Präsident Bolsonaro treffe keinerlei Maßnahmen, sagt der frühere Leiter der zuständigen Behörde. Hierfinden Sie die komplette Rede des Präsidenten und die Reaktionen der Presse.
Assista ao pronunciamento de Jair Bolsonaro sobre crise do coronavírus
Youtube, 24.03.2020
Bolsonaros Verschwörungstheorien
tagesschau, 26.03.20
Viruserkrankungen sind der größte Killer

Spiegel, 23.03.2020
Em cadeia de TV, Bolsonaro minimiza coronavírus para insuflar base radical
El Pais, 24.03.2020

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15-tägige Quarantäne für den ganzen Bundesstaat São Paulo
Mit dem Inkrafttreten des Dekrets vom Gouverneur João Doria beginnt ab Dienstag, den 24.3, eine 15-tägige Quarantäne im gesamten Bundesstaat São Paulo. Die Maßnahme ist bis zum 7. April gültig und erfordert die Schließung von gewerblichen Einrichtungen, die nicht zu den wesentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Lebensmittel, Gesundheit, Versorgung, Stadtreinigung, öffentliche Sicherheit und Banken gehören. Das gleiche gilt für Rio.

Quarentena começa a valer nesta terça-feira em todo o estado de SP
Folha, 24.3.2020
Rio fecha comércio a partir desta terça mas farmácias e mercados vão abrir; veja o que funciona
G1.com, 24.3.2020

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VW stellt Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien einVolkswagen verkündete seine Produktion nun auch in Argentinien, Brasilien und Mexiko wegen der Corona-Pandemie vorübergehend einzustellen. An den beiden argentinischen Standorten in General Pacheco nahe Buenos Aires und in Córdoba werde bis zum 31. März nicht mehr gearbeitet. In Brasilien wird Volkswagen alle Aktivitäten in seinen Fabriken von Montag an für drei Wochen einstellen. In den beiden Werken in Mexiko – in Puebla und Guanajuato – gelte die Maßnahme vom 30. März bis zum 12. April, hieß es am Abend (Ortszeit). Volkswagen Mexiko nannte drei Faktoren, die in Betracht gezogen worden seien: die Gesundheit der Mitarbeiter und der Anwohner, ein Rückgang in der Nachfrage und das Risiko einer Knappheit der Teile. In Argentinien führte die Ausgangssperre zu dieser Maßnahme.

VW pausiert wegen Corona-Krise Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien
Cash.ch, 23.03.2020

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Brasilien hat wegen der Covid-19-Pandemie seine Landgrenzen zu insgesamt acht Nachbarländern geschlossen. Ausländer, die nicht ständig in Brasilien lebten, dürften nicht mehr einreisen. Ausgenommen von der Schließungsverfügung ist Uruguay, mit dem es eine spezielle bilaterale Regelung gibt. Nicht betroffen sind demnach auch Warentransporte und humanitäre Notfälle. Die Grenze zu dem Krisenstaat Venezuela war wegen erhöhter Ansteckungsgefahr und dem darniederliegenden venezolanischen Gesundheitssystem bereits früher geschlossen worden. Über die Lage an internationalen Flughäfen sowie Seehäfen wurde zunächst nichts mitgeteilt. Auch andere lateinamerikanische Länder wie Argentinien, Chile, Peru, Ecuador, Kolumbien, Bolivien, Panama, Honduras, El Salvador und Guatemala haben ihre Grenzen geschlossen.

Brasil restringe entrada por via aérea de estrangeiros da Europa e da Ásia por 30 dias
Folha, 19.03.20

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Veirano Advogados

The new virus COVID-19, also known as coronavirus, is spreading exponentially all over the world, also in Brazil. The outbreak is affecting the way in which our clients and their clients conduct their businesses, and the behavior of each and every one of us drastically. The virus is not only tragic for those, whose health is being affected, but also for large parts of the economy.
Read more here.

And there’s an interesting bullet point list to migration, employees and employers rights, investor relations, cyber security and insurances in English and Portuguese.

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Brasilien und Coronavirus

In Brasilien haben die Bundesländer ca. 100 Millionen Euro der brasilianischen Zentralregierung für die Eindämmung und Krankenhausausrüstung im Zuge der Corona-Pandemie zugesagt bekommen. Außerdem veröffentlichte das Gesundheitsministerium eine Liste von Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung und eine aktuelle Datenbank in dem die Anzahl der Erkrankten gelistet werden.

Estados terão R$ 432 milhões contra coronavírus
Ministerio da Saúde, 16.03.2020

Saúde anuncia orientações para evitar a disseminação do coronavírus
gov.br, 13.03.2020

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Hier der Link zum Bundesgesundheitsministerium Brasiliens. 

Aktuelle Daten zu Corona Erkrankten in Brasilien nach Region und Bundesland finden Sie hier

  • Datum:15.7.2020

Chile

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Neue Proteste vor Abstimmung um vorzeitige Rentenauszahlung
Nachdem Präsident Piñera vergangene Woche für sein 1,5 Mrd. Dollar schweres Finanzpaket keine Unterstützung vom Kongress erhielt, hofft er nun mit seinem zweiten Vorschlag auf einstimmigen Zuspruch aus der Legislative. Gleichzeitig stimmt das Parlament darüber ab, ob die Chilenen bis zu zehn Prozent ihrer Pensionseinlagen vorzeitig abheben dürfen. Die Opposition will so die wirtschaftlichen Härten durch die Corona-Pandemie abfedern. Die konservative Regierung lehnt den Vorschlag ab und bietet ihrerseits das Finanzpaket an. In Chiles Rentensystem zahlen die Arbeitnehmer zehn Prozent ihres Bruttolohns in private Rentenfonds ein. Das 1980 noch während der Militärdiktatur eingeführte System steht schon seit langem in der Kritik. Gerade Geringverdiener erhalten im Alter nur sehr geringe Rentenzahlungen.
Protests erupt in Chile on eve of lawmaker vote to allow pension withdrawal

Swissinfo, 15.7.2020
Chile's President Seeking Full Congressional Support for Coronavirus Stimulus Package

Voice of America, 15.7.2020
Chile Announces New $1.5 Billion Stimulus for Middle Class as Pandemic Rages

The New York Times, 5. Juli 2020

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Chile und Peru bekommen Pandemie nicht in den Griff
Sowohl Chile als auch Peru haben als eine der ersten Länder Lateinamerikas sehr früh Maßnahmen im Kampf gegen COVID-19 ergriffen. Erfolgreich waren beide damit nur temporär bzw. teilweise. Chile verzeichnet derzeit 4.500 Todesfäll, Peru 8.000. Zwar sanken Perus Neuinfektionen zuletzt, jedoch ist das Gesundheitssystem überfordert. Insbesondere fehlt es dem Land täglich an 180 Tonnen Sauerstoff. Eines der großen Probleme Perus, mit dem auch Chile zu kämpfen hat, ist der hohe Anteil an Arbeitskräften im informellen Sektor. Diese Bevölkerungsgruppe kann sich die Isolation schlichtweg gar nicht leisten. Hinzukommt in Peru, dass es in einigen Regionen nach wie vor kein fließendes Wasser gibt. Regelmäßiges Händewaschen als wichtigste Hygieneregel ist somit nicht zu gewährleisten. Der Faktor Armut wird für ganz Lateinamerika im Verlaufe der Pandemie die größte Herausforderung sein. Diesen haben v.a. die Regierungen in Chile und Peru unterschätzt.
Coronavirus in Chile und Peru: Italienische Verhältnisse mit finsteren Aussichten
FAZ, 24.6.2020

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Chile hat seinen Vorsprung im Kampf gegen die Pandemie verspielt
Lange sah es für Chile im Kampf gegen das COVID-19 gut aus. Die Regierung kaufte zu einem sehr frühen Zeitpunkt medizinische Gerätschaften und verhängte Ausgangssperren. Ende April wagte man dann die Öffnung von Büros und Einkaufszentren. Nicht im Blick hatte die Regierung hierbei die tatsächlichen, beengten und armen Lebensverhältnisse in vielen Vierteln der Hauptstadt. Ein erneuter Lock-Down im Mai führten zu großem Widerstand in der Bevölkerung.
Regiert von Ahnungslosen
Süddeutsche Zeitung, 22.6.2020

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Chile verzeichnet rasanten Anstieg von COVID-19 Fällen
Zu Beginn der Krise für sein gutes Management der Pandemie gelobt, verschlechtert sich die Lage in Chile zusehends. Das Land verzeichnet aktuell eine der höchsten Pro-Kopf COVID-19-Infektionen weltweit. Wie in anderen Schwellenländern, hat die Pandemie aufgrund der höheren Bevölkerungsdichte in den Armenvierteln sowie dem großen informellen Sektor auf dem Arbeitsmarkt, Fahrt aufgenommen. Vergangene Woche trat der chilenische Gesundheitsminister zurück, nachdem die Neuinfektionen vergangenen Samstag sprunghaft auf nahezu 7.000 Fällen anstiegen. Chiles Regierung verabschiedete ein 12 Mrd. US$ Rettungspaket zur Unterstützung von Arbeitslosen und Familien sowie um Steuererleichterungen für KMUs zu gewährleisten. Zudem verlängerte die Regierung den Ausnahmezustand um weitere 90 Tage.
Once a covid role model, Chile now among the world´s worst

Bloomberg, 15.6.2020
Chile Rolls Out Its Third Multi-Billion Dollar Covid-19 Stimulus

Yahoo Finance/ Bloomberg, 15.6.2020
Chile extiende el estado de catástrofe por 90 días en plena crisis por coronavirus

Reuters, 15.6.2020

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Proteste und Corona
Inmitten neuer Proteste in beliebten Vierteln im Süden Santiagos registrierte Chile einen neuen Tagesrekord von mehr als 4.895 Fällen von Coronavirus, womit die Gesamtzahl auf 73.997 stieg. Unter den Neuinfektionen wurde die des Ministers für öffentliche Arbeiten, Alfredo Moreno, gemeldet. Darüber hinaus gab es in den letzten 24 Stunden weitere 43 Todesfälle, so dass sich die Gesamtzahl der Toten auf 761 erhöht hat. Konkret gingen die Bewohner der Städte Puente Alto und La Pintana am Montag auf die Straße, um die Regierung zu bitten, die versprochene Lieferung von Nahrungsmitteln und Wirtschaftshilfe zu beschleunigen, um der schweren Krise der Arbeitslosigkeit, die die Pandemie verursacht, zu begegnen.
Coronavirus en Chile: se repiten las protestas por hambre en el sur de Santiago
Pagina12, 26.5.2020

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Gesundheitssystem in Chile kurz vor dem Collaps
Die Ausbreitung des Coronavirus stellte in Chile weiterhin Rekorde auf: Am 25. Mai wurden in den letzten 24 Stunden 4.895 Fälle verzeichnet, womit die Gesamtzahl der Erkrankten auf 73.997 stieg, während 43 neue Todesfälle gemeldet wurden, wodurch sich die Zahl der Todesopfer auf 761 erhöhte. Die chilenische Hauptstadt - mit 8 Millionen Einwohnern, die die zweite Woche in Folge unter absoluter Quarantäne steht - ist der Hauptschwerpunkt der Pandemie im Land. Santiago begann diese letzte Maiwoche mit einer Belegung der Intensivbetten von 94%. Die Regierung hat versucht, ihre Krankenhäuser zu entlasten, indem sie fast zwanzig Menschen in Hubschraubern und Militärflugzeugen in andere Städte fliegen ließ. In Chile, einem Land mit 18 Millionen Einwohnern, gibt es etwa 38.000 Gesundheitsbetten, und es ist geplant, diese Zahl um mindestens 4.000 zu erhöhen. Zu diesem Zweck kündigten die Gesundheitsbehörden die Einrichtung von fünf Feldkrankenhäusern an und ordneten an, dass die privaten Kliniken ihre Kapazität bis zum 15. Juni auf über 600 Betten erhöhen sollen.
Chile al borde del colapso sanitario: ¿Para quién será la última cama?
 
DW.com, 25.5.2020

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Totale Ausgangssperre in Santiago
Chiles Gesundheitsminister Jaime Mañalich kündigte an, dass Santiago ab Freitag um 22.00 Uhr in vollständige Quarantäne gehen wird, nachdem gestern 2.660 Neuinfektionen und 12 Todesfälle durch Coronaviren verzeichnet wurden. Die Daten bedeuten einen neuen täglichen Rekord an Fällen an, wodurch sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 34.381 erhöht. Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer auf 347. Präsident Sebastián Piñera bat um die "Mitarbeit" der Chilenen in dieser neuen Phase der Pandemie. Stunden zuvor hatte die Regierung das Gesundheitsprotokoll in La Moneda, dem Sitz der Exekutive, aktiviert, nachdem einer der dort arbeitenden Journalisten positiv auf Covid-19 getestet worden war. Piñera erklärte keine nationale Quarantäne, aber er ordnete territoriale Quarantänen an und setzte den Unterricht aus, verbot Massenveranstaltungen und schloss die Grenzen. Da Arbeitslosigkeit und Armut die höchsten Werte der letzten Jahrzehnte erreichen, gab die chilenische Zentralbank bekannt, dass sie beim IWF eine flexible Kreditlinie in Höhe von 23,8 Milliarden US-Dollar beantragt hatte, um der wirtschaftlichen Rezession entgegenzuwirken.
Coronavirus en Chile: cuarentena total en Santiago por record de contagios
Pagina12, 14.5.2020
Chile registra la mayor cifra diaria de muertos por COVID-19 y el Gran Santiago se prepara para la cuarentena total
CNN Chile, 15.5.2020
Chile acudió al FMI para solicitar un crédito flexible por USD 23.800 millones

Infobae, 13.5.2020

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Unterstützung des Informellen Sektors
Der chilenischen Regierung gelang es, die Blockade eines Gesetzentwurfs aufzuheben, der das Notfall-Familieneinkommen (IFE) für informelle Arbeiterinnen und Arbeiter betraf. Heute beendete sie ihr Gesetzgebungsverfahren im Kongress, nachdem der Senat das Veto des Präsidenten gebilligt hatte. Konkret wird ein Betrag für drei Monate an diese Zielgruppe ausgezahlt, von Mai bis Juli. Laut dem von UC-Akademikern in Lateinamerika entwickelten Papier "Vorschläge für wirtschaftliche Unterstützung für gefährdete informelle Arbeiterinnen und Arbeiter während des Covid-19-Notstands" sind Geldtransfers das bevorzugte Instrument zur Aufrechterhaltung des Einkommens dieser Gruppe von Arbeiterinnen und Arbeitern. Die frage ist aber, ob das Geld diesen zur Unterstützung reicht und wie Chile dabei im regionalen Kontext dasteht.
Chile y Brasil son los países de la región que extienden por más meses ayuda a trabajadores informales
LA Tercera, 13.5.2020

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Ärmere Viertel weiter unter Quarantäne, Reiche dürfen raus
Die chilenischen Gesundheitsbehörden kündigten an, dass ein Dutzend Gemeinden (Stadtviertel) in Santiago als Reaktion auf den "besorgniserregenden" Vormarsch der Pandemie in der Hauptstadt, wo sich 85 Prozent der Neuinfektionen konzentrieren, wieder in den Arrest zurückkehren werden. "Wir müssen uns die Metropolregion sehr genau anschauen. Die Krankheit wird auf Gemeinden übertragen, die aufgrund ihrer Konzentration, Wirtschaftskraft und Art der Unterbringung einem größeren Risiko ausgesetzt sind", sagte der chilenische Gesundheitsminister Jaime Mañalich. Zu den Gemeinden, die ab Freitag unter Quarantäne gestellt werden, die nun zu den zwei Wochen, die sie bereits unter Quarantäne stehen, hinzukommt, gehören vor allem ärmere Vororte, während die wohlhabenderen Gebiete im Osten, in denen Anfang März die ersten Fälle festgestellt wurden, keine Bewegungseinschränkungen erfahren.
Chile amplía confinamiento en Santiago ante “preocupante” avance del virus

La Gestión, 6.5.2020

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Mittelbeschaffung für Corona
Chile ging am Dienstag mit der Ausgabe einer neuen Anleihe in Dollar und einer Wiedereröffnung in Euro im Gegenwert von 2 Milliarden US-Dollar auf die internationalen Märkte und versuchte, Mittel zu beschaffen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie teilweise zu mildern, berichtete das Finanzministerium. Die Operation in US-Währung erreichte 1,458 Milliarden US-Dollar und die Emission in Euro belief sich auf 500 Millionen (etwa 542 Millionen US-Dollar). Das Ministerium fügte hinzu, dass der ausgegebene Betrag "zur Finanzierung des Staatshaushalts und zur Umsetzung des Notfall-Wirtschaftsplans beitragen wird.
Chile recauda unos US$ 2,000 millones en mercados externos para luchar contra el coronavirus
LA Gestión, 5.5.2020

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Immunitätspass und Corona- App
Das chilenische Gesundheitsministerium kündigte am 16.4. an, dass es am kommenden Montag mit der Verteilung der so genannten "COVID-Karte" beginnen wird, damit die Personen, die das Virus überwunden haben oder geimpft sind, identifiziert werden können. Darüber hinaus kündigte die Regierung die Einführung einer Software, der "CoronApp", an, die es den Menschen ermöglicht, Informationen über das neue Coronavirus abzurufen, Symptome zu melden oder Behörden zu informieren, wenn jemand gegen die Regeln verstößt.
Chile entregará “pasaportes de inmunidad” a las personas que se recuperaron de COVID-19

infobae, 17.4.2020

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Mundschutzpflicht in Chile
Im Anschluss an die Sitzung des Notfallausschusses COVID-19 am Montag, kündigte die Unterstaatssekretärin für öffentliche Gesundheit, Paula Daza, an, dass ab Mittwoch um 5 Uhr die Verwendung von Masken in allen öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln obligatorisch sein wird. "Wir sprechen über die U-Bahn, Züge, Busse, "colectivos" (Sammeltaxis), privat gemieteten Personentransport, entgeltlichen Flug- und Seetransport", erklärte die Unterstaatssekretärin.
The Government to require masks to be used on all public transport as of Wednesday

Chilereports, 6.4.2020

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Corona schrumpft Chile
Als sich die chilenische Wirtschaft von den sozialen Protesten erholte und im Februar dieses Jahres ein Wachstum von 2,7% verzeichnete, kam die Coronavirus-Pandemie, die alle Zukunftsprognosen senkte und das Land auf einen Schrumpfungspfad von 1,5% bis 2,5% für dieses Jahr brachte.
Covid-19 golpea economía de Chile cuando se recuperaba de las protestas

LA Gestión, 1.4.2020

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Chile verabschiedet Finanzpaket zur Unterstützung der Wirtschaft und Familien
Um Arbeitsplätze zu schützen und die Wirtschaft anzukurbeln verabschiedete Präsident Sebastián Piñera ein Gesetz, das die Zahlung einer außerordentlichen Prämie für Familien und Leistungen für Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe vorsieht, um so 60% der am stärksten gefährdeten Bevölkerung zu schützen und die Wirtschaft inmitten der durch das Coronavirus verursachten Gesundheitskrise wieder zu beleben. Die Maßnahme ermöglicht die Bereitstellung eines durchschnittlichen Betrags von 100.000 Dollar pro Familie und berücksichtigt alle Begünstigten der Einfamilienbeihilfe, alle Personen, die durch das Programm für Sicherheit und Chancen begünstigt werden, und ist auf 60% der am stärksten gefährdeten Bevölkerung des Landes ausdehnbar. Die Maßnahme impliziert die Bereitstellung von 167 Millionen US-Dollar für chilenische Familien, die ab April über das RUT-Kontosystem, ein Sichtkonto oder einen Sichtvoucher in den Filialen der BancoEstado Zugang zu dem Bonus erhalten.
Das Gesetz beinhaltet auch einen Vorteil beim Zugang zu Krediten von MiPymes durch die Aussetzung der Einziehung von Stempelsteuern für einen Zeitraum von sechs Monaten und beinhaltet eine neue Kapitalisierung der BancoEstado in Höhe von 500 Millionen US-Dollar, um damit die Bereitstellung von Krediten während der Notlage zu ermöglichen.
Die Maßnahmen sind Teil des Plans der Regierung, der eine beispiellose Finanzspritze von insgesamt 11,75 Milliarden US-Dollar umfasst.
Presidente Piñera promulga bono Covid-19 para familias y beneficios para empresas: “Estamos ayudando a todas las personas vulnerables afectadas por la crisis del coronavirus”

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Quarantäne
Mehr als 1,3 Millionen Menschen in sieben Bezirken Santiagos stehen seit Donnerstagabend (26. März 2020) unter vollständiger Quarantäne, unter strenger polizeilicher und militärischer Kontrolle, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, das bereits 1.306 Infektionen und vier Todesfälle in Chile verursacht hat.
Más de 1.3 millones de personas bajo cuarentena en Santiago de Chile

Deutsche Welle, 27.03.2020

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Neue Arbeitsplatzregelungen für Chile
Präsident Sebastián Piñera hat an diesem Dienstag das Gesetz zur Fernarbeit verabschiedet, eine Initiative, die aufgrund der globalen Coronavirus-Pandemie an Bedeutung gewinnt, indem sie es den Arbeitnehmern erlaubt, ihre Arbeit formell zu verrichten, ohne persönlich im Unternehmen anwesend zu sein. Die Initiative versucht, die notwendige Anpassungsfähigkeit der Arbeitskräfte, die durch verschiedene neue Einstellungsformen erforderlich ist, mit den Schutzmaßnahmen in Einklang zu bringen, auf die alle Arbeitnehmer Anspruch haben. Die Verordnung wird die Verpflichtung zur Unterzeichnung eines Vertrags für diejenigen festlegen, die Dienstleistungen außerhalb des Unternehmens erbringen. Darüber hinaus kann ein Arbeitnehmer, wenn er sich bereits in einem Arbeitsverhältnis befindet, mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, ganz oder teilweise auf die Modalität der Fern- oder Telearbeit umzustellen, um so die Arbeitsverpflichtungen mit den familiären Verpflichtungen und dem sozialen Leben besser zu verbinden.
Presidente Piñera promulga ley que regula trabajo a distancia para darle más oportunidades y libertad a los trabajadores

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Bergbauunternehmen unterstützen Bekämpfung von Corona
Nach der Ausbreitung des Coronavirus im Land haben die Bergbauunternehmen Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit ihrer Arbeiter ergriffen, aber auch die Gemeinde und die Gesundheitsdienste unterstützt, um die Ausbreitung des Coronavirus im Land besser in den Griff zu bekommen.
Empresas mineras aportan con infraestructura y utensilios para enfrentar el Coronavirus

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Chiles Regierung präsentiert Finanzplan
Präsident Sebastián Piñera präsentierte am Donnerstag den Plan über eine Finanzspritze in Höhe von 11,75 Milliarden US-Dollar für Unternehmen und Familien aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der globalen Covid-19-Pandemie. Der Plan entspricht einer Mittelzuführung von 4,7% des BIP und umfasst Maßnahmen zum Schutz von Arbeitsplätzen, zur Ergänzung der Einkommen der schwächsten Chilenen und zur Unterstützung von Unternehmen, mit besonderem Schwerpunkt auf den KMU.

Presidente presenta plan económico de emergencia por US$11.750 millones para proteger el empleo y a las pymes: “Necesitamos unidad”

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Chiles finden Sie hier.

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Chile erklärt Notstand

Der chilenische Präsident erklärt den verfassungsmäßigen Notstand im gesamten Staatsgebiet. Dieser wird an diesem Donnerstag um 00:00 Uhr in Kraft treten, mit einer Dauer von 90 Tagen und wird es unter anderem ermöglichen, die Logistikkette und den Transfer von medizinischen Gütern und Patienten zu schützen, die Grenzen zu sichern und die Produktions- und Vertriebskette zu garantieren, um die Versorgung zu gewährleisten. Es würde auch die Einführung von Maßnahmen wie Quarantänen oder Ausgangssperren ermöglichen.
Presidente declara Estado de Excepción Constitucional de Catástrofe en todo el territorio nacional

Gob.cl, 18.3.2020

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Die Zahlen steigen

In Chile steigen die Zahlen der Corona-fälle nun auch schnell an, von gestern auf heute knapp 50 Personen mehr.

El avance del Covid-19 en cifras: Mañalich informa 45 casos más y cifra en Chile llega a 201 Diario Financiero, 17.3.2020

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Chile im Kampf gegen Corona

Mit einem Gesundheitspass für einreisende Passagiere will Chile die „Einfuhr“ des Virus verhindern. Zudem müssen Passagiere, die aus Deutschland, China, Frankreich und dem Iran nach Chile kommen, eine 14-tägige Quarantäne durchlaufen, Veranstaltungen ab 500 Personen werden verboten. Es gibt jedoch Zweifel, wie man bei Massendemonstrationen von Bürgern im Zusammenhang mit den sozialen Protesten, die das Land seit dem 18. Oktober letzten Jahres erlebt, oder angesichts der Volksabstimmung am 26. April, bei der die Chilenen über die Einleitung eines Verfassungsprozesses entscheiden werden, vorgehen soll.

Chile implementará un pasaporte sanitario para evitar contagios por coronavirus Infobae.com, 15.3.2020

  • Datum:19.11.2020

Costa Rica

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Wirtschaftsministerin positiv getestet
Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Handel (MEIC), informierte diese Woche, dass die Ministerin Victoria Hernández Mora positiv auf Covid-19 getestet wurde. Sie, wie auch enge Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Hernandez ist der erste bestätigte Fall von Coronavirus im Kabinett.
Ministra de Economía da positivo por COVID-19
El Mundo, 19.11.2020

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Kein Präsenszunterricht in diesem Jahr mehr
Die Bildungsministerin von Costa Rica, Guiselle Cruz Maduro, kündigte diesen Donnerstag in einer Pressekonferenz die Nicht-Rückkehr zum Präsenz-Unterricht im Jahr 2020 an. Sie sagte, dass diese Entscheidung nicht bedeute, dass das Schuljahr jetzt beendet sei, sondern dass man weiterhin auf die Fortsetzung der Stärkung des Fernunterrichts bis zum 23. Dezember setze. "Wir haben mit dem Bildungsdienst die Mehrheit der Schüler erreicht, und die Lehrer haben verantwortungsbewusst den Fernunterricht als neue Modalität übernommen; die gesundheitlichen Bedingungen sind jedoch nicht gegeben, jetzt wieder zum alten Modell zurückzukehren, zumindest nicht kurzfristig", erklärte sie.

Costa Rica anuncia el no retorno a las clases presenciales este 2020

 EL País CR, 27.8.2020

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Keine US-Touristen bitte 

Die costaricanische Regierung kündigte an, ab dem 1. August internationale Reisende aus der Europäischen Union, Kanada und dem Vereinigten Königreich zuzulassen, jedoch noch nicht diejenigen aus den Vereinigten Staaten. Grund sei die Tatsache, dass die USA einen Anstieg der Infektionen verzeichnet, und die Übertragungsrate viel höher ist als in den meisten europäischen Ländern. Alle internationalen Reisenden müssen jedoch bei ihrer Ankunft ein digitales Gesundheitsformular einreichen, innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise einen Covid-19-Test mit negativem Ergebnis und eine Kopie ihrer Reiseversicherung mit Covid-19-Deckung vorweisen.Doch auch Costa Rica hat in den letzten Tagen einen starken Anstieg der Coronavirus-Fälle verzeichnet, obwohl die Zahl der Todesfälle nach wie vor gering ist. Am Donnerstag registrierte sie 768 neue Fälle von Covid-19, ein täglicher Rekordanstieg, womit sich die Gesamtzahl der Fälle nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salas auf 13.129 erhöhte. Die Zahl der Todesopfer im Land hat 81 erreicht. Anfang dieser Woche warnte der Direktor für gesundheitliche Notfälle der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Dr. Ciro Ugarte, davor, dass sich die Situation in Costa Rica nach anfänglich niedrigen Infektionszahlen jetzt ändere.

Costa Rica permitirá a los turistas internacionales de la UE, Canadá y el Reino Unido, pero no de EE.UU.

 CNN Español, 24.7.2020

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Dramatische Entwicklung

Costa Rica hatte die Pandemie unter Kontrolle, doch Anfang Juni führten Ausbrüche des Coronavirus zu einem raschen Anstieg der Zahl der Infektionen und Todesfälle. Costa Rica begann die Pandemie als eines der Länder, die das Coronavirus auf dem amerikanischen Kontinent am besten bekämpft haben. Sie wandte eine Quarantäne nach Phasen und Zonen an. Aber als sie sich dann zu öffnen begann, gerieten die Infektionen nach etwas mehr als einem Monat außer Kontrolle. Anfang Juni hatte das Land kaum tausend Fälle, und in etwas mehr als einem Monat schoss die Kurve nach oben, und es kamen 11.000 weitere hinzu.

 So wurde die Öffnung von Aktivitäten, die phasenweise durchgeführt wurden, rückgängig gemacht und seit dem 11. Juli einige Einschränkungen wieder eingeführt. Die Behörden untersuchen, ob die anfängliche Öffnung zu mehr Bewegung von Menschen, Kontakten und Treffen geführt hat und somit die Ausbrüche oder die neue Welle entstanden sind. Die Hauptinfektionsquellen lagen im Norden des Landes, in landwirtschaftlichen Betrieben und landwirtschaftlichen Aktivitäten. Dort wurde die Quarantäne praktisch nicht eingehalten, und die Grenze zu Nicaragua wird von vielen Menschen überquert.
Am 23. Juli bestätigte das costaricanische Gesundheitsministerium 768 neue Fälle von COVID-19 im Land, womit sich die Gesamtzahl der Fälle auf 13.129 erhöhte. Im Vergleich zu gestern betrug die Abweichung bei den bestätigten Fällen 6,21%.

De 2.000 a 12.000 contagios en un mes: el caso de Costa Rica que científicos quieren evitar

 El Pais

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Rückschritt
Die costaricanischen Behörden verstärken erneut ihre Maßnahmen, um zu versuchen, die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch Covid-19 zu reduzieren.  Wie leider vorausgesehen, muss Costa Rica in einigen Regionen bereits beschlossene Erleichterungen wieder rückgängig machen, da die Anzahl der Corona-Infizierten wieder anstieg. Diese neuen Maßnahmen implizieren auch eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für fast das gesamte Land von 19.00 bis 5.00 Uhr, mit Ausnahme der Grenzgebiete, wo diese Regelung für den Transport von 17.00 bis 5.00 Uhr gilt. Ebenso gilt die Verwendung von Masken in Supermärkten und Geschäften bis zum 13. Juli.
Costa Rica vuelve aplicar fuertes medidas para bajar la curva de contagios del Covid-19
LA Prensa, 5.7.2020

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Costa Rica und sein Erfolg bei der Bekämpfung der Pandemie
Anders als seine mittelamerikanischen Nachbarn ist Costa Rica bislang sehr gut durch die Pandemie gesteuert. Als erstes Land Zentralamerikas konnten bereits Mitte Mai die Strände wieder geöffnet werden. Das solide Gesundheitssystem, der flächendeckende Trinkwasserzugang sowie die bemerkenswerte Disziplin der Bevölkerung sind die entscheidenden Faktoren für den Erfolg bei der Bekämpfung des Virus.
Costa Rica hat Corona unter Kontrolle
TAZ, 9.6.2020

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Erfolgreiche Strategien gegen Covid-19 in Paraguay, Uruguay und Costa Rica
Die schnelle Reaktion in diesen Ländern auf die Krise, zusammen mit der reduzierten Einwohnerzahl, waren Schlüsselfaktoren, um positive Ergebnisse in der Pandemie zu erzielen.
Paraguay, Uruguay und Costa Rica: Erfolgreich gegen COVID-19
DW, 23.05.20

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Einschränkungen bei der Versorgung
Costa Rica beschloss, die Einfahrt von Frachtlastwagen aus Nicaragua einzuschränken - mit Konsequenzen für mehr als 1.000 zentralamerikanische Transporteure. Die Maßnahme wurde aufgrund der Untersuchungen an den Grenzen eingeführt, nachdem ein Lastwagenfahrer mehrere Personen in Costa Rica angesteckt hatte.
Costa Rica restringe ingreso de camiones en la frontera con Nicaragua para contener la pandemia

CNN Latinoamérica, 19.5.2020

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Saubere Umwelt bringt Geld
Die Maßnahmen von Costa Ricas nationalem Dekarbonisierungsplan erleichterten dem Land den Zugang zu einem frei verfügbaren Darlehen zu günstigen Bedingungen, das nun Teil des nationalen Reaktionsverfahrens auf die durch COVID-19 verursachte Gesundheitskrise ist, berichtete das Finanzministerium. Dabei handelt es sich um ein Darlehen in Höhe von ₡216 Milliarden, das von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) und der Französischen Entwicklungsagentur (AFD) zu günstigen Bedingungen angeboten wird, um Menschen, Arbeitsplätze und Unternehmen im Rahmen des Plan Proteger vor den Auswirkungen des Coronavirus zu schützen. Die Kooperationspartner haben sich darauf geeinigt, die Mittel noch in diesem Jahr bereitzustellen, nachdem Costa Rica zwischen 2019 und dem ersten Quartal 2020 13 Reformen der öffentlichen Ordnung abgeschlossen hat, die das Land auf den Weg zu einer effizienteren, saubereren und umweltfreundlicheren Wirtschaft bringen sollen.
Costa Rica: Plan Nacional de Descarbonización facilita ₡216 mil millones para atender pandemia
ELpais.cr, 14.5.2020

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Labor findet Corona in Abwasser
Ein staatliches Labor in Costa Rica war in der Lage, Partikel des neuen Coronavirus im Abwasser nachzuweisen, was es ermöglichen wird, die epidemiologische Überwachung auszuweiten und Warnmeldungen über das Vorhandensein von Covid-19 in Gemeinden zu erhalten, berichtete die Regierung diesen Mittwoch, 13. Mai 2020. Das Nationale Wasserlabor entdeckte das Sars-cov-2-Coronavirus im Abwasser eines Migrantengefängnisses in Proben, die am 7. Mai entnommen wurden, als 14 Häftlinge infiziert waren.
Costa Rica detecta coronavirus en aguas residuales

El Comercio.ec, 13.5.2020

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Tendenz zum Positiven
Aufgrund der langsamen Ausbreitung und scheinbaren Kontrolle vpon Covid-19 , wird die Regierung von Costa Rica neue Maßnahmen zur progressiven Reaktivierung der nationalen Wirtschaft ankündigen, die zur Anwendung kommen, wenn die Gesundheitssituation durch Covid-19 unter Kontrolle gehalten wird. Man werde neue Maßnahmen für die Operation des Landes ankündigen. „Das bedeutet nicht, dass die Dinge wieder zur Normalität zurückkehren werden, im Gegenteil, es wird viel Disziplin brauchen, um die Anweisungen buchstabengetreu zu befolgen und auf eine neue Art und Weise zu funktionieren", sagte der Präsident von Costa Rica, Carlos Alvarado.
Costa Rica anunciará nuevas medidas, pero no vuelta a normalidad

El País CR, 26.4.2020

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Auf in den Kampf
Das Land ersucht aktuell um 311 Beatmungsgeräte im Wert von jeweils rund 25.000 und 40.000 US-Dollar zur Prävention von Patienten mit Coronavirus bei Anbietern in verschiedenen Teilen der Welt.
Damit wird auch Costa Rica Teil des jetzt schon so genannten „Krieges“ um die Beschaffung von Schutzausrüstung und mechanischen Ventilatoren zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie, der zurzeit weltweit tobt.
COVID-19: Costa Rica entra en la “guerra por respirar” 
Seminario Universidad, 21.4.2020

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OAS unterstützt Vorschlag zum Verzicht auf Zinsen
Präsident Alvarado schlug vor, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) "unter außergewöhnlichen Bedingungen" Notfallfinanzierungen für arme Länder und Entwicklungsländer mit Null-, Fest- und Langfristzinssätzen zur Verfügung stellt. Der Vorschlag des costaricanischen Präsidenten, dass multilaterale Organisationen für die Finanzierung der Covid-19-Pandemie in Ländern mit mittlerem Einkommen keine Zinssätze verlangen sollten, fand bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Unterstützung.
OEA apoya propuesta del presidente de Costa Rica de que FMI no cobre intereses en créditos ante el Covid-19
La Prensa, 20.4.2020

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Costa Rica verstärkt Grenzbewachung nach Nicaragua
Das Fehlen präventiver Maßnahmen der nicaraguanischen Regierung während der COVID-19-Pandemie hat Costa Rica veranlasst, die Überwachung der porösen und ausgedehnten gemeinsamen Grenze zu verstärken, an der es in weniger als einem Monat mehr als 5.000 irreguläre Migranten abgewiesen hat. Die costaricanischen Behörden haben die Überwachung an den beiden offiziellen Grenzposten zu Nicaragua sowie an einigen identifizierten "blinden Flecken", an denen irreguläre Migranten tendenziell einreisen, verstärkt.
La frontera con Nicaragua, una preocupación para Costa Rica durante pandemia
W-Radio,/EFE, 15.4.2020

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Informes oficiales por el Presidente de la República de Costa Rica, don Carlos Alvarado Quesada, con relación al aumento de casos de COVID-19 en Costa Rica y en el mundo, generados por la pandemia del coronavirus SARS-CoV2:

Propuesta de Costa Rica para combate a COVID-19 está en "finalización de detalles", anuncia OMS - YouTube

Respiradores construidos en la UCR, para pacientes con COVID-19, pasan primera prueba clínica y próximamente se iniciará su fabricación

Costa Rica usara sangre de pacientes recuperados
La Nación

SGONU - Iniciativa OMS e instituciones financieras - Nota de acopañamiento

Líderes Global Alliance - Iniciativa OMS e instituciones financieras - Nota de acopañamiento

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Grenzschließungen werden verlängert
Der Minister für öffentliche Sicherheit (MSP), Michael Soto, kündigte am Montag an, dass die costaricanische Regierung den Beschluss zur Schließung der See-, Luft- und Landgrenzen als Maßnahme gegen die Ausbreitung der COVID-19-Krankheit bis zum 30. April verlängern wird.
Costa Rica extiende al 30 de abril su cierre de fronteras como medida contra COVID-19

Delfino.cr, 6.4.2020

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Anstieg der Corona-Fälle
Vor drei Wochen verhängte die Regierung der Republik wegen der Bedrohung durch den COVID-19 den nationalen Notstand. Der Unterricht in öffentlichen und privaten Schulen wurde bis auf weiteres ausgesetzt. Darüber hinaus dürfen nur Costa-Ricaner und in Costa Rica ansässige Personen in das Land einreisen, eine Maßnahme, die bis zum 12. April dauern wird, und sie müssen 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. Das Gesundheitsministerium gab am Dienstag bekannt, dass es in Costa Rica 483 Fälle von Coronaviren gibt. Davon ind 237 Frauen und 246 Männer, von denen 449 Costaricaner und 34 Ausländer sind.
Se confirman 483 casos de coronavirus en Costa Rica
El mundo, 7.4.2020

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Costa Rica muss Blumen vernichten
Die costaricanischen Blumenzüchter haben damit begonnen, die Lilien, Rosen und Chrysanthemen, die sie monatelang pflegten, zu vernichten, nachdem der Ausbruch des Coronavirus die Aussetzung der Flüge zum Markt in den Vereinigten Staaten und Kanada verursachte. William Quirós, Eigentümer des landwirtschaftlichen Betriebs Flores y Verdes del Irazú, dem führenden Unternehmen im Blumen- und Erdbeeranbau, schätzte, dass der Sektor des Landes in den letzten zwei Monaten 10 Millionen Dollar verloren hat, weil er keine Schnittblumen verkaufen konnte, und 25 Millionen Dollar insgesamt, wenn man auch die entgangenen Verkäufe von Laub und Zierpflanzen berücksichtigt.
Agricultores de Costa Rica destruyen sus flores tras suspensión de exportaciones por coronavirus
Reuters, 1.4.2020

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Krediterleichterungen
Die Nationalbank, als wichtigste Bank des Landes, bietet eine sofortige finanzielle Entlastung für 107.305 Kredite, indem sie diese durch einen Rollover umverteilt. Diese Ausführung umfasst Wohnungsbaudarlehen, Kreditkarten, Verbraucherkredite für Fahrzeuge für Nichtverdiener und Rentner, und gilt für insgesamt 55.090 Operationen. Gleichzeitig erfuhren 52.215 Kredite an Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen sowie Unternehmer mit Firmenkrediten eine Anpassung ihrer Kreditvergabe.
BANCO NACIONAL OTORGA PRÓRROGA A MÁS DE 107 MIL CRÉDITOS ANTE SITUACIÓN POR COVID-19

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Maßnahmenkatalog für Costa Rica
Vier Maßnahmen wurden der Gesetzgebenden Versammlung vorgelegt. Es geht um Ausgabenkürzungen, Nutzung des Kraftstoffpreisunterschieds, eine zeitlich befristete Besteuerung hoher Gehälter und die Hinwendung zu multilateralen Institutionen, um Finanzierungslinien zu erhalten. Die Regierung arbeitet daneben an öffentlichen Investitionsplänen und neuen Beschäftigungsfähigkeitsprofilen nach der Pandemie.
Equipo económico presenta nuevas medidas para combatir consecuencias del covid-19

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Offizielle Mitteilung Costa Rica:
Am Sonntag veranstalteten die Institutionen des sozialen Sektors des Landes eine Arbeitsgruppe, die von den Vizepräsidenten Epsy Campbell und Marvin Rodriguez einberufen wurde, um den einzuschlagenden Weg zur Bewältigung des nationalen Notstands gegen COVID-19 festzulegen. Es nahmen Vertreter von 20 Organisationen aus dem Sektor sowie Vertreter der internationalen Organisationen United Nations System/UNICEF und UNHCR und der School of Public Health der Universität von Costa Rica daran teil.
Die erste Sitzung konzentrierte sich auf die folgenden Themen:
Wasserversorgung und Wasserinfrastruktur / Beschäftigungsschutz / Präventionsmechanismen für Minderjährige, Behinderte, ältere Erwachsene und gewaltbetroffene Frauen /Anwendung von Präventionsmaßnahmen in verschiedenen Szenarien und Sektoren zur Vermeidung einer COVID-19-Infektion / Unterkunft, Nahrung, Bildung und Gesundheit.

SECTOR SOCIAL DEL PAÍS MARCA RUTA POR EMERGENCIA DEL COVID-19

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Costa Ricas finden Sie hier.

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Costa Rica erklärt Ausnahmezustand

Der Ministerpräsident Costa Ricas erklärt Ausnahmezustand des Landes.

Costa Rica, Coronavirus en Costa Rica: Lea completo el Decreto de Emergencia 42227-MP-S
Nacion, 16.03.020

  • Datum:21.7.2020

Dominikanische Republik

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Dominikanischer Präsident ruft Ausnahmezustand im Land aus 

Seit diesem Montag, 20.7., befindet sich die Dominikanische Republik, deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, aufgrund der jüngsten epidemiologischen Entwicklung von COVID-19 für einen Zeitraum von 45 Tagen im Ausnahmezustand. Seit Dienstag gilt eine Ausgangssperre. Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in der Dominikanischen Republik beträgt 54.797, während die Zahl der Todesfälle 999 beträgt, so die am Dienstag vom Gesundheitsministerium vorgelegten Daten. Alle Strände der Dominikanischen Republik werden unter Wahrung des sozialen Abstands zur Nutzung zur Verfügung stehen, teilte der Zivilschutz am Dienstag, 21. Juli, zwei Tage nach dem Verbot des Zugangs zu Strandorten und Erholungsgebieten an den Küsten des Landes mit. Die Benutzung von öffentlichen Schwimmbädern, Lagunen und Flüssen werde jedoch auf nationaler Ebene nicht erlaubt sein, hieß es in der Ankündigung, die ebenso wie die Ankündigung, die das Verbot vorsah, in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde.

República Dominicana establece nuevo toque de queda por aumento de COVID

 La Vanguardia, 20.7.2020

Coronavirus: República Dominicana abre las playas dos días después de prohibir su uso

 Clarin.com, 21.7.2020

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Steigende Fallzahlen
Am Donnerstag erreichte die Dominikanische Republik einen neuen Tagesrekord an COVID-19-Infektionen. In den letzten 24 Stunden kamen 1.572 neue Fälle hinzu, so dass die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit der Krankheit infiziert haben, auf 57.615 gestiegen ist. Darüber hinaus wurde ein neuer Todesfall aus dieser Ursache gemeldet, damit wurden nun insgesamt 1.006 Todesfälle aufgrund Covid-19 gezählt. Basierend auf den in den letzten vier Wochen verzeichneten Todesfällen liegt die Sterblichkeitsrate bei 1,14%.

República Dominicana registra nuevo récord de positivos a COVID-19 en un día

 Diario Libre, 23.7.2020

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Steigende Fallzahlen
Am Donnerstag erreichte die Dominikanische Republik einen neuen Tagesrekord an COVID-19-Infektionen. In den letzten 24 Stunden kamen 1.572 neue Fälle hinzu, so dass die Gesamtzahl der Menschen, die sich mit der Krankheit infiziert haben, auf 57.615 gestiegen ist. Darüber hinaus wurde ein neuer Todesfall aus dieser Ursache gemeldet, damit wurden nun insgesamt 1.006 Todesfälle aufgrund Covid-19 gezählt. Basierend auf den in den letzten vier Wochen verzeichneten Todesfällen liegt die Sterblichkeitsrate bei 1,14%.

República Dominicana registra nuevo récord de positivos a COVID-19 en un día

Diario Libre, 23.7.2020

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Gipfel noch nicht erreicht
Die dominikanische Regierung hatte geplant, an diesem Mittwoch, dem 17. Juni, mit der dritten Phase der wirtschaftlichen und sozialen Wiedereröffnung der Dominikanischen Republik fortzufahren. Gestern jedoch kündigte der Präsident der Hochrangigen Kommission zur Prävention und Kontrolle des Coronavirus, Gustavo Montalvo, an, dass es zu diesem Zeitpunkt keine Bedingungen gibt, um zur Phase III der Deeskalation überzugehen. Zwischen Montag und Dienstag dieser Woche wurden 23 Todesfälle von COVID-19 registriert, was am vergangenen Samstag einen Rekord darstellte, als 15 Menschen an einem einzigen Tag starben. Bis heute hat das Virus 615 Dominikaner getötet.
Seit die Regierung von Danilo Medina am 20. Mai ihre sozialen Distanzierungsmaßnahmen gelockert hat, hat die Dominikanische Republik insgesamt 10.029 Neuinfektionen gemeldet. Dies spiegelt einen 73%igen Anstieg der Zahl der im Land gemeldeten Fälle wider. Der Epidemiologe Carlos Feliz erklärt, dass die Zunahme der Fälle von COVID-19-Infektionen zeigt, dass das Virus völlig außer Kontrolle geraten ist und dass die von den Behörden angewandte Inhaftierungspolitik unzureichend ist. Feliz weist darauf hin, dass die Öffnung der Wirtschaft zu einem größeren Einsatz von Menschen in allen Gebieten des Landes geführt hat, was eine größere Verbreitung des Virus zur Folge hatte.
República Dominicana se estanca en fase II por altos números de contagios

Diario Libre, 17.6.2020

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Doch Verlängerung des Ausnahmezustandes?
Am Montag genehmigte der Senat der Republik in einer außerordentlichen Sitzung den Resolutionsentwurf, der die Exekutive ermächtigt, den Ausnahmezustand für die COVID-19-Pandemie um 25 Tage zu verlängern. Der Gesetzentwurf wird am Freitag, 29.5. dem Abgeordnetenhaus bekannt gegeben. Das ist die vierte Verlängerung für den Ausnahmezustand. Am 17. Mai genehmigte der Kongress die letzte Verlängerung um 15 Tage, die am 1. Juni dieses Jahres endet. Die Dominikanische Republik wird nun bis zum 26. Juni die COVID-19 Maßnahmen weiterführen, während die Öffnung der Wirtschaft schrittweise erfolgen soll.
Senado aprueba extensión de estado de emergencia por 25 días
Hoy digital, 28.5.2020

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Chancen
Der Direktor des Nationalen Rates der Freien Exportzonen (CNZFE), Luis Fernandez, sagte am Dienstag, dass etwa 20 Unternehmen, die in der Textilindustrie tätig waren, durch die COVID-19-Pandemie nun Hersteller von Medizinprodukten seien. Der Beamte sagte, es gebe eine Firma, die einen Vertrag über eine Million Masken für die Vereinigten Staaten habe. Ein anderes Unternehmen, das noch nie zuvor Masken hergestellt hatte, stellt ebenfalls alle zwei Wochen etwa vier Millionen davon her, um sie in die Vereinigten Staaten und auch vor Ort zu verkaufen. Er wies darauf hin, dass das Land in der Lage ist, Masken auf dem lokalen Markt zu verkaufen, und dass es sogar die Zahlung von Steuern erlassen hat, damit diese Unternehmen angesichts dieser durch das Coronavirus verursachten Situation den Markt und Geschäftsleute beliefern können.
Unas 20 empresas de zonas francas que eran textileras en RD, ahora crean dispositivos médicos
Listin Diario, 20.5.2020

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Anfang Juni wieder Tourismus möglich
Die Dominikanische Republik wird in Phase 4 der Öffnung, die voraussichtlich am 5. Juli beginnt, Hotels und Flughäfen wieder öffnen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Die Reaktivierung des Tourismus, des wichtigsten Wirtschaftssektors des Landes, wird der letzte Schritt im Plan zur Deeskalation, der durch die Pandemie auferlegten Beschränkungen sein, der am kommenden Mittwoch beginnt, kündigte die Regierungskommission gegen das Coronavirus in einer Erklärung an. Der Beginn von Phase 4 wird auch mit dem Datum der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen zusammenfallen, die ursprünglich für den 17. Mai geplant waren und durch die Pandemie verschoben wurden.
La República Dominicana prevé abrir hoteles y aeropuertos el 5 de julio
Infobae, 20.5.2020

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Verlängerung des Ausnahmezustandes
Der Senat der Dominikanischen Republik hat am Mittwoch einer Verlängerung des Ausnahmezustands um weitere 25 Tage zugestimmt, um zu versuchen, den Vormarsch der Covid-19-Pandemie zu stoppen, nachdem der Präsident des Landes, Danilo Medina, dies am Dienstag selbst beantragt hatte.
Die Maßnahme muss am Donnerstag vom Abgeordnetenkongress gebilligt werden und wäre dann die dritte Verlängerung des Ausnahmezustands in der Dominikanischen Republik seit seiner Ausrufung am 19. März. Medina forderte am Dienstag eine erneute Verlängerung der Sondermaßnahmen, die jedoch von einer "allmählichen und vorsichtigen Deeskalation" begleitet werden sollten, um mit der Reaktivierung der Wirtschaft zu beginnen. Derzeit ist die Dominikanische Republik mit 11.196 Ansteckungsfällen und 409 Todesfällen die am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffene Karibikregion.
Coronavirus.- El Senado de República Dominicana aprueba una prórroga de 25 días del estado de emergencia
Europa Press, 14.5.2020

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Hilfe für Haiti
Der Minister für öffentliche Gesundheit der Dominikanischen Republik, Rafael Sánchez Cárdenas, hat am Mittwoch um internationale Hilfe für Haiti gebeten, um eine "große Katastrophe" durch das Coronavirus zu vermeiden, das bisher 101 Menschen in diesem Land infiziert hat, von denen 12 gestorben sind. Die Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Carissa F. Etienne, warnte auch davor, dass die Rückkehr von 17.000 Haitianern aus der Dominikanischen Republik, wo es eine Übertragung durch die Gemeinschaft gibt, zur Ausbreitung des Virus in einem Land führen könnte, in dem es, wie sie sagte, sehr schwierig sein wird, Maßnahmen zur sozialen Distanzierung umzusetzen.
R.Dominicana apela a la ayuda internacional para Haití por el coronavirus

El diario es, 6.5.2020

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Die Insel kämpft
In den letzten 24 Stunden wurden in der Dominikanischen Republik 236 neue positive Fälle des Coronavirus registriert, womit sich die Gesamtzahl der Infizierten auf 6.652 erhöht hat, wie aus dem Bulletin Nr. 41 des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch, dem 29. April, hervorgeht. Während landesweit 293 Todesfälle registriert wurden, kamen in den letzten 24 Stunden sieben neue hinzu, was einer Letalität von 4,40% entspricht. Gesundheitsminister Rafael Sánchez Cárdenas berichtete auch, dass 1.228 Patienten nach Überwindung der Krankheit aus dem Krankenhaus entlassen wurden.
293 fallecidos y 6,652 infectados por coronavirus en República Dominicana

Diario libre, 29.4.2020

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Soziale Distanz bleibt
Der Gesundheitsminister berichtete am Montag, dass das Land zu diesem Zeitpunkt nicht bereit sei, mit dem Abbau der sozialen Distanzierungsmaßnahmen zu beginnen, die zur Eindämmung des Vordringens des Coronavirus verhängt wurden.
República Dominicana no está lista para el desmonte del distanciamiento social

Diario libre, 20.4.2020

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Maskenpflicht
Der Minister für öffentliche Gesundheit der Dominikanischen Republik, Rafael Sánchez Cárdenas, gab am Donnerstag bekannt, dass die Verwendung von Masken für alle Dominikaner in öffentlichen Räumen und an Arbeitsplätzen obligatorisch ist. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, da sich die soziale Distanzierung aufgrund der tagsüber beobachteten Menschenmassen als unzureichend erweist. Laut dem neuesten Epidemiologie-Bulletin gibt es in der Dominikanischen Republik 3.755 Fälle von Coronaviren und 196 Todesfälle.
Uso de mascarillas es obligatorio para dominicanos por coronavirus

CNN español, 16.4.2020

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Repatriierung von knapp 3000 Landsleuten
Vom 19. März bis 13. April repatriierte die Dominikanische Republik 63.592 Ausländer durch sogenannte Fähr-Flüge und empfing 2.848 Dominikaner, informierte der Minister der Präsidentschaft und Koordinator der Hochrangigen Kommission für die Prävention und Kontrolle des Coronavirus (COVID-19), Gustavo Montalvo. Die Periode der Isolation des Landes begann am 19. März, und seit diesem Datum sind die Land-, See- und Luftgrenzen auf Anordnung von Präsident Danilo Medina geschlossen. Montalvo wies darauf hin, dass die Verladevorgänge jedoch normal funktionieren, um die Lieferkette von Lebensmitteln und lebenswichtigen Gütern sicherzustellen.
República Dominicana repatrió a 63,592 extranjeros en menos de un mes

Listin Diario, 15.4.2020

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Außer Kontrolle
Die enormen Anstrengungen der Behörden in der Dominikanischen Republik angesichts des Voranschreitens der COVID-19-Pandemie sind nicht in der Lage zu verhindern, dass sich Konglomerate von Menschen in den Hauptstadt-Nachbarschaften und Provinzen des Landes konzentrieren, von denen einige Domino spielen oder sich mit den Nachbarn unterhalten und andere die eine oder andere Bankgeschäfte inmitten langer Schlangen erledigen, ohne die soziale Distanz zu beachten, und sich so einer Ansteckung aussetzen. In der Dominikanischen Republik gibt es insgesamt 1.828 bestätigte Fälle von Coronavirus, während 86 Menschen an der Krankheit gestorben sind.
Avance de epidemia en República Dominicana no impide conglomerados
Diario Las Americas, 6.4.2020

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Neue Programme zur Unterstützung
Donald Guerrero, Finanzminister und Koordinator des Wirtschaftsausschusses, der als Reaktion auf den Coronavirus-Alarm (COVID-19) eingerichtet wurde, erläuterte heute die Funktionsweise der beiden Hauptprogramme, die gestern Abend von Präsident Danilo Medina angekündigt wurden, um den dominikanischen Familien wirtschaftliche Hilfe zu bringen. In Bezug auf das Programm "Bleib zu Hause", das das Einkommen von informellen Arbeitern und deren Haushalte schützen soll, präzisierte er, dass die Quote, die die Begünstigten des Comer es Primero-Programms erhalten, für einen Zeitraum von 2 Monaten (April und Mai) um 5.000 RD$ erhöht wird. "Gleichzeitig wird die Zahl der begünstigten Familien von 811.003 auf 1,5 Millionen Haushalte und der Transfer von Geldern für jene Haushalte steigen, deren Haushaltsvorstände über 60 Jahre alt sind und gesundheitliche Probleme wie HIV oder Tuberkulose haben".
Ministro de Hacienda explica funcionamiento de programas Quédate en Casa y FASE, impactarán 8 millones de dominicanos

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Ausnahmezustand auch in der Dominikanischen Republik
Präsident Danilo Medina verhängte den Ausnahmezustand auf dem gesamten Staatsgebiet aufgrund der vom Nationalkongress durch die Resolution Nr. 62-20 vom 19. März 2020 erteilten Genehmigung.

Presidente Danilo Medina declara estado de emergencia en todo el territorio nacional

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Corona in der Dominikanischen Republik

Gegenüber der Bevölkerung wurde betont, dass "das Coronavirus im Land und nicht in der Gemeinschaft zirkuliert", da alle 11 Fälle (bisher bestätigt), darunter ein venezolanischer Staatsbürger, importiert wurden. Die Dominikanische Republik wurde in die Liste der Länder aufgenommen, die Flüge aus Europa, China, Korea und dem Iran sowie Abflüge dorthin, ab Montag, dem 16. Juni, um 6 Uhr morgens für einen Monat aussetzen, als Maßnahme gegen die COVID-19-Pandemie. Für Passagiere aus anderen Ländern, die sich in den letzten zwei Wochen an einem der Orte befanden, für die die Flugunterbrechung festgelegt wurde, wurde Quarantäne verordnet. Die dominikanische Regierung ordnete auch die "sofortige Aussetzung der Ankunft von Kreuzfahrtschiffen in allen Häfen und an allen Küsten der Dominikanischen Republik" an, eine historische Aktion, die "das Rückgrat" der Wirtschaft des Karibikstaates brechen kann. Das Land hält an diesem Sonntag außerordentliche Kommunalwahlen ab.

Coronavirus: República Dominicana suspende cruceros y vuelos desde Europa y China
Diario las Americas, 15.03.2020

  • Datum:11.09.2020

Ecuador

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Corona-Sperre beendet
Der Ausnahmezustand endet am 13. September. Damit wird die Ausgangssperre aufgehoben und die Bürger können sich frei und ohne zeitliche Begrenzung bewegen. In jedem Fall drängt die Regierung darauf, dass ältere Menschen, Minderjährige oder Menschen mit Behinderungen weiterhin zu Hause bleiben, da sie zu der Bevölkerung gehören, die am stärksten durch COVID-19 infiziert werden können. Doch trotz der Tatsache, dass die Bürger ungehindert auf die Straße gehen können, werden die Kommunen weiterhin für die Kontrolle des Fahrzeugverkehrs sowie für die Erteilung oder Verweigerung von Genehmigungen für den Betrieb von Restaurants, Nachtleben, Unterhaltungszentren usw. zuständig sein. Das gleiche gilt für Strände, Parks oder Sportplätze.

El toque de queda se acaba el 13 de septiembre en Ecuador ¿Qué significa eso, se puede movilizar cualquier persona?

El Universo, 10.9.2020

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Ecuador will Corona-Ausnahmezustand verlassen
Die ecuadorianische Regierung wird keinen neuen Ausnahmezustand für die COVID-19-Pandemie ausrufen, sobald diese Mitte September endet. Das bedeutet, dass Maßnahmen wie Ausgangssperren oder Einschränkungen des Rechts auf Vereinigungsfreiheit mit dem Ende dieses Ausnahmezeitraums enden werden. Ecuador wird ab Mitte September zu "anderen Arten von Kontrollen und anderen Arten von Aktivitäten übergehen, bei denen der größte Teil der Verantwortung auf die Selbstversorgung und den Selbstschutz gelegt wird". Zu diesem Zweck schlägt die Regierung eine Kampagne namens Yo me cuido (Ich kümmere mich um mich selbst) vor, "die die Maßnahmen hervorhebt, die jede Familie ergreifen sollte", um eine Ansteckung zu verhindern, sagte Regierungsministerin María Paula Romo. 

Qué implica el final del estado de excepción en Ecuador

 El Universo, 26.8.2020

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Für indigene Gemeinschaften gibt es keinen Staat

Am 11. März rief der Amtliche Präsident Lenin Moreno landesweit den gesundheitlichen Notstand im Land aus. Niemand aber warnte die in Isolation lebenden Völker im Amazonasgebiet.

Der COVID-19 Virus hat mittlerweile 9 der 11 Indigene Völker im Amazonas erreicht, insgesamt gibt es 1776 bestätigte Fälle und 33 Todesfälle. Die Regierung und das Gesundheitsministerium schenken dieser Region allerdings wenig Aufmerksamkeit, sodass für die Bevölkerung bisher weder Ärzte noch Covid-Tests bereitgestellt wurden. Die Indigenen Gemeinschaften behandeln COVID-19 mit angestammter Medizin. Beispielsweise durch Infusionen von Dschungelpflanzen mit Weinrebe, Knoblauch, Katzenkralle und Brennnesselwurzel. Andere Patienten haben sich für die Selbstmedikation durch moderne Medikamente wie Paracetamol, Diclofenac und Amoxicillin entschieden, die ein hohes Risiko darstellen können.

Bei dieser Pandemie mussten die Urvölker allein nach Lösungen suchen, wie Antonio Vargas, Vorsitzender des Koordinierungsrates der Kichwa-Gemeinschaften, sagt: "Für indigene Gemeinschaften gibt es keinen Staat“.

Indígenas enfrentan el riesgo de la automedicación
GKCity, 29.7.2020

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Corona in Ecuador
Die Zahl der COVID-19-Positiven in Ecuador stieg an diesem Dienstag auf 82.279, während die offiziellen Todesfälle insgesamt 5.584 und die wahrscheinlich auf Covid- zurückzuführenden Todesfälle 3.454 betrugen, wie aus dem offiziellen Tagesbericht des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Das bedeutet für 1.118 Neuinfektionen im Vergleich zu Montag und 52 offizielle Todesfälle durch das Coronavirus im Land. Die ecuadorianische Hauptstadt verzeichnet mit 186 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag nach wie vor die meisten Fälle, während in Guayaquil, der zweitgrößten Stadt des Landes, 11.849 Fälle mit 26 Neuinfektionen an einem einzigen Tag verzeichnet wurden. Seit der erste Fall am 29. Februar gemeldet wurde, sind in dem Andenstaat mit mehr als 17 Millionen Einwohnern insgesamt 230.515 Tests durchgeführt worden, die von RCP bis hin zu Schnelltests reichen.

Ecuador registra 82.279 positivos y 5.584 personas fallecidas por COVID-19

El Mercurio, 28.7.2020

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Internationale Flüge wieder aufgenommen
Mehrere ausländische Unternehmen haben ihre Flüge nach Ecuador wieder aufgenommen oder angekündigt, dass sie dies kurzfristig tun werden, während das Land versucht, sich wirtschaftlich wieder zu beleben. Zu den internationalen Fluggesellschaften, die mit kommerziellen Flügen zu den Flughäfen Ecuadors zurückkehren, gehören KLM und United.
Aerolíneas retoman vuelos internacionales a Ecuador bajo cronogramas especiales

Primicias.ec, 16.6.2020

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Verlängerung
Der Präsident der Republik, Lenín Moreno, unterzeichnete ein neues Notstandsdekret zur Bewältigung des durch das Coronavirus verursachten gesundheitlichen Notstands. Das offizielle Dokument 1074 wurde in der Nacht zum 15. Juni 2020 unterzeichnet, nur wenige Minuten vor Ablauf der gesetzlichen Frist für die Veröffentlichung. Mit dieser Entscheidung beendete Moreno den am 16. März unterzeichneten Ausnahmezustand und verlängerte ihn dann am 15. Mai um weitere 30 Tage. Das neue Dekret, das 60 Tage lang gelten wird, setzt zwei Ziele: die Fortsetzung der Kontrolle der Krankheit und die Schaffung von Mechanismen zur Bewältigung der wirtschaftlichen Rezession und der durch die Pandemie verursachten Finanzkrise.
¿Qué implica el nuevo estado de excepción en Ecuador contemplado en el Decreto 1074?
El Comercio.com, 16.6.2020

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Charité hilft Ecuador
Ein Team deutscher Epidemiologen des Universitätsklinikums Charité in Berlin wird in den nächsten zwei Wochen in Ecuador eintreffen, mit dem Ziel, das Management und die Diagnose von Covid-19 im Land zu stärken. Der Besuch umfasst auch die Spende von 100 000 PCR-Tests zum Nachweis des Virus im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit. Wie die deutsche Botschaft in Quito mitteilte, werden die Fachleute mit Experten aus vier Labors in Guayas, Manabí und Imbabura einen strategischen Austausch über das Management der Pandemie durchführen. Die Idee, so die Erklärung, wird darin bestehen, die Kapazität der Diagnose und Behandlung des Coronavirus zu erhöhen.
Alemania dona a Ecuador 100 000 pruebas PCR para covid-19 y confirma visita de epidemiólogos
El Comercio Ec, 26.5.2020

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Proteste gegen Ecuadors wirtschaftlicher Notfallplan
Diesen Montag protestierten Tausende von Menschen in verschiedenen Städten Ecuadors gegen die von Präsident Lenin Moreno angekündigten drastischen wirtschaftlichen Maßnahmen und Haushaltskürzungen. Die ecuadorianische Regierung hat angesichts der schweren Wirtschaftskrise, die das Land durchlebt und die durch das Coronavirus noch verschärft wurde, unter anderem die Löhne gesenkt, Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor abgebaut, Gelder für Universitäten gekürzt und staatliche Unternehmen geschlossen.
Coronavirus en Ecuador: las multitudinarias protestas por las drásticas medidas económicas y recortes de Lenín Moreno
BBC Mundo, 26.5.2020

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Militär zur Überwachung der Quarantäne
In den Vierteln am Ufer des Esmeraldas-Flusses wurden nun Polizei und Militär eigesetzt, damit die Bewohner dieser besiedelten Gebiete während der Ausgangssperre in ihren Häusern blieben. Die Kontrollaktion wurde am Mittwochabend mit der Unterstützung von Videoüberwachungskameras durchgeführt. "Es gibt Sektoren, in denen die obligatorische Beschränkung nicht eingehalten wird und die Menschen Karten spielen, Bingo spielen, Sport treiben, tanzen oder auf der Straße bleiben", sagte Patricio Perez, Kommandeur der Subzone der Nationalen Polizei von Esmeraldas.
Coronavirus en Ecuador: COE solicita militarización de la provincia de Esmeraldas por aumento de contagios y desobediencia ciudadana
El Universo, 14.5.2020

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Covid-19 beutelt Ecuador stark
Wie auch in vielen anderen Ländern Lateinamerikas reiste der Erreger mit Touristen aus dem reichen Europa ein. Dass es sich rasant verbreiten konnte, hat mehrere Gründe. Ecuador war bereits im vergangenen Herbst wirtschaftlich angeschlagen, stand kurz vor der Insolvenz. Der Preisverfall für Erdöl hat die wirtschaftliche Not verschärft. Und heute gibt es viel zu wenige Tests, die Dunkelziffer über das wahre Ausmaß der Pandemie ist damit hoch. Und das Gesundheitssystem war bereits seit Jahren geschwächt und ausgedünnt.
Dramatische Situation in Ecuador: Touristen brachten das Coronavirus ins Land
gmx.net, 8.5.2020

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Chaos nicht beherrschbar?
Menschenmassen, informeller Handel, die Aufgabe der Zwangsisolation, Verkehrsstaus und Unordnung auf den Märkten sind die größten Herausforderungen, denen viele Städte Ecuadors jetzt begegnen müssen. Sie stellen ein Hindernis für die Gemeinde- und Gesundheitsbehörden dar, die die Ausbreitung von Covid-19 nicht verhindern und die Beschränkungen nicht durchsetzen können, die in dieser Phase der sozialen Distanzierung im gesamten Gebiet eigentlich weiterhin bestehen.
En nueva etapa, las personas abandonan la cuarentena y hay caos en las calles en Ecuador
El Comercio, 6.5.2020

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Keine Lockerung für Quito
Die Bevölkerung der Hauptstadt macht fast 18 Prozent der Einwohner Ecuadors aus, aber in der Ansteckungsstatistik liegt ihr durchschnittlicher Prozentsatz bei etwa 7,5 Prozent der 24.258 landesweit infizierten Personen, nachdem sie eine vollständige Quarantänezeit absolviert haben. In Anbetracht der Absicht der Regierung, am 4. Mai aus der "Isolation" in die "Lockerung" zu wechseln, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln, bittet der Bürgermeister darum, die Empfehlungen der WHO zu den Risiken einer "vorzeitigen Lockerung" zu berücksichtigen. "Im Metropolitan District hat sich die Ansteckungskurve noch nicht stabilisiert", warnte der Bürgermeister, so dass die Situation der maximalen Vorsorge in seiner Stadt bis zum 31. Mai bestehen bleiben soll. Yunda, von Beruf Arzt, hält es für notwendig, das Gesundheitssystem Quitos vor einer möglichen Ansteckungsflut zu schützen, und bevorzugt maximale Vorsorge, da der Distrikt aufgrund seiner Größe einem größeren Ansteckungsrisiko ausgesetzt wäre.
La capital de Ecuador pide más aislamiento en su lucha contra el coronavirus
Efesalud, 29.4.2020

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IDB gibt Unterstützung
Ecuador rechnet damit, von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) 739 Millionen US-Dollar zu erhalten, um den durch den Gesundheitsnotstand von Covid-19 verursachten Bedarf zu decken. "Inmitten der schwierigen Situation, in der wir uns befinden, ist diese internationale Unterstützung für die Art und Weise, wie das Land der Krise begegnet, und für ein verantwortungsvolles Schuldenmanagement eine gute Nachricht", sagte Richard Martínez Alvarado, Minister für Wirtschaft und Finanzen der Republik Ecuador.
El BID aportará USD 739 millones para que Ecuador atienda la emergencia sanitaria por el covid-19

El Comercio, 29.4.2020

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Ecuador isoliert sich weiterhin freiwillig
Die meisten Kantone sind nicht bereit, die Isolation zu beenden und in einen Prozess der Lockerung einzutreten, wie die Regierung forderte. Präsident Lenín Moreno und die Regierungsministerin María Paula Romo kündigten an, dass ab dem 4. Mai eine Ampel zur Definition der Rückkehr an den Arbeitsplatz in Kraft treten wird, und überließen diese Definition den Gemeinden. Die Bürgermeister lehnten dies zunächst ab und nannten es ein "Händewaschen", aber bereits am Montag hatte die Mehrheit beschlossen, mit der Isolation weiterzumachen, oder in Rot. Die Bürgermeisterin von Guayaquil, Cynthia Viteri, wies darauf hin, dass die Stadt nach dem 4. Mai noch mindestens drei Wochen lang in Isolation bleiben wird. Diejenigen, die an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, müssen vorher getestet werden.
Coronavirus en Ecuador: Alcaldes anuncian, en su mayoría, que sigue aislamiento

El Universo, 28.4.2020

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Wirtschaftliche Öffnung in Planung
Die ecuadorianische Regierung sagte am Dienstag, dass sie einen Plan zur schrittweisen Wiederbelebung ihrer Wirtschaftstätigkeit vorbereitet und Flüge für die Rückkehr der im Ausland gestrandeten Bürger zulässt. Ecuador meldete etwa 10.398 Fälle und 520 Todesfälle, aber weitere 902 Todesfälle wurden laut offiziellen Angaben als wahrscheinliche Todesfälle durch COVID-19 registriert. Der Ausbruch hat die Wirtschaft des erdölproduzierenden Landes, das dringend nach externer Finanzierung und einer Neuverhandlung seiner Schulden sucht, verwüstet und das öffentliche Gesundheitssystem in Guayaquil, dem Epizentrum des Ausbruchs auf lokaler Ebene, überfordert. Die Regierung strebt eine schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs des produktiven und kommerziellen Sektors in den kommenden Tagen an, basierend auf Pilotplänen, Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen, der ermittelten Geschwindigkeit der Krankheitsübertragung und der installierten Kapazität der öffentlichen Krankenhäuser.
Ecuador se prepara para reanudar actividad económica, autoriza vuelos para repatriar ciudadanos
infobae, 21.4.2020

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Die Pandemie hält Ecuador am Gängelband
Ecuador ist mit 7.858 Fällen, darunter 388 Todesfälle, eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen lateinamerikanischen Länder. Die Küstenprovinz Guayas (Südwesten) macht 71% der infizierten Bevölkerung aus. In der Hauptstadt und dem Handelszentrum des Landes, Guayaquil, gibt es etwa 4.200 Fälle. Der Präsident räumte nun ein, dass sein Land nicht auf diese Epidemie vorbereitet war, fügte jedoch hinzu, dass "in keinem Land eine Regierung vorbereitet wurde". Darüber hinaus vertrat er die Ansicht, dass sein Land mit der Ausbreitung des Coronavirus konfrontiert ist, zu einer Zeit, in der die Steuereinnahmen durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten seines Landes stark dezimiert sind.
Casí 8 mil contagios: Coronavirus: Lenin Moreno admite que Ecuador no estuvo preparado para enfrentar la pandemia
Clarin, 16.4.2020

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Präsident unter Druck
Der Ausbruch des Coronavirus in Ecuador setzt Präsident Lenin Moreno zunehmend unter Druck, eine Schuld von rund 17 Milliarden Dollar jetzt nicht zu begleichen und diese Mittel für die Bekämpfung der Pandemie einzusetzen, die in der größten Stadt des Landes unzählige Todesopfer in Häusern und Straßen hinterlassen hat.
Pandemia aumenta presión sobre Ecuador para suspender pago de su deuda externa
Reuters, 15.4.2020

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Ecuador steht am Rand
Aufgrund der verheerenden Auswirkungen des Coronavirus erlebt Ecuador einen der kritischsten Momente seiner jüngsten Geschichte. Im vergangenen Jahr konnte Präsident Moreno entgegen aller Widerstände dank eines Paktes mit der ecuadorianischen Rechten an der Macht bleiben, insbesondere mit den Führern von Guayaquil, die während eines Großteils der Regierung von Correa die sichtbarste Ablehnung der so genannten Bürgerrevolution waren. Die nächsten Präsidentschaftswahlen in Ecuador finden erst in zwei Jahren statt. Die Aussichten für Ecuador erscheinen kurzfristig düster. Im Jahr 2020 muss das Land mit dem Einbruch der Ölpreise, dem Rückgang der Überweisungen und der Touristenankünfte, gestressten Finanzen und einem massiven Anstieg der Coronaviren-Fälle im eigenen Land fertig werden und steht am Rande des Ausfalls.
Why is Ecuador the Epicenter of Corona epidemic in Latin America?

Financial Express, 5.4.2020

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Guayaquil und die Toten
Die Zeitung «El Universo» berichtete vergangene Woche unter Berufung auf polizeiliche Quellen, dass fast 450 Leichen auf der Warteliste zum Abtransport aus privaten Häusern standen. Das hat einen Grund: Angesichts des starken Anstiegs von Todesopfern sind die Krankenhäuser genauso überfüllt wie die Leichenhallen, zudem ist das Bestattungswesen kollabiert. Die Abholung der Toten verzögerte sich offenbar auch wegen der weitreichenden Ausgangsbeschränkungen. Als Übergangslösung werden die vielen Toten nun in Kühlcontainern gelagert.
Die Leichen türmen sich in Ecuadors größter Stadt

NZZ, 4.4.2020

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Das Virus überschwemmt Ecuador und die Behörden kommen nicht hinterher
Guayaquil ist das Wuhan von Ecuador. Es ist die Stadt, in der der erste Fall festgestellt wurde - aus Spanien importiert -, sie ist mit 70% der 2.758 positiven Fälle der Hauptschwerpunkt der Infektion im Land, und sie ist der Ort, an dem zu Beginn des Ausnahmezustands die schärfsten Maßnahmen verhängt wurden. Nach zwei Wochen Ausgangssperre und Aussetzung des Arbeitsalltages, verlängert bis zum 5. April, ist Guayaquil das Prisma, das die Verzweiflung der Bevölkerung durch den Tod ihrer Angehörigen und die Unfähigkeit der Behörden, rechtzeitig zu handeln, offenbart. Nach offiziellen Angaben hat das Coronavirus 98 Menschen im Land das Leben gekostet, mindestens 60 davon in Guayas, der Provinz, deren Hauptstadt Guayaquil ist. Darüber hinaus gibt es weitere 76 Todesfälle, deren Zusammenhang mit Covid-19 nicht bestätigt wurde, weil die Tests nicht rechtzeitig ankamen oder nicht schlüssig waren. Dennoch werden sie von den Behörden als wahrscheinliche Todesursache genannt.
El coronavirus desborda Ecuador y abruma a su población por la acumulación de cadáveres en casas
EL País,1.4.2020

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Unterstützung für die Krankenhäuser
Der Minister für öffentliche Gesundheit (MSP), Juan Carlos Zevallos, kündigte an, dass für diesen Gesundheitsnotfall 101,3 Millionen USD für die landesweite Ausstattung von Krankenhäusern bereitgestellt werden, wobei der Schwerpunkt auf COVID-19 liegt. Diese Investition konzentriert sich auf das Repowering und die Erhöhung des Service von Intensivbetten für Erwachsene.
MSP destinará USD 101.3 millones para equipamiento de hospitales ante emergencia sanitaria

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Kritische Lage in Ecuador
Ecuador sagte am Montag, dass es die Verzögerungen bei der Abholung der Leichen in der Stadt Guayaquil, der kritischsten Stadt für die Verbreitung des Coronavirus, lösen wird. Es wurden dort vermehrt Todesfälle aus armen Vierteln sowie aus Touristengebieten gemeldet. Die Provinz Guayas, in der sich Guayaquil befindet, verzeichnet mehr als 70% der Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Menschen, die am Montag insgesamt 1.966 positive Fälle erfasst hatte, von denen bisher 62 nach offiziellen Angaben gestorben sind.
Ecuador aumenta esfuerzos para recoger y sepultar muertos en medio de pandemia

Reuters, 30.03.2020

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Schwere Zeiten
Ecuador hat eingeräumt, dass es die Kuponzahlungen für drei Anleihen des IWF, die im Laufe dieser Woche fällig werden, nicht leisten wird, versichert jedoch, dass es innerhalb der 30-tägigen Karenzzeit zahlen wird, da es inmitten des Covid-19-Ausbruchs und des Ölpreisabsturzes um Liquidität kämpft.
Das Land wurde vom Ausbruch des Coronavirus schwer getroffen. Es hat nach Brasilien die zweithöchste Zahl bestätigter Fälle in Lateinamerika. Nach Angaben der lokalen Behörden wurden 981 Menschen positiv getestet und 18 sind gestorben.
Durch den Rückgang des Ölpreises, der mehr als die Hälfte der Exporterlöse des Landes ausmacht, wurde Ecuador noch mehr gebeutelt. Da es als einziges Land in Südamerika den US-Dollar als offizielle Währung verwendet, ist es in seinen Möglichkeiten, das Problem zu lösen, stark eingeschränkt.

Ecuadorean bonds drop as government calls for time
Financial Times, 25.3.2020

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Schwere Zeiten für Ecuador
Ecuadors Wirtshaft steht am Rand des Kollapses. Das Ausmaß der Gefährdung des Landes ist so groß, dass die Regierung von Lenin Moreno eine Reihe von wirtschaftlichen Maßnahmen vorgeschlagen hat, um die Auswirkungen der expansiven Welle der Pandemie einzudämmen, darunter ein Zahlungsaufschub für freiwillige Sozialversicherungsbeiträge, Einkommenssteuer und Kreditrückzahlungen. Zudem will er einen spezifischen Plan die Millionen informeller Arbeiter erstellen, die von ihrem Tageseinkommen abhängig sind. "Unter diesen Umständen wäre der einzige unmittelbare Ausweg, die Unterstützung des IWF zu erhalten und dieses Szenario der Rigidität, welches er für Ecuador vorschlug, weil das Land die Defizit-, Reserve- und Ausgabenanpassungsziele nicht erreicht hatte, zu vertagen und somit die geplante Auszahlung zu beschleunigen", prognostiziert der ehemalige Finanzminister Fausto Ortiz. In dieser Hinsicht hat der Währungsfonds seine Absicht vorangetrieben, "eng mit den ecuadorianischen Behörden zusammenzuarbeiten, um ihnen zu helfen, sich in diesem herausfordernden und sich verändernden wirtschaftlichen Umfeld zurechtzufinden". Und für nächste Woche wird ein schneller Notfallkredit von 500 Millionen Dollar erwartet.

La crisis sanitaria lleva al límite a la economía de Ecuador
El País 24.3.2020

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Ecuadors finden Sie hier.

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Im Angesicht der Krise informierte das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen folgendes:

Fünf Institutionen, die Teil der öffentlichen Bank (Banca Pública) Ecuadors sind, haben einen deutlichen Sprung in ihrer Risikoeinstufung gemacht, was ihre Stärke widerspiegelt. Einerseits ratifizierten die Bank des ecuadorianischen Instituts für soziale Sicherheit (Biess), die Nationale Finanzkorporation (CFN) und die Entwicklungsbank (BDE) ihre Ratings, während sich die BanEcuador und die Nationale Korporation für Volks- und Solidaritätsfinanzierung (Conafips) verbesserten. Weitere Informationen: Mayor solidez de la Banca Pública

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Das Gesundheitsministerium von Ecuador empfiehlt: Zuhause bleiben stoppt die Ausbreitung von Covid-19. Weitere Informationen hier.

  • Datum:4.8.2020

El Salvador

Share:

Verloren im Kampf
 Ein Kredit der Interamerikanischen Entwicklungsbank in Höhe von 250 Millionen US-Dollar, der für die Auswirkungen der Pandemie in El Salvador vorgesehen war, ging in der Konfrontation zwischen Präsident Nayib Bukele und dem Kongress verloren. 

La pelea política que le hizo perder a El Salvador un crédito del BID

 El Espectador, 4.8.2020

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Gesundheitsminister verlangt Quarantäne 

Gesundheitsminister Francisco Alabí drängte gestern die gesetzgebende Versammlung, eine landesweite Hausquarantäne zu verhängen. Die täglichen Infektionen mit COVID-19 erreichen in El Salvador alarmierende Zahlen. Allein gestern wurden 402 neue Fälle entdeckt. Alabí sagte, dass im Falle des Krankenhauses El Salvador, das noch im ehemaligen Internationalen Messe- und Kongresszentrum (CIFCO) gebaut wird, in den kommenden Tagen 664 Betten für Intensivstationen installiert werden, gab aber kein Datum dafür an.

Ministro de Salud de El Salvador pide a la Asamblea Legislativa cuarentena nacional

 La Prensa Grafica, 24.7.2020

 El Salvador sobrepasa los 400 nuevos casos de COVID-19

 Elsalvador.com, 23.7.2020

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Schluss mit Corona
Nach 85 Tagen obligatorischer Hausquarantäne, die am 14. Juni dieses Jahres endete, sehen sich die Salvadorianer einer neuen Realität gegenüber, an die sie sich gewöhnen müssen: auf die Straße gehen (wenn nötig) und gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Fälle von Covid-19 "außer Kontrolle geraten". Nach der Resolution der Verfassungskammer vom 8. Juni, die Präsident Nayib Bukele die Tür für eine Verlängerung der Quarantäne durch Exekutivdekrete verschloss, und nachdem es ihm nicht gelungen war, mit der Gesetzgebenden Versammlung einen Konsens über die Schaffung eines Rechtsrahmens zur Regelung der Quarantäne zu erzielen, bleibt dem Präsidenten nun "nur noch, die Öffnung der Wirtschaft zu regeln“. Angesichts dieser Situation es ist wichtig, dass die Bürger in ihrem täglichen Leben die Verantwortung für die Eindämmung der Pandemie des neuen Coronavirus, der Ursache von Covid-19, übernehmen.
La cuarentena obligatoria se termina en El Salvador. Esto es lo que debes saber para evitar el contagio de covid-19
La Prensa gráfica, 14.6.2020

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Nach der letzten Aktualisierung gibt es nun 2.194 Fälle von COVID-19 in El Salvador, die sich in 1.153 aktive Fälle, 1.002 geheilte Patienten und 39 Todesfälle aufteilen. Die Fälle von COVID-19 könnten sich in den kommenden Tagen in El Salvador und Guatemala beschleunigen, sagte die Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS), Carissa Etienne, am Dienstag, 26.5.2020.
85 nuevos casos de COVID-19 en El Salvador, ya son 2194 en total

Solo Noticias, 28.5.2020
OPS pronostica aceleración de casos de Covid-19 en El Salvador y Guatemala
Diario El Mundo, 26.5.2020

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Mögliche Öffnung Anfang Juni
Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, schlug am Montagabend vor, die Wirtschaft ab dem 6. Juni wieder zu öffnen, vorausgesetzt, dass die Legislativversammlung bis Donnerstag ein Notstandsgesetz verabschiedet und ab Freitag für fünfzehn Tage eine strenge Quarantäne verhängt wird.
Bukele propone reabrir la economía tras cuarentena estricta en El Salvador

CNN Español, 19.5.2020

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Rücktritt der Prüfer
Das Komitee zur Prüfung der Covid-Ausgaben, das aus Vertretern der Wirtschaft und der Wissenschaft besteht, die aus dem Amt scheiden, sagen, dass Präsident Nayib Bukele ihnen nie Pläne zur Prüfung von fast 2 Milliarden Dollar gegeben habe, die für die Wiederbelebung der Wirtschaft verwendet werden sollen, während der Präsident behauptet, dass sie das Amt verlassen, um nicht ihr Vermögen zu deklarieren. Das Angebot El Salvadors, ein Gremium zu haben, das die Regierungsausgaben während der Covid-19-Pandemie überwachen soll, geht damit verloren. An diesem Dienstag, dem 12. Mai, traten fünf Akademiker und Geschäftsleute, die die Zivilgesellschaft in dem Ausschuss vertreten, der die 2 Milliarden Dollar prüft, mit denen die Regierung die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ausbruchs der Pandemie bekämpfen will, zurück.
El Salvador: renuncia la mitad del comité que se encarga de los dineros del Covid-19

France24.com, 13.5.2020

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Menschenrechte und Covid
Die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, forderte die Behörden El Salvadors auf, mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen zu untersuchen, die inmitten der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie begangen wurden. Die salvadorianischen Behörden haben die Mobilität der Bürger eingeschränkt, um das Infektionsrisiko zu verringern. Die nationale Zivilpolizei und die Streitkräfte haben Straßensperren errichtet und diejenigen verhaftet, die gegen die obligatorische Hausquarantäne verstoßen. Die Regierung von Präsident Nayib Bukele hat sich auch einem Urteil des Obersten Gerichtshofs widersetzt, das anordnete, diejenigen, die gegen die Quarantäne verstießen, nicht zu verhaften.
Bachelet pide investigar supuestas violaciones a derechos humanos en El Salvador

CNN español, 21.4.2020

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Essen statt Geld
Nelson Fuentes, Finanzminister El Salvadors, gab am 15.4. bekannt, dass die Regierung nicht mehr über die finanziellen Möglichkeiten verfüge, weiterhin 300 Dollar an wirtschaftlicher Unterstützung für die Menschen aufgrund des durch die Pandemie verursachten nationalen Notstands zu zahlen. Daher überlegt Präsident Nayib Bukele, in den nächsten zwei Monaten Lebensmittelkörbe auszuliefern.
Gobierno de El Salvador planea dar alimentos en vez de dinero por pandemia

El tiempo latino, 15.4.2020

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IWF unterstützt El Salvador bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie
Der Internationale Währungsfonds (IWF) genehmigte eine Auszahlung von 389 Millionen Dollar für El Salvador als Antwort auf ein Ersuchen um Nothilfe zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, berichtete das Finanzinstitut am Dienstag. Nach Angaben der Weltbank wird El Salvador in diesem Jahr um 4,3% schrumpfen. Der IWF schätzt, dass Zentralamerika im Jahr 2020 vor dem Hintergrund einer durch das neue Virus verursachten weltweiten Rezession um 3% schrumpfen wird. Der IWF erkannte an, dass die salvadorianischen Behörden "unverzüglich Maßnahmen ergriffen haben, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu mildern, einschließlich gezielter Geldtransfers an gefährdete Haushalte und Steuererleichterungen für betroffene Unternehmen.
FMI aprueba 389 millones dólares para atender pandemia en El Salvador

Deutsche Welle, 14.4.2020

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Verlängerung erbeten
Die Geltungsdauer der Dekrete über die vorübergehende Einschränkung der verfassungsmäßigen Rechte und des nationalen Notstandsdekrets von covid-19 endet am 13. April, aber die Regierung kündigte an, dass sie die Gesetzgebende Versammlung bitten wird, sie auf 15 bzw. 30 Tage zu verlängern. Präsident Nayib Bukele strebt eine Verlängerung der obligatorischen Hausquarantäne bis zum 28. April an.
Coronavirus en El Salvador | Estado de excepción termina el 13 de abril
La prensa grafica, 8.4.2020

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Ehrgeizige Schritte
Das zentralamerikanische Land, das als eines der letzten über die Präsenz von covid-19 in Lateinamerika berichtete, hat an diesem Wochenende ein ehrgeiziges Paket von wirtschaftlichen Maßnahmen vorgestellt. Nach Angaben ihres Präsidenten Nayib Bukele wird die Zahlung von Grundversorgungsleistungen wie Wasser, Strom und sogar Internet für drei Monate für die gesamte Bevölkerung ausgesetzt. Er kündigte auch an, dass Hunderttausende von Menschen einen Bonus von 300 US-Dollar erhalten werden, um ihren Einkommensausfall während der Krise auszugleichen, insbesondere diejenigen, die im informellen Handel tätig sind.
Coronavirus en El Salvador: el ambicioso plan de Bukele para reforzar la economía del país amenazada por el covid-19
BBC, 24.03.2020

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Vorsorge

Wenige Stunden nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Coronavirus zur Pandemie erklärt hatte, verhängte die Regierung von Präsident Nayib Bukele eine nationale Quarantäne nach dem Beispiel Italiens, mit dem Unterschied, dass in El Salvador bisher keine bestätigten Fälle von Ansteckung vorliegen.

El Salvador sigue los pasos de Italia al declarar cuarentena nacional por el coronavirus
Los Angeles Times, 12.03.2020

  • Datum:28.10.2020

Guatemala

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Präsident mahnt Bürger zur Verantwortung

Präsident Alejandro Giammattei sagte am Mittwoch, dass "die "zweite Welle der Covid-19-Pandemie bereits im Land ist", und bestand deshalb auf der Verantwortung der Bürger, vor allem unter der Jugend. Er bekräftigte, dass die Wiederaufnahme von Handel und Industrie und die Rückkehr zu einer neuen Normalität die Verantwortung eines jeden Bürgers mit sich bringt, ein Wiederaufleben der Krankheit zu verhindern. Der Präsident kündigte auch an, dass die Gesundheitsbehörde auf dem Weg ist, in den kommenden Wochen mehr als 6.000 Tests pro Tag durchzuführen. "Es gibt genügend Betten, aber das ist nicht der Punkt. Es geht darum, die Pandemie zu stoppen, weil die wirtschaftliche Erholung mit der Erhaltung der Gesundheit verbunden sein wird". Er fügte hinzu: "Wir können das, was wir bereits erreicht haben, nämlich den wirtschaftlichen Aufschwung, nicht rückgängig machen und müssen mit der Verbesserung unserer Beziehungen zur Welt fortfahren".
Giammattei: “La segunda ola del covid-19 ya está en Guatemala”
Republica., 28.10.2020

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Strenge Regeln nach dem Lockdown
Bei einer Sitzung des Regierungskabinetts wurden Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 diskutiert, die ab Oktober 2020 in Guatemala umgesetzt werden sollen. Dies ist auf das Ende des Lockdowns und die Ausgangssperre zurückzuführen, so dass verschiedene Bestimmungen u.a. in den Bereichen Gesundheit, Arbeit und Sicherheitskontrolle erlassen wurden. Zu den Erlassen gehören neben den Hygiene- und Abstandsregeln, die Einhaltung der Maskenpflicht für alle ab 2 Jahren, die Ermöglichung von Home-Office und die Fortführung des strikten Alkoholkonsumverbots, mit Ausnahme der Feiertage Weihnachten und Neujahr.
Medidas que se implementarán en Guatemala a partir de octubre 2020
Guatemala.com, 30.9.2020

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EU spendet Masken für Guatemala 

Der Botschafter der Europäischen Union in Guatemala, Stefano Gatto, überreichte Guatemala eine Maskenspende, die für die Sektoren bestimmt ist, die die Wirtschaft des Landes bewegen. Gatto übergab die Spende von 440.000 wiederverwendbaren Masken an das Wirtschaftsministerium, das für die Verteilung an verschiedene Sektoren, darunter die Stadtverwaltung von Guatemala, verantwortlich sein wird.

Unión Europea dona casi medio millón de mascarillas a Guatemala

Soy 502, 5.8.2020

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Guatemala vor dem Kollaps
Guatemala befindet sich seit dem 5. März in einem vom Präsidenten Alejandro Giammattei verordneten Ausnahmezustand. Er hat die Situation genutzt, um den Kongress um mehr als 14 Milliarden Quetzals (1,68 Milliarden Euro) für Wirtschaftshilfeprogramme zu bitten, die nur zu 22% umgesetzt wurden. Eine davon ist die so genannte "Familienprämie", die aus einem Beitrag von 1.000 Quetzals pro Monat (120 Euro) für drei Monate für gefährdete Familien besteht. Zu diesem Zweck wurde ein Budget von 6.000 Millionen Quetzals (722 Millionen Euro) bewilligt, von denen nur 34% ausgegeben wurden. Die Wirtschaft soll dennoch wieder geöffnet werden, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen und die Situation der informellen Arbeiter zu stabilisieren. Doch scheinen viele Hilfsgelder nicht bei den bedürftigen Familien angekommen zu sein. Zudem ist das Gesundheitssystem hoffnungslos überlastet, in den ländlichen Gebieten scheint keinerlei Behandlung garantiert – es fehlt an Schutzkleidung und Ausrüstung.

El doble golpe del coronavirus en Guatemala: un sistema sanitario colapsado y más pobreza

 El Mundo, 3.8.2020

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Bürgerwehr als Schutz?
Mit Schrotflinten und Pistolen bewaffnet, organisierten die Bewohner von San Vicente Pacaya im Süden Guatemalas Patrouillen auf den Straßen mit dem erklärten Ziel, die Gewalt zu bekämpfen und in jüngster Zeit die Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu verhindern, das den Tod von rund 1.000 Menschen im Land verursacht hat. Gruppen wie diese können über den Schutz hinaus die Kontrolle über das Gebiet übernehmen. Laut Eddie Cux von der Anti-Korruptionsorganisation Acción Ciudadana entstehen sie in Guatemala in Abwesenheit des Staates, der die Gemeinden nicht wirksam vor der Bedrohung durch Kriminalität schützt.
Coronavirus en Guatemala: civiles armados patrullan las calles para frenar la violencia y la pandemia
Clarin Mundo, 10.7.2020

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Minister in Quarantäne
Der guatemaltekische Präsident Alejandro Giammattei beschloss, sein gesamtes Team unter Quarantäne zu stellen und aus der Ferne zu arbeiten, weil einer seiner Minister positiv auf COVID-19 getestet wurde. In einem Schreiben an den Kongress berichtete der Präsident am Donnerstag, dass "innerhalb des Beamtenteams, das den Ministerrat der Exekutive bildet, ein positiver Fall von SARS-COV2 (COVID-19) aufgetreten ist, der zur Verabschiedung der entsprechenden Gesundheitsmaßnahmen sowie zur Einrichtung einer Quarantäne in den Arbeitsgruppen dieser Regierungsstelle geführt hat. Doch weder der Präsident noch sein Vizepräsident Guillermo Castillo stehen unter Quarantäne.
Gabinete de gobierno de Guatemala en cuarentena por COVID-19
Infobae, 9.7.2020

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Mit Medizinstudenten gegen Covid-19
Die Regierung Guatemalas hat angekündigt, dass sie Medizinstudenten im letzten Jahr ihres Medizinstudiums einstellen wird, um dem Mangel an Gesundheitspersonal in einer Zeit des rapiden Anstiegs der Zahl der Coronavirusinfektionen im Land, die mittlerweile über 11.000 liegt, entgegenzuwirken. Diese Personalspritze ist auf einen starken Anstieg der Fälle zurückzuführen. Laut der am Mittwoch vom Gesundheitsministerium vorgelegten Bilanz gab es in diesen 24 Stunden 545 Neuinfektionen und 14 Todesfälle, insgesamt also 11.251 Fälle und 432 Todesfälle.
Guatemala contratará estudiantes de Medicina ante el rápido crecimiento de casos, por encima de los 11.000
Europa Press, 18.6.2020
Estudiantes de último año de medicina serán contratados para tratar casos de coronavirus en Guatemala
Prensa Libre, 17.6.2020

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Strategie zur Öffnung
Guatemala arbeitet an seiner Strategie, das Land in vier 14-tägigen Phasen zu öffnen, sobald sich die Infektionskurve von Covid-19 abzuflachen beginnt, berichtete die Regierung. Seit Mitte März, als der erste Fall des Coronavirus gemeldet wurde, ist Guatemala nach und nach einer Reihe von Restriktionen unterworfen worden, um die Ausbreitung von Infektionen in der Bevölkerung zu verhindern. Bis zum 3. Juni war die Zahl der Fälle auf 5.760 angestiegen, von denen 145 Menschen gestorben sind.
Guatemala se prepara para abrir la economía

El economista, 4.6.2020

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Totale Sperre
In den letzten zwei Wochen hat die Regierung Guatemalas die Mobilitätseinschränkungen erhöht, um die Zunahme von Covid-19-Infektionen einzudämmen. Die Zahl der neuen Fälle hat jedoch zugenommen und übersteigt täglich 300, was Präsident Alejandro Giammattei dazu veranlasst hat, vor der Möglichkeit zu warnen, das Land für 15 Tage vollständig zu "sperren", wenn die Zahl der infizierten Patienten weiter zunimmt.
Gobierno de Guatemala advierte cierre total del país por 15 días
El Economista, 26.5.2020

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Geld gegen Rendite
Die Internationale Entwicklungsfinanzierungs-Corporation (DFC) der Vereinigten Staaten bot guatemaltekischen Unternehmen eine Summe von 250 Millionen US-Dollar (1.925 Millionen Q1) an, die sie für Projekte im Zusammenhang mit der Gesundheitsproblematik verwenden können, einem Segment, das angesichts der Gesundheitskrise als vorrangig eingestuft wird. Unternehmen müssen grundlegende Parameter vorlegen, um für diese Finanzierung in Frage zu kommen, d.h. einen Geschäftsplan, Finanzprognosen, Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und die zukünftige Generierung von Investitionsrenditen.
Coronavirus: EE. UU. aprueba US$250 millones a Guatemala para proyectos de salud
Prensa Libre, 13.5.2020

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Guatemala will sich wieder öffnen
Guatemalas Präsident Alejandro Giammattei kündigte am Sonntag die "Wiedereröffnung" des Landes in seiner ersten Phase nach 50 Tagen Quarantäne für das Coronavirus an, das im Land 17 Menschen getötet und 703 infiziert hat.
Giammattei teilte auf einem nationalen Fernsehkanal mit, dass das Land seit dieser Woche in die "Wiedereröffnungsphase" eintrete, die in Phasen unterteilt werden soll, und bestätigte 15 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden. Giammattei selbst warnte diese Woche jedoch auch davor, dass der Höhepunkt der Krankheit in den ersten beiden Maiwochen zu erwarten sei, obwohl Experten glauben, dass er erst im Juni eintreten könnte. Der industrielle Sektor Guatemalas ist bereit, Präventions- und Hygieneprotokolle für die Wiederaufnahme von Aktivitäten anzuwenden und drängt auf die Öffnung.
Guatemala inicia reapertura tras confinamiento por covid-19
El Econoista, 4.5.2020 ​​​​​
Cámara de Industria: «A Guatemala le urge hacer ya una reactivación económica
LA Red.com, 4.5.2020

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Verlust von bis zu ¼ der formellen Arbeitsplätze
Paul Boteo von der Fundación Libertad y Desarrollo über den Wirtschaftsaktivitätsbericht April 2020 berichtet in einem radio-Interview und sagt: „Die ersten Zahlen der Wirtschaftskrise durch den Coronavirus beginnen ein sehr beunruhigendes Bild zu zeichnen. Banguat prognostiziert für die guatemaltekische Wirtschaft im Jahr 2020 einen Rückgang von 0,5%, ein sehr optimistisches Szenario angesichts des Ausmaßes der globalen Krise.Wenn die Worst-Case-Szenarien realisiert werden, schätzt die IDB, dass bis zu 21% der formellen Arbeitsplätze in Guatemala verloren gehen könnten. Dies bedeutet, dass in den nächsten zwei Jahren fast 300.000 Beschäftigte entlassen würden. Eine ähnliche Zahl wird für den Rest Zentralamerikas geschätzt.“
¿Cómo será el efecto del Coronavirus en la economía de Guatemala?
La Red, 28.4.2020

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Guatemala stockt auf
Die guatemaltekische Regierung hat 1,2 Milliarden Dollar in Staatsanleihen bereitgestellt, um Notfallprogramme für das Coronavirus und seinen Haushalt im Jahr 2020 zu finanzieren, sagte eine offizielle Quelle am Mittwoch. Das guatemaltekische Finanzministerium platzierte laut den Kommunikationskanälen der guatemaltekischen Regierung "auf dem internationalen Markt (Eurobonds)" insgesamt 8,6 Milliarden Quetzals (1,2 Milliarden Dollar). Seit dem 16. März, als COVID-19 das Land zur Einstellung seiner Aktivitäten zwang, sind die wirtschaftlichen Aktivitäten ausgesetzt oder nur geringfügig im Gange.
Guatemala coloca 1.200 millones de dólares en bonos del tesoro por COVID-19

El Diario.es, 23.4.20

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Pandemie holt Guatemala ein
Seit Beginn der Pandemie haben offizielle Zahlen Guatemala als ein erfolgreiches Land im Kampf gegen das Coronavirus bezeichnet. Nach ihren Angaben hat Guatemala, mit 18 Millionen Einwohnern, am Dienstag 316 Infizierte registriert; acht sind gestorben und 24 haben sich erholt. Die Vereinten Nationen erkannten die Schnelligkeit an, mit der die Regierung auf die Krise reagierte, aber die Ereignisse der letzten Wochen zeigen in den ersten Berichten ein Übermaß an Optimismus.
Im Laufe der Zeit wurde bekannt, dass Schnelltests an der Bevölkerung aufgrund fehlender Mittel in den Krankenhäusern nie durchgeführt wurden und dass die Ärzte nicht über die notwendigen Präventionsgeräte verfügen, was zu Todesfällen und Infektionen beim medizinischen Personal geführt hat. Unterdessen zeigen detaillierte Karten, dass sich die Pandemie im gesamten mittelamerikanischen Land ausbreitet.
Guatemala se asoma al pico de la pandemia con más voluntad que medios

El País, 23.4.2020

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USA deportieren Covid19 nach Guatemala
Deportierte aus den Vereinigten Staaten verursachen einen Anstieg der bestätigten Fälle des neuen Coronavirus in Guatemala, sagte Gesundheitsminister Hugo Monroy am Dienstag. Zwischen 50 und 75 Prozent der Leute, die vor kurzem aus den Vereinigten Staaten deportiert wurden, wurden positiv auf das Virus getestet, sagte Monroy. Gesundheitsbeamte testen die Deportierten bei ihrer sofortigen Ankunft in Guatemala-Stadt, sagte er. Monroy bestand darauf, dass die Vereinigten Staaten die Deportierten mit Gesundheitspapieren nach Guatemala schicken, die bestätigen, dass sie nicht mit dem Virus infiziert sind. Guatemala hat bisher 167 bestätigte Fälle von Covid-19 und 5 Todesfälle registriert.
Guatemala: 75% de un vuelo de deportados dio positivo a coronavirus

El faro, 14.4.2020
Guatemala dice que deportados de EE.UU. causan aumento de casos

infobae, 15.4.2020

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Guatemala macht dicht
Um 16.00 Uhr stellten die Unternehmen ihre Tätigkeit ein und die Anwohner blieben aufgrund der von Präsident Alejandro Giammanttei verhängten Ausgangssperre in ihren Häusern, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, von denen es bereits 19 Fälle, davon vier Todesfälle, gibt.

Guatemala adopta eltoque de queda
El Universal, 23.03.2020

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Guatemalas finden Sie hier.

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Guatemala baut Hospital

Der Industriepark in Zone 9 von Guatemala-Stadt soll ein Notfall-Krankenhaus für die Behandlung der vermuteten und bestätigten Fälle von COVID-19 vorbereitet werden. Derzeit verfügt das Krankenhaus Villa Nueva in Guatemala über 215 Betten, aber wenn die Anfrage seine Kapazität überschreitet, würden die Patienten in dem Krankenhaus behandelt, das in beschleunigtem Tempo gebaut wird. Carlos Turcios, Direktor der strategischen Planungseinheit des Gesundheitsministeriums sagt, dass es in einer Rekordzeit von fünf Tagen fertig gestellt werden könnte, um einen Anstieg der Infektionen zu verhindern. Das Krankenhaus wird über eine Kapazität von 319 Betten verfügen, die sich auf die Bereiche Evaluierung und Diagnose, Intensivpflege und Genesung verteilen. Der Bau ist mehr als 6 Millionen Quetzals (1 Million US$) wert, die von der Zentralamerikanischen Bank für wirtschaftliche Integration gespendet wurden.

El gobierno de Guatemala construye a pasos agigantados un hospital de contingencia ante COVID-19
Voanoticias, 18.3.2020

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Regierung schränkt Bewegungsfreiheit ein

Die Regierung erließ ab dem 17. März eine Reihe von Verboten und Rechtseinschränkungen, um das Coronavirus Covid-19 im Land zu verhindern. Präsident Alejandro Giammattei gab eine Botschaft im nationalen Fernsehen heraus, um über die Einschränkung aufgrund des Zustands der Katastrophe zu berichten.Die Regierung befreit von der Grenzschließung die Einreise von Guatemalteken, im Land dauerhaft ansässigen Personen und akkreditierten Diplomaten. Alle müssen jedoch eine obligatorische Quarantäne durchlaufen.

Coronavirus: Prohibiciones y excepciones en Guatemala por Covid-19
Republica, 16.3.2020

  • Datum:20.8.2020

Honduras

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Lockdown und Wochenendeinkäufe
Es wurde beschlossen, die absolute Ausgangssperre im gesamten Gebiet von Honduras zu verlängern, und zwar vom Sonntag, 23. August um 21.00 Uhr bis zum Sonntag, 6. September um 23.00 Uhr. Neu ist jedoch, dass nun am Wochenende mehr Ausgang stattfinden darf, wodurch das Handels- und Wirtschaftssystem, einschließlich der Banken, ermächtigt wird, sich um die Bevölkerung zu kümmern. Am Samstag und Sonntag werden die Supermärkte die Öffentlichkeit bedienen können, ebenso wie Apotheken, Banken, Genossenschaften, Eisenwarengeschäfte, Pilotrestaurants, einige Märkte und der Maquiladora-Sektor, mit verlängerten Öffnungszeiten von 6:00 bis 20:00 Uhr.
Autorizan circulación los fines de semana a partir de mañana  
www.laprensa.hn, 20.8.2020

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Auf Grund der Pandemie musste über die Hälfte der Geschäfte schließen
Durch die schrittweisen Lockerungen erholen sich die Gemeinden Choloma, Villanueva und El Progreso langsam. Allerdings mussten bereits über 50 Prozent der Geschäfte schließen und andere Mitarbeiter entlassen. Insbesondere waren Restaurants, Nachtclubs, Schönheitssalons und Friseure betroffen. Dies wirkt sich auch negativ auf die Gemeinden aus, da diese nun geringere Steuereinnahmen haben.
Más del 50% de negocios cerraron en la Valle de Sula por la pandemia
La Prensa, 12.8.2020

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Honduranischer Präsident weiter isoliert
Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernández ist weiterhin in seiner Residenz isoliert und arbeitet weiterhin aus der Ferne, nachdem er am 2. Juli aus dem Militärkrankenhaus in Tegucigalpa entlassen wurde. Der Präsident bestätigte am 16. Juni, dass er positiv auf das Coronavirus reagierte, und wurde zur medizinischen Versorgung in das Militärkrankenhaus eingeliefert, wo er wegen "kleiner Löcher in der Lunge", die durch die Krankheit verursacht wurden, behandelt wurde.

El presidente de Honduras, Juan Orlando Hernández, continúa en aislamiento
CNN Español, 10.7.2020

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Präsident Juan Orlando Hernandez an Covid-19 erkrankt
Der honduranische Präsident wurde am Mittwoch von COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert und wird wegen einer Lungenentzündung behandelt, einen Tag nachdem er positiv auf die Krankheit getestet wurde, sagte ein Gesundheitsbeamter der Regierung. Hernandez schließt sich damit einer kleinen Zahl von führenden Politikern der Welt an, die Berichten zufolge an COVID-19 erkrankt sind.
Das Land - das wegen der Pandemie seine Grenzen schloss, eine absolute Ausgangssperre verordnete und die Bewegungsfreiheit der Menschen außerhalb ihrer Häuser streng einschränkte - begann letzte Woche nach einer dreimonatigen Quarantäne mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft. Etwa eine halbe Million Arbeitsplätze gingen nach Schätzungen des Wirtschaftssektors verloren oder wurden ausgesetzt.
El presidente de Honduras es hospitalizado debido al coronavirus
NY Times, 17.6.2020

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Prekäre Situation in den Krankenhäusern
Der Vormarsch des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 beginnt, die Krankenhauskapazität in den wichtigsten Städten Honduras zu bedrohen, wo Ärzte am Donnerstag die "prekäre" Situation der öffentlichen Krankenhäuser anprangerten. Suyapa Sosa, Präsidentin des Ärzteverbands des Nationalen kardiopulmonalen Instituts, besser bekannt als Hospital del Tórax, in Tegucigalpa, sagte vor Journalisten, dass "alle Krankenhäuser" in dem zentralamerikanischen Land "eine prekäre Situation" durchmachten. Die COVID-19-Pandemie ist "eine Zeitbombe, die Menschen sollten nicht glauben, dass, weil sich die Wirtschaft öffnet, die Dinge in Ordnung sind, die Ansteckung geht weiter, die Zahl der Patienten steigt weiter an, es gibt schwere Fälle, alle Krankenhäuser sind in der gleichen Situation wie wir oder schlimmer dran", sagte sie.
Hospitales de Honduras están en «situación precaria»

Radio La Primerísima, 4.6.2020
Hospitales de Honduras están al borde del colapso por avance del COVID-19

La Prensa, 4.6.2020

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Verlängerung
Die Quarantäne in Honduras wurde bis zum Sonntag, dem 24. Mai, verlängert, aber gleichzeitig beschloss die Regierung, die wirtschaftliche Reaktivierung fortzusetzen, und integrierte eine interinstitutionelle Kommission, um die Aktivitäten auf verschiedene Sektoren, einschließlich Religionen, auszuweiten. Bürgerinnen und Bürger können gemäß des Ablaufdatums ihrers Personalausweises oder Reisepasses zirkulieren, um Bankgeschäfte zu erledigen, Lebensmittel und Medikamente zu kaufen.
Honduras: amplían confinamiento hasta el 24 de mayo y continúa reactivación económica
Criterio, 17.5.2020

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Kampf um Arbeit
Ende 2019 gab es in Honduras fast zwei Millionen Arbeitslose, etwa 40% der Arbeitskräfte, eine Situation, die sich nach Angaben der Behörden des Arbeitsministeriums durch die restriktiven Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie noch verschärfen wird. Die Vertreter des Kleinstunternehmersektors des Landes, der fast 60% der Beschäftigten in Honduras ausmacht, äußern tiefe Besorgnis, da die Auswirkungen für ihren Sektor sehr stark sind, wie Victorino Carranza, Vertreter der Kleinstunternehmer, betont. "Vor COVID-19 verloren wir 30.000 Arbeitsplätze, wovon wir uns in Monaten wie Dezember, Januar und Februar wieder erholen konnten, doch aufgrund von COVID-19 ist dieser Prozentsatz unhaltbar", erklärte Carranza.
Honduras busca luchar contra el desempleo en plena pandemia
Voa Noticia, 14.5.2020

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Honduras holt Hilfe
Der honduranische Präsident Juan Orlando Hernandez sagte am Dienstag, dass Israel und die internationale Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) das zentralamerikanische Land bei seinen Bemühungen gegen die Coronavirus-Pandemie unterstützen werden. Hernandez sagte auch, er schließe nicht aus, dass in den kommenden Tagen mehr als 260 Honduraner, die Gesundheitswesen studieren und über das Präsidentschaftsstipendienprogramm Honduras 20/20 Stipendien im Ausland erhielten, in das Land zurückkehren könnten.
Israel y Médicos Sin Fronteras apoyarán a Honduras en su combate contra el coronavirus

Infobae, 13.5.2020

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Arbeitsplätze gehen verloren
Die Coronavirus-Pandemie hat im produktiven Sektor des Landes bereits Verwüstungen angerichtet, die zu Unternehmensschließungen und Arbeitsplatzverlusten geführt haben. Juan Carlos Sikaffy, Präsident des honduranischen Rates für Privatunternehmen (Cohep) sagte: „Wir kennen die genaue Zahl der suspendierten Arbeitnehmer nicht, aber wir haben mehr als 1,7 Millionen Selbständige oder informelle Arbeiterinnen und Arbeiter, und aufgrund der vom Arbeitsminister (Carlos Madero) vorgelegten Berichte können wir davon ausgehen, dass die Zahl der bis heute ausgesetzten Stellen bereits mehr als 120.000 beträgt.
Unos 250,000 trabajos se perderían por la cuarentena en Honduras, según Cohep

El Heraldo, 29.4.2020

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Wirtschaft fordert Öffnung
Vertreter des Wirtschaftssektors in Honduras sprechen sich für eine schrittweise und progressive Öffnung der Wirtschaft aus, solange die Unternehmen und die Bevölkerung die Biosicherheitsprotokolle einhalten. Sie fordern die Bevölkerung auf, die von den Behörden angegebenen Maßnahmen zu befolgen, da dies ein unerlässlicher Schritt sei, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Darüber hinaus fordern sie aber auch, die Produktionstätigkeit schrittweise wieder aufzunehmen, denn das sei für das sozioökonomische Wohlergehen der Bevölkerung notwendig.
Empresarios instan a guardar medidas para salvar vidas y recuperar la economía
La Prensa, 26.4.2020

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Strategien gegen Corona und Hunger
Honduras müsse "dringend" wirksame Strategien entwerfen, um die Coronavirus-Pandemie im Land zu bekämpfen, wo 510 positive Fälle und 46 Todesfälle gemeldet werden, und um den Hunger zu beenden, sagte der honduranische Menschenrechtskommissar Roberto Herrera am Mittwoch.
Er betonte, dass soziale Isolation notwendig sei, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, auch wenn die Maßnahme die Wirtschaft der zentralamerikanischen Nation betrifft. Nach Angaben des honduranischen Arbeitsministeriums wurden mindestens 120.000 Beschäftigte aufgrund der durch COVID-19 entstandenen Situation vorübergehend entlassen.
Ombudsman urge a impulsar estrategias efectivas en Honduras contra COVID-19
LA Tribuna, 22.4.2020

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Ärzte versus Behörden
Die Regierung von Honduras bittet Kuba um Unterstützung und die Entsendung von Ärzten, da das Land nur über 18 Intensiv-Mediziner verfüge. Carlos Umaña, Präsident der Ärztekammer des Instituts Honduranische Soziale Sicherheit (IHSS), sagte in sozialen Netzwerken, dass diese Maßnahme die von Ärzten geleistete Arbeit während der Notsituation diskreditiere. Stattdessen sollten besser 3.000 honduranische Ärzte eingestellt werden.
Honduras solicitó a Cuba médicos especialistas no generales, aseguró el viceministro de salud

La prensa, 15.4.2020

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Corona-Fälle steigen an
Honduras befindet sich in Phase vier der COVID-19-Pandemie, die aus einer anhaltenden und massiven Übertragung des Virus besteht.
Mit den gestern gemeldeten 7 Fällen gibt es nun 312 bestätigte Fälle, von denen 22 Menschen gestorben und 6 wieder genesen sind. Die Experten weisen darauf hin, dass in dieser Phase alle Personen verdächtigt werden, das Virus in sich zu tragen, weshalb eine stärkere Erkennung der Fälle notwendig ist, um die Kurve abzuflachen, die im Moment weiter ansteigt.
Honduras entra a la temida fase cuatro de la pandemia
La Prensa.hn, 7.4.2020

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CANATURH und COHEP führten eine Diagnose über die Auswirkungen der Pandemie auf den Tourismussektor durch. Eine Übersicht der Fragen zu Prävention, Notfallmaßnahmen und Aktionen gegen das Coronavirus COVID-19 finden Sie hier.

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Preisstabilität für Lebensmittel
Unternehmen, die aufgrund der Krise die Lebensmittelpreise nach oben treiben, werden gesetzlich zur Verantwortung gezogen. Die Bestrafung kann nach dem Verbraucherschutzgesetz ein bis zehntausend Mindestlöhne betragen. Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung hat ein Ministerialabkommen zur Stabilisierung der Preise für Produkte des Grundnahrungsmittelkorbs herausgegeben; diese Bestimmung gilt für das gesamte Staatsgebiet.
SDE aplicará fuertes sanciones a especuladores

31.3.2020

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Honduras y Nicaragua
Zwei Männer im Alter von 60 und 51 Jahren starben am Donnerstag (26. März 2020) als erste an dem neuen Coronavirus in Honduras bzw. Nicaragua, teilten die Behörden dieser beiden zentralamerikanischen Länder heute mit. In Nicaragua gab das Gesundheitsministerium (Minsa) an, dass der Verstorbene ein Patient mit "multiplen Gesundheitsschwächen" war. In einer kurzen Erklärung gab die Entität an, dass es sich um den "Patienten Nummer 2 der COVID-19-Pandemie" handelt, der vor einer Woche als "importierter Fall" gemeldet wurde, da der Bürger, ein berühmter Stylist des Landes, am vergangenen 12. März aus Kolumbien zurückgekehrt war, nachdem er mehrere Tage an einer Berufsausbildung teilgenommen hatte.
Honduras y Nicaragua reportan primeros fallecidos por COVID-19
DW, 27.03.2020

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Lebensmittel für Arme
Armee-Truppen haben am Mittwoch damit begonnen, Lebensmittel an Millionen von armen Menschen in Honduras zu liefern, die wegen offizieller Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus, das bisher 36 Menschen in dem verarmten mittelamerikanischen Land infiziert hat, nicht zur Arbeit gehen können. Grund dafür waren Straßenproteste. Nun wurden ca. 27 Kilo Lebensmittel, darunter Bohnen, Reis, Zucker, Schmalz, Maismehl und Nudeln, von Haus zu Haus z. B. in Los Pinos geliefert, einem armen Viertel der Hauptstadt.
Honduras entrega toneladas de alimentos en medio de emergencia por coronavirus

Reuters, 25.03.2020

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Offizielle Mitteilung Honduras:
Wir garantieren der Bevölkerung die Versorgung mit Lebensmittel, sie muss keine Angst haben", sagte die vom Präsidenten ernannte und für wirtschaftliche Entwicklung zuständige Ministerin María Antonia Rivera heute angesichts der Krise, die das Land aufgrund des COVID-19 durchmacht.
Designada presidencial y ministra de Desarrollo Económico garantiza el alimento a la población. «no deben tener temor”, asegura.

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Honduras finden Sie hier.

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Ausnahmezustand

Die Regierung von Honduras hat als Maßnahme zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie, von der bereits sechs Personen im Land betroffen sind und die einige verfassungsrechtliche Garantien einschränkt, den siebentägigen Ausnahmezustand verhängt.

Honduras, Coronavirus, minuto a minuto: Honduras decreta estado excepción
Deutsche Welle, 16.03.2020

  • Datum:25.10.2020

Kolumbien

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Kolumbien registriert über 1 Million Fälle von Covid-19
Kolumbien erreichte vergangenen Samstag 1 Million bestätigte Coronavirus-Fälle und war damit das zweite Land in Lateinamerika, das diese Zahl in weniger als einer Woche registrierte. Das Land mit 50 Millionen Fällen verzeichnete im August einen Höhepunkt und seitdem einen Rückgang, mit jedoch nach wie vor rund 8.000 Neuinfektionen pro Tag.
Colombia Surpasses 1 Million Coronavirus Cases
VOA, 25.10.2020

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Über 502 000 Infizierte
Nach dem aktuellen Stand hatten sich in Kolumbien insgesamt über 502 000 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, wobei noch über 158 000 der Fälle aktiv sind. Fast
16 000 Kolumbianer sind an dem Virus verstorben.
En Colombia se registran más de 502.000 personas contagiadas
Semana, 19.08.2020

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Wiedereröffnung der Flughäfen
Ursprünglich sollte der El Dorado-Flughafen in Bogotá nach fünfmonatiger Schließung auf Grund der Corona-Pandemie erst am 1. September wiedereröffnen. Nun wurde jedoch der Flughafen in Medellín feierlich vom Bürgermeister Daniel Quintero und den Präsidenten Duque eröffnet. Insgesamt sollen 14 nationale Flugverbindungen wieder aufgenommen werden.
Colombia sees third day of declining deaths as Duque reactivates airports
The City Paper Bogotá, 18.8.2020

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Seit 4 Monaten befindet sich Kolumbien nunmehr im Lockdown.
Nachdem die Zahl der Neuinfektionen weiterhin steigen, verlängert Präsident Iván Duque erneut die Kontaktbeschränkung bis Ende August. Experten warnen vor den zunehmenden gesundheitlichen Nebeneffekten des Lockdowns. Die psychische Belastung der (älteren) Bevölkerung sei enorm. Diese habe in der Vergangenheit jahrelang bürgerkriegsähnliche Zustände erlebt und neue Traumata könnten durch das wochen- bzw. monatelange Eingesperrt-sein entstehen.
Colombia's Long Virus Lockdown Fuels Anxiety and Depression
New York Times, 5.8.2020

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Neuer Lockdown für Großstädte
Seit mehr als 3 Tagen registriert Kolumbien täglich mehr als 2.000 Neuinfektionen. Für Bogota und Teile Medellíns gelten erneute strenge Ausgangssperren. Der Verkauf von Alkohol soll an Wochenenden vorerst verboten sein. 
Erneuter "Lock-down" in Kolumbien
news@orf.at, 14.7.2020 

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Lage in Kolumbien spitzt sich zu

Bis zum 1. August hat Präsident Duque die Kontaktbeschränkungen verlängert. Das Land hat enorme Schwierigkeiten die Zahl der Neuinfektionen moderat zu halten. Neben der Hauptstadt Bogotá ist insbesondere die Karibikregion betroffen.

Colombia relaxes lockdown as reported COVID-19 spread accelerates
Colombia Reports, 8.7.2020
Kolumbien bekommt Corona-Pandemie nicht unter Kontrolle

amerika21, 9.7.2020

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Kolumbiens Präsident Duque wagt langsame Wiedereröffnung
Kolumbiens Präsident Duque hat in gewisser Weise von Pandemie profitiert: Er konnte sein Krisenmanagement unter Beweis stellen und erhielt dafür Höchstnoten. Kolumbien steuerte zu Beginn im Vergleich mit anderen Ländern der Region erfolgreich durch die Krise. Seine Strategie wissenschaftliche und technische Expertisé zu nutzen und im täglichen Gespräch mit Experten die Bevölkerung über die sozialen Medien zu informieren, erzeugten eine große Transparenz und damit Vertrauen in sein Handeln.  Nachdem Kolumbiens Wirtschaft jüngst das schlechteste Quartalsergebnis erzielte, sieht sich Duque wie auch andere Staatsoberhäupter in der Situation Lockerungen zuzulassen. Ein sicheres "neues Normal" ist die Maßgabe, welches viel Umsicht erfordert.
Colombia’s Iván Duque Gambles On Reopening
Americas Quarterly, 2.7.2020

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Kolumbien verlängert Ausgangsbeschränkung
Bis zum 15. Juli sollen die Kolumbianer weitestgehend zu Hause bleiben und auf soziale Kontakte verzichten. Gleichzeitig wird die langsame Wiedereröffnung des wirtschaftlichen Lebens unter strengen Regeln fortgeführt.
Colombia extiende hasta el 15 de julio aislamiento preventivo obligatorio para contener coronavirus
Reuters, 24.6.2020

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COVID-19-Fälle erreichen in Kolumbien die Marke von 60.000
In Kolumbien starben bislang 1.950 Menschen an einer Erkrankung, die in Zusammenhang mit COVID-19 steht. Bogotá und Barranquilla gehören zu den am stärksten betroffenen Regionen des Landes. Das Gesundheitsministerium befürwortete in dieser Woche die Anwendung von Video-Warnsystemen in Unternehmen und Einkaufszentren, um die Einhaltung der etablierten Maßnahmen zu verbessern.
Colombia superó los 60.000 casos de coronavirus este jueves 18 de junio

El Dinero, 18.6.2020

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Wie Kolumbiens zweitgrößte Stadt Medellín die Pandemie kontrolliert
Als erste Stadt in Kolumbien verhängte Medellín einen Lockdown. Fünf Tage früher als andere Städte im Land.
How colombias second largest city is controlling the pandemic
The Economist, 4.6.2020

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Spende: ein privates Unternehmen kaufte und spendete 20.000 Corona-Tests an Krankenhäuser in Kolumbien
Minsalud recibe donación de 20.000 pruebas para detectar la covid-19

Portafoglio, 29.04.20

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Deutsche Botschaft in Bogotá informiert zu Coronavirus/CoVid-19.

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Aktuelle Nachrichten zu Zahlen und Maßnahmen in Kolumbien finden Sie hier auf Spanisch:
Coronavirus en Colombia, minuto a minuto: últimas noticias, infectados y fallecidos
Libero, 21.04.20

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Duque schließt Steuerreform wegen Corona-Krise aus
Entgegen den Behauptungen seines Finanzministers hat Präsident Duque öffentlich ausgeschlossen, mit einer Steuerreform die gesunkenen Staatseinnahmen in der Corona-Krise zu erhöhen. Die Wirtschaft des Landes wird nach aktuellen Berechnungen 2020 um etwa zwei BIP-Prozent sinken.
Reuters, 15.4.20

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Wirtschaft soll ab dem 27. April wieder hochgefahren werden
Präsident Duque hat angekündigt, ab dem 27. April die kolumbianische Wirtschaft wieder hochzufahren. Dabei soll der Neustart zunächst auf Schlüsselsektoren beschränkt werden. Aktuell sind knapp 3000 Covid-19-Fälle im Land gemeldet. Duque geht davon aus, dass das Virus noch mindestens ein Jahr das Leben in Kolumbien mitbestimmen wird.
Iván Duque anunció su intención de “reabrir la economía” en Colombia a partir del 27 de abril una vez se haya culminado la cuarentena por el coronavirus
InfoBAE, 15.4.20

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Regierung bittet internationale Gemeinschaft um Hilfsgelder für Exilvenezolaner
Die kolumbianische Regierung hat einen Appell an die internationale Gemeinschaft gerichtet, in dem sie um stärkere Unterstützung für die Exilvenezolaner in Kolumbien in der Corona-Krise bittet. Die Migranten leben oft in schwierigen Verhältnissen. Derweil ist die Zahl der Covid-19-Fälle in Kolumbien auf 2852 gestiegen.
Colombia solicita apoyo internacional para migrantes por coronavirus
El Tiempo, 14.4.20
Nuevo informe sobre contagios por coronavirus en Colombia

Portafolio, 13.4.20

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Duque bittet den IWF um elf Milliarden US-Dollar Corona-Hilfe
Der kolumbianische Präsident Iván Duque hat bekannt gegeben, dass er den Internationalen Währungsfonds um elf Milliarden US-Dollar Hilfskredite gebeten hat, um die finanziellen Folgen der Corona-Epidemie in Kolumbien abzuschwächen. Die allgemeine Quarantäne im Land wurde derweil bis zum 27. April verlängert. Offiziell gibt es in Kolumbien aktuell 1780 Covid-19-Fälle, 50 Personen sind verstorben (Stand: 8. April).

Duque bittet den IWF um elf Milliarden US-Dollar Corona-Hilfe
El País, 8.4.20

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Regierung will kolumbianische KMU stützen
Die kolumbianische Regierung hat Hilfspakete für kleine und mittlere Unternehmen im Land angekündigt. Mit dem Geld sollen die KMU die harten Konsequenzen der Coronakrise abfedern. Auch die Laufzeiten von Krediten soll verlängert werden.
Portafolio, 6.4.20

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Bogotá steht still
Wie andere Millionenstädte auch ist die kolumbianische Hauptstadt in der Coronakrise zum Stillstand gekommen. Die sonst so lebendige, laute Stadt Bogotá wird aktuell vor allem durch ein Geräusch geprägt: Stille.
Bogotá y el virus: calles vacías y cacofonía en pausa

New York Times, 31.3.20

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Kolumbianer im Ausland sitzen fest
Mehrere Tausend Kolumbianer sitzen weltweit fest, da ihre aktuelle Rückkehr nach Kolumbien kaum möglich ist. Einreisestopps, gecancelte Flüge und teilweise auch finanzielle Notlagen erschweren die aktuelle Situation. Auf einer offiziellen Regierungswebseite haben sich bereits 4500 Kolumbianer im Ausland als gestrandet gemeldet.
El drama de los 4.500 colombianos varados en el mundo
El País, 30.3.20

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ELN erklärt Waffenruhe wegen Corona
Die kolumbianische Guerillagruppe ELN hat wegen der Corona-Krise eine vorübergehende einseitige Waffenruhe verkündet. Hintergrund des Schrittes sei die Aufforderung von UN-Generalsekretär António Guterres, alle Kampfhandlungen weltweit aufgrund des Kampfes gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzustellen, teilte die in Kolumbien vermittelnde norwegische Regierung mit. Die Maßnahme gilt demnach vom 1. bis 30. April.
Badische Neueste Nachrichten, 30.3.20

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Machtkampf zwischen Duque und López
Kolumbiens Präsident Iván Duque Bogotás Bürgermeisterin Claudia López sind aktuell die wichtigsten Politiker in der kolumbianischen Corona-Krise. Ihre unterschiedlichen Politikstile werden nun deutlich. Aktuell sind in Kolumbien nach offiziellen Zahlen 378 Menschen an Covid-19 erkrankt, drei sind daran gestorben.
La gestión de la crisis en Colombia enfrenta los liderazgos de Iván Duque y Claudia López
El País, 24.3.20

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Nachbarn helfen Bogotás Senioren
Wie überall auf der Welt sind auch in Kolumbien vor allem die Älteren von den gesundheitlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen. Menschen ab 70 dürfen seit einigen Tagen ihr Haus nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Viele von ihnen müssen noch arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu sichern. Einige Nachbarn in der Hauptstadt kümmern sich daher nun um die Senioren.
Coronavirus en Colombia: red de vecinos socorre a los ancianos de Bogotá
Deutsche Welle, 23.3.20

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Militärkrankenhaus wird auf Corona-Patienten vorbereitet
Das Militärkrankenhaus Hospital Militar Central de Colombia wird auf die Ankunft von Corona-Patienten vorbereitet. Das Land steht bereits unter Quarantäne, die aktuellen Fallzahlen belaufen sich auf 306 Infizierte (Stand: 24. März).
Colombia transforma hospital militar en campo de batalla contra el coronavirus

Reuters, 23.3.20

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117 Kilometer temporäre Fahrradwege sollen in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá den ÖPNV entlasten und Verkehrsunfälle vermeiden helfen, sodass diese das Gesundheitssystem in Zeiten der Corona-Pandemie nicht zusätzlich belasten. Als Sofortmaßnahme hat die Bürgermeisterin der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá, Claudia López, verfügt, dass zur Entlastung des ÖPNV, temporäre Radverkehrsinfrastruktur geschaffen wird. Das bestehende 550 Kilometer lange Radwegenetz (cicloroutas) wird um 117 Kilometer temporäre Fahrradwege ergänzt, die von 6:00 bis 19:30 Uhr genutzt werden können.

Bogotá entlastet mit temporären Radwegen den ÖPNV
Zukunft Mobilität, 18.3.20

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Informationen der kolumbianischen Regierung zur aktuellen Situation finden Sie hier.

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Duque erklärt Notstand und kündigt Hilfspaket wegen Corona-Krise an

Präsident Duque hat für Kolumbien den Notstand ausgerufen. Menschen über 70 Jahren müssen zu Hause bleiben und dürfen nur für das Nötigste auf die Straße. Außerdem will die Regierung die Wirtschaft des Landes stützen. Unter anderem sollen Schulden später als vereinbart zurückgezahlt werden können.

Colombia declares coronavirus state of emergency, orders elderly to stay home
National Post, 17.3.20
Este es el paquete de medidas económicas de Duque contra el coronavirus

  • Datum:28.08.2020

Kuba

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 Wieder weniger

Der Gouverneur von Havanna kündigte am Donnerstag eine nächtliche Ausgangssperre und ein Reiseverbot von der Hauptstadt in andere Provinzen des Landes an, um den Anstieg der Coronavirus-Fälle einzudämmen. Die Maßnahmen treten am 1. September in Kraft und bleiben 15 Tage lang in Kraft, sagte Havannas Gouverneur Reinaldo Garcia Zapata im Fernsehen. Kuba ist eines der Länder, das die Pandemie bis Ende Juni am besten unter Kontrolle hatte, indem es Patienten isolierte und die Kontakte rigoros verfolgte. Bisher wurde in Kuba kein Lockdown verhängt - die kubanischen Behörden baten jedoch darum, die Häuser nur zu verlassen, um die notwendigsten Dinge zu erledigen und empfahlen physische Distanz und Hygiene als die wichtigsten Formen der Prävention.
Coronavirus en Cuba: La Habana declara toque de queda para controlar repunte de casos por coronavirus
 BBC Mundo, 28.8.2020

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Eigene Impfung gegen Covid-19

Als erstes Land in Lateinamerika ist Kuba bereit, mit der klinischen Studie des dort entwickelten Covid-19-Impfstoffs „Soberano 01“ zu beginnen. Am 24. August wurde der Impfstoff 20 Personen zwischen 19 und 59 Jahren verabreicht. Eine Woche später sollen Probanden zwischen 60 und 80 Jahren folgen. Im September soll der Impfstoff dann an 676 Freiwilligen getestet werden. Insgesamt hofft man, die vollständigen Studienergebnisse im Januar 2021 zu haben. Für die Versorgung Kubas mit wichtigen medizinischen Rohstoffen wurde eine Luftbrücke zu Shanghai geschaffen.

Kuba testet eigenen Impfstoff gegen Covid-19 und verstärkt Kooperation mit China

amerika21, 23.08.2020

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Havanna in Habachtstellung

Angesichts des drohenden erneuten Ausbruchs des Coronavirus in Kuba haben die Behörden die Schließung mehrerer Straßenzüge an verschiedenen Orten in Havanna angeordnet. Nach Berichten des Provinzverteidigungsrates in der kubanischen Hauptstadt sind derzeit mehrere Sektoren von erneuten Ausbrüchen des Virus bedroht. Nach der ersten Phase der Erholung gab es nun wieder einen leichten Anstieg der Verdachtsfälle.
Coronavirus en Cuba: Anuncian cierre de varias localidades en La Habana

dime Cuba, 9.7.2020

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Es geht bergauf
Kuba hat, aufgrund der stark abnehmenden Zahl an Corona-Neuinfektionen und nach mehreren Tagen ohne einen Toten infolge des Virus einen Plan für schrittweise Lockerungen vorgestellt. Diese sind ähnlich derer in Deutschland. Im Verlauf der Lockerungen sollen Angestellte, die nicht zur Arbeit gehen können, wie bisher einen hundertprozentigen Lohnausgleich erhalten. Während der ersten Phase bleiben zudem Strom und Gas für alle Haushalte kostenlos. Härter hat die Krise die Selbstständigen, die "Cuentapropistas", getroffen, vor allem jene, deren Dienstleistungen mit dem Tourismus zu tun haben. Dieser soll erst wieder inländisch angekurbelt werden.
Corona unter Kontrolle: Kuba erlässt Lockerungen

Amerika21, 14.6.2020

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Wieder Ärzte nach Brasilien
Brasilien stellte mehr als 150 kubanische Ärzte wieder ein, um seine Gesundheitsdienste mitten in der neuen Coronavirus-Pandemie zu erweitern, eineinhalb Jahre nachdem Havanna sich angesichts der scharfen Kritik von Präsident Jair Bolsonaro aus einem Gesundheitskooperationsprogramm zurückgezogen hatte. Die brasilianische Regierung hat in einer am Montag, dem 18. Mai 2020, veröffentlichten Resolution die Namen der Ärzte genannt, die zur Rückkehr in das Programm "Mais Médicos" (Mehr Ärzte) berechtigt sind, in dessen Rahmen Kuba mehr als 8.000 Ärzte nach Brasilien entsandt hat. Die Ärzte, die in Brasilien blieben, obwohl die meisten ihrer Kollegen beschlossen, Ende 2018 nach Kuba zurückzukehren, erhielten vom Gesundheitsministerium eine neue Lizenz zur Ausübung des Berufs und zur Stärkung der Versorgung in einer Zeit, in der das Gesundheitssystem unter enormem Druck steht.
Brasil vuelve a contratar a médicos cubanos para enfrentar crisis por coronavirus

El Comercio.com, 19.5.2020

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UN wollen Überprüfung der Sanktionen
Die Vereinten Nationen erinnerten gestern daran, dass die von Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, gegen Kuba verhängten Sanktionen überprüft werden sollten, um sicherzustellen, dass sie dem Kampf gegen das Virus nicht schaden. Mark Lowcock, UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Koordinator der Nothilfe, sagte, dass sich alle Länder angesichts der Pandemie gegenseitig helfen sollten. Kubanische Beamte haben die Blockade angeprangert, da sie das Eintreffen von Hilfsgütern und Medikamenten verhindere. Vor einem Monat teilten sie mit, dass eine Hilfslieferung mit Masken und Ausrüstung zur Diagnose des Virus, die der reichste Mann Asiens, Jack Ma, nach Kuba geschickt hatte, blockiert wurde.
ONU insta revisar sanciones a Cuba por virus

HOY digital, 8.5.2020

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Appell für Solidarität
In einer Erklärung des kubanischen Außenministeriums heißt es: „Die Dimension der aktuellen Krise verpflichtet uns, zusammenzuarbeiten und Solidarität zu praktizieren, auch unter Anerkennung politischer Differenzen. Das Virus kennt weder Grenzen noch Ideologien. Es bedroht das Leben aller und alle stehen in der Verantwortung, es zu bekämpfen. Kein Land sollte annehmen, dass es groß, reich oder mächtig genug ist, um sich allein und isoliert zu verteidigen und die Anstrengungen und Bedürfnisse der anderen zu übergehen.“ Beklagt werden unter anderem die restriktive Wirtschaftsblockade der USA und die aktuelle Politik des Staates, die selbst Hilfsersuchen anderer Länder an Kuba untersagen. Kuba schreibt dazu, dass „...die Produktion und Verteilung von medizinischer Ausrüstung, Schutzmitteln und Medikamenten mit Sinn für Gerechtigkeit…“ koordiniert werden müssen. „Die Länder, die über mehr Ressourcen verfügen, müssen mit denen teilen, die am meisten betroffen und am wenigsten auf die Pandemie vorbereitet sind.
Regierung von Kuba: "Die Pandemie beweist die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit trotz politischer Differenzen"
Amerika21, 19.4.2020

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USA lockert vorübergehend den Griff
Der stellvertretende Sekretär des US-Außenministeriums für die westliche Hemisphäre, Kozak erklärte, dass die Vereinigten Staaten "routinemäßig den Export von humanitären Gütern, landwirtschaftlichen Produkten, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung zur Unterstützung des kubanischen Volkes genehmigen", als Ausnahmen, die in den US-Embargogesetzen und -bestimmungen enthalten sind. Der US-Diplomat reagierte damit auf kubanische Beamte, die sich darüber beschwerten, dass das Land wegen der Sanktionen beim Kauf von Medikamenten und Atemschutzgeräten in den Vereinigten Staaten während der Coronavirus-Epidemie auf Hindernisse stößt.
EEUU desestima aliviar sanciones a Cuba durante pandemia de coronavirus

El Nuevo Herald, 16.4.2020
Estados Unidos ofrece permitir envío de ayuda humanitaria a Cuba por el coronavirus

Cuba News, 16.4.2020

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Erneut kommen Ärzte aus Kuba
Das kubanische Gesundheitsministerium hat im April auf Ersuchen des Präsidenten der italienischen Region Piemont, Alberto Cirio, eine zweite Ärzte-Delegation der Brigade Henry Reeve nach Italien geschickt. Sie leistet in Turin humanitäre Hilfe beim Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Delegation von 38 Gesundheitsexperten besteht aus 21 Ärzten, darunter Epidemiologen, Anästhesisten und Allgemeinmediziner sowie 16 auf die Intensivpflege spezialisierten Krankenpflegern. Alle verfügen über mehr als zehn Jahre Berufserfahrung und die Mehrheit hat bereits an anderen Missionen auf der ganzen Welt teilgenommen.
Kuba schickt eine weitere Ärzte-Delegation nach Italien
Amerika21, 15.4.2020

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Neue Maßnahmen zur Einschränkung von Covid-19
Der kubanische Premierminister Manuel Marrero Cruz kündigte am Dienstag an, dass nach dem Eintritt in die Phase der "begrenzten einheimischen Übertragung" des Coronavirus neue Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Dazu gehören u.a. neue Regeln für den Transport und den Restaurantbetrieb.
Cuba anuncia nuevas medidas ante la propagación autóctona del coronavirus

Cibercuba.com, 8.4.2020

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Von Null auf Hundert
Drastischer Wendepunkt in Kuba. Angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der Bevölkerung trotz der bisherigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus - Maßnahmen, die vor allem an die Selbstkontrolle und das individuelle Gewissen appellierten, ohne obligatorische Quarantänen oder Straßenverbote - weiterhin ein wenig verändertes Leben führt, kündigte die Regierung am Montag ein Paket radikaler Maßnahmen an, die die Ausbreitung von Covid-19 auf der Insel stoppen sollen. Alle Touristen des Landes, etwa 40.000, müssen im Hotel unter strenger Überwachung bleiben, bis sie das Land verlassen können; diejenigen, die in privaten Herbergen untergebracht sind, müssen drinnen bleiben und dürfen nicht auf der Straße herumlaufen. Die Kubaner oder Einwohner, die ab diesem Montag nach Kuba einreisen, werden eine Quarantänezeit von 15 Tagen in einem Hilfszentrum verbringen müssen. Inländische Reise werden beschränkt, Ausreisen ebenfalls.
Darüber hinaus wird der Unterricht auf allen Bildungsebenen ausgesetzt - etwas, was nicht getan wurde und was zunehmend in sozialen Netzwerken gefordert wurde - und es wird angekündigt, dass Maßnahmen, einschließlich polizeilicher Maßnahmen, ergriffen werden, um Warteschlangen und Konzentrationen von Menschen in Geschäften zu vermeiden, in denen Lebensmittel und Grundbedarfsgüter verkauft werden, eines der großen Probleme Kubas aufgrund des chronischen Mangels, der die Menschen zwingt, von Tag zu Tag zu leben.

Cuba pone en cuarentena a más de 40.000 turistas y restringe los movimientos de sus ciudadanos
El Pais, 24.3.2020

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Erster Coronapatient auf Cuba gestorben

Kuba hatte beschlossen, die Türen für den Tourismus, den Wirtschaftsmotor der Insel, offen zu halten. Doch in den letzten Stunden hat das Kulturministerium die auf der Insel geplanten nationalen und internationalen Shows ausgesetzt, während der Dachverband des Sports dasselbe tat, einschließlich der Auslandsreisen mehrerer Athleten, mit Ausnahme derjenigen, die Verpflichtungen für ihre Qualifikation für die nächsten Olympischen Spiele in Japan haben.Ebenso versicherte die kubanische Regierung, dass sie über Reserven an Interferon Alpha 2B - eines der Medikamente, mit denen Covid-19 in China behandelt wurde - verfügt, um nicht nur den Bedarf des Landes im Falle einer Ausbreitung des Virus zu decken, sondern auch den der internationalen Gemeinschaft. Der staatliche Arzneimittelkonzern BioCubaFarma stellt sowohl in Kuba als auch - über ein Joint Venture - in China das rekombinante Interferon Alpha 2B (IFNrec) her, ein antivirales Medikament, das in Kombination mit anderen Medikamenten zur Behandlung des Coronavirus beiträgt, insbesondere in dem asiatischen Riesen.

Primera muerte por coronavirus en Cuba: es un turista italiano
Infobae, 18.3.2020

  • Datum:6.8.2020

Mexiko

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Oaxaca geht gegen Fettleibigkeit bei Kindern vor
Der südmexikanische Bundesstaat Oaxaca hat den Verkauf von zuckerhaltigen Getränken und kalorienreichen Snacks an Kinder verboten - eine Maßnahme, die darauf abzielt, Fettleibigkeit einzudämmen. Der Gesetzentwurf zur Reform des Kinder- und Jugendrechts des Bundesstaates schlug Geldstrafen und die mögliche Schließung von Geschäften für den Verkauf von Erfrischungsgetränken und Süßigkeiten an Kinder vor. Damit werden zuckerhaltige Artikel faktisch in dieselbe Kategorie wie Zigaretten und Alkohol eingeordnet. Das Gesetz von Oaxaca kommt zu einem Zeitpunkt, da Mexiko darum kämpft, die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen, und Beamte ihre Pandemieprobleme auf die ungesunden Gewohnheiten der Mexikaner zurückführen - angefangen beim Konsum von Erfrischungsgetränken.

Mexico state bans sale of sugary drinks and junk food to children

 The Guardian, 6.8.2020

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Corona - Mexiko nun das am dritt-schwersten betroffene Land

Sechzig Tage nach der Einführung der „Neuen Normalität“ steigen die Corona Infektionen weiter an.
 Jose Luis Alomia, Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium (SSa), mahnte, das wirtschaftliche, soziale und bildungspolitische Leben des Landes nur schrittweise zu reaktivieren, da Mexiko bereits 46.000 Todesfälle durch das Coronavirus (COVID-19) zu verzeichnen hat, und damit Großbritannien als drittes Land der Welt mit mehr Todesfällen durch die Pandemie übertrifft. Die fünf Regionen mit der höchsten Anzahl an akkumulierten Fällen sind Mexiko-Stadt, Bundesstaat Mexiko, Tabasco, Veracruz und Guanajuato, die zusammen 44,8% aller im Land registrierten Fälle verzeichnen.

Coronavirus en México: suman 46,000 muertos y 416,179 contagios

 Infobae, 30.7.2020

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Mexiko behindert Einreise aus den USA
Fälle von Coronaviren haben sich an mehreren Orten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko verbreitet, darunter Städte in Arizona und Texas, Staaten, in denen Deeskalationsversuche fehlgeschlagen sind. Obwohl offizielle Daten zeigen, dass die Fälle in den Vereinigten Staaten zugenommen haben, hat Trump versucht, Mexiko die Schuld zuzuschieben und hat fälschlicherweise behauptet, dass Tijuana eine hohe Infektionsrate hat. Die mexikanischen Grenzstaaten sind zunehmend der Ansicht, dass die ständige Ankunft von US-Touristen und der grenzüberschreitende Verkehr die Bemühungen um die Eindämmung der Pandemie behindern, und haben nun die mexikanische Regierung aufgefordert, Beschränkungen zu erlassen. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Menschen in Sonora gefördert werden. Und eine der Maßnahmen muss darin bestehen, die Zahl der Personen zu reduzieren, die die Grenze aus den Vereinigten Staaten überqueren", sagte der Gesundheitsbeamte von Sonora, Enrique Clausen, Anfang dieses Monats.
Bloqueos de carreteras en ciudades fronterizas de México para evitar la entrada de estadounidenses por miedo a la COVID-19
El Diario, 10.7.2020

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Mehr Corona und größere Armut
Mexiko befinde sich aufgrund des Anstiegs der Infektionen und Todesfälle durch Covid-19 und der schweren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie in einer "äußerst komplexen" Situation, warnte die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO/WHO) am Freitag. Cristian Morales, PAHO-Vertreter in Mexiko, sagte, dass im Zusammenhang mit der Pandemie in der Bevölkerung eine gewisse Verwirrung darüber herrscht, ob die sozialen Distanzierungsmaßnahmen beibehalten werden sollen, da bestimmte Aktivitäten wieder aufgenommen worden sind. Er betonte aber auch, dass die Prognose der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (ECLAC), wonach der Anteil der Menschen in extremer Armut in Mexiko von 11,1% auf 15,9% steigen wird, das Problem noch verschärft.
México se encuentra en situación ‘extremadamente compleja’ ante la pandemia: OPS

Forbes, 13.7.2020

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Corona trifft die besonders die kleinen Unternehmen
Die durch die COVID-19-Pandemie verursachte Wirtschaftskrise hat innerhalb von zwei Monaten zur Schließung von fast 10.000 Unternehmen im Land geführt, die meisten davon Kleinst- und Kleinbetriebe, hauptsächlich im Baugewerbe. Nach den Aufzeichnungen des IMSS waren im Mai 997.767 Arbeitgeber verzeichnet, 9.984 weniger als im März.
Coronavirus causa el cierre de casi 10 mil Mipymes
El financiero, 22.6.2020

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Tourismus erlaubt?
Obwohl die Strände des mexikanischen Karibikparadieses noch immer geschlossen sind, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, haben einige Touristen begonnen, den Strand wieder zu betreten und die ungewöhnlich geringe Besucherzahl sowie die attraktiven Preise zu nutzen. In dem Versuch, den strategischen Tourismussektor zu reaktivieren, wurden diese Woche einige Hotels im idyllischen Cancun unter strengen Hygienemaßnahmen eröffnet, und der Flughafen nahm Flüge aus mehreren US-Städten auf, in denen die Zahl der durch das Virus verursachten Todesfälle 112.000 und die Zahl der Infektionen zwei Millionen überschritten hat.
El turismo regresa al Caribe mexicano

Expansion, 13.6.2020

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Covid-19 wütet in Mexiko
Die Weltgesundheitsorganisation warnt, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Pandemie in Lateinamerika damit noch nicht erreicht sei. Zu den Ländern mit hohen Zahlen neuer Infektionen gehören neben Mexiko und Brasilien auch Chile und Peru. Mexiko gab am Mittwoch zum ersten Mal mehr als tausend Coronavirus-Todesfälle an einem Tag bekannt. Gleichzeitig überschritt das Land die Marke von 100.000 registrierten Infektionen.
Brasilien und Mexiko melden Höchstwerte an Corona-Toten
Die Zeit, 4.6.2020

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Mexiko in schwieriger Lage
Die Lage in Mexiko ist ernst. Gegenwärtig gibt es offiziell mehr als 71.000 Infektionen und 7.600 Todesfälle. Diese Zahlen klingen wenig beeindruckend, doch López-Gatell, stellvertretender Gesundheitsminister räumt ein, dass die niedrig gemeldeten Infektionsraten in der Realität mindestens achtmal so hoch seien.
Doch bevor die internationale Gemeinschaft in die Bresche springt - und das wird sie müssen, sei es in finanzieller oder medizinischer Hinsicht - muss das Land selbst stärkere Anstrengungen unternehmen.
COVID 19 in Latin America: Another Populist´s Rude Awakening
the Globalist, 27.5.2020

 

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Öffnung trotz hoher Zahlen?
Offiziell zählte Mexiko am Montag mehr als 70 000 Fälle und 7633 Todesopfer infolge einer Corona-Infektion. Doch Erhebungen von Sterbezahlen in Mexiko-Stadt lassen den Schluss zu, dass die offiziellen Zahlen stark von der Realität abweichen. Am Montag veröffentlichte das Magazin „Nexos“ eine Recherche, die zeigt, dass die Stadt seit Jahresbeginn rund 8000 Todesfälle mehr registrierte als in den vergangenen Jahren in demselben Zeitraum. Im Vergleich zu den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Todesfälle im April um 37 Prozent – für Mai ist laut der Studie ein Anstieg von 120 Prozent zu erwarten.
Die mutmaßliche Diskrepanz zwischen den offiziellen und den tatsächlichen Fallzahlen erklären Fachleute mit der geringen Anzahl von Tests, die Mexiko durchführt. Von hunderttausend Einwohnern wurden im Schnitt nicht einmal hundert getestet. Selbst Gesundheitssekretär Hugo López-Gatell, der oberste Corona-Bekämpfer der Regierung, gestand ein, dass die Fallzahlen zu niedrig seien.Vom 1. Juni an soll der Schulunterricht in Mexiko wiederaufgenommen werden. Fachleute
sprechen von einem Blindflug, Viele der lokalen Behörden haben auch davon abgesehen, die von der Regierung erklärten Öffnung durchzuführen. Man befürchtet, dass der Peak der Epidemie noch nicht erreicht wurde.
Sehenden Auges in die Katastrophe
FAZ, 26.5.2020

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Von extremer Armut bedroht
Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador zog am Donnerstag einen Bericht der autonomen öffentlichen Agentur CONEVAL zurück, der voraussagte, dass die Coronavirus-Pandemie Millionen Mexikaner in der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas in extreme Armut stürzen könnte. Lopez Obrador sagte, seine Regierung arbeite an einem Dokument, das die Strategie seiner Regierung zum Schutz der Mexikaner, insbesondere der in Armut lebenden Menschen, erläutern werde.
Mexico's president pushes back on government forecast coronavirus could impoverish millions
Reuters.com, 14.5.2020

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Trotz hoher Zahlen Wiederbelebung der wirtschaftlichen Aktivitäten?
Am 18. Mai werden 269 Gemeinden und ihre Nachbarn, die frei von Covid-19 sind, ihre Aktivitäten wieder aufnehmen. In den übrigen Regionen wird die Wiedereröffnung ab 1. Juni schrittweise auf der Grundlage einer wöchentlichen Ampel für jede Region erfolgen. Einige Experten sehen Risiken von Neuinfektionen oder einem Wiederaufleben und Geschäftsleute fordern mehr Klarheit.
Con este plan, México se alista para volver a la "nueva normalidad" ante unas cifras preocupantes
France24, 14.5.2020

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Ampelplan für die Normalität
Nach 51 Tagen des Beginns der Quarantäne – in Mexiko „Nationaler Tag der gesunden Distanz“ genannt, stellte die mexikanische Bundesregierung am Mittwoch ihren Plan zur Rückkehr "zur neuen Normalität" vor, der sich in drei Etappen zur Wiederaufnahme der sozialen, wirtschaftlichen und schulischen Aktivitäten gliedert.
Así funciona el semáforo de reinicio de actividades
El Economista, 13.5.2020

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Ab 1. Juni geht VW wieder in die Produktion
Volkswagen hat die Wiederaufnahme seiner Autoproduktion in Mexiko erneut verschoben. Die zwei VW-Werke dort würden nach derzeitiger Planung am 1. Juni wieder in Betrieb gehen, teilte die mexikanische Tochterfirma des deutschen Unternehmens am Donnerstag (Ortszeit) mit. Sie verwies auf die Unterbrechung nicht unerlässlicher Aktivitäten in Mexiko wegen der Corona-Krise. Die Regierung hatte die Maßnahme Mitte April bis zum 30. Mai verlängert.
VW verschiebt Wiederbeginn der Produktion in Mexiko
Automobilwoche.de, 8.5.2020

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Ampel für die Wirtschaft
Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador sagte, dass die Bundesregierung erwägt, eine "Ampel" einzurichten, um die Bundesstaaten und Gemeinden zu bestimmen, in die die wirtschaftlichen Aktivitäten nach dem schweren Schlag, den die SARS-CoV-2-Virus-Pandemie der Wirtschaft des Landes versetzt hat, zurückkehren könnten. Nach diesem Vorschlag würden Orte mit "grünem Licht", d.h. Orte, die frei von Infektionen sind, für die Wiederaufnahme der Aktivitäten zugelassen, während die gelbe Farbe auf eine weit verbreitete Übertragung des Erregers und die rote Farbe auf eine schwere Ausbreitung der Krankheit hinweisen würde. "Von dort aus werden wir beginnen, die wirtschaftlichen Aktivitäten [die zurückkehren könnten] zu berstimmen: die Bauindustrie, die Automobilindustrie, den Tourismus und andere Aktivitäten", sagte López Obrador.
Gobierno plantea un ‘semáforo Covid-19’ para reactivar la economía de México
Lider empresarial, 7.5.2020

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Hohe Opferzahlen erwartet
Der Unterstaatssekretär für Prävention und Gesundheitsförderung, Hugo Lopez-Gatell, berichtete, dass auf der Grundlage mathematischer Hochrechnungen geschätzt wird, dass es in Mexiko etwa 6.000 Todesfälle durch das Coronavirus geben wird.
Se estima que habrá 6,000 muertes por coronavirus en México: Hugo López-Gatell

Infobae, 5.5.2020

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Infektion Civid-19 in Mexiko - Stand
Die Coronavirus-Pandemie befindet sich an dem höchsten jemals im Land registrierten Infektionshöhepunkt. Bislang wurden landesweit 24.905 positive Fälle von COVID-19 gemeldet und 2.271 Verstorbene bestätigt. Gemäß dem Bericht des Direktors für Epidemiologie, Dr. José Luis Alomía, wird in mehreren Staaten von einem Anstieg der Epidemiekurve berichtet, wobei einige Staaten bereits einen Anstieg der Zahl der ansteckenden Fälle verzeichnen. Die am stärksten betroffenen Bundesstaaten sind: Mexiko-Stadt, der Bundesstaat Mexiko mit mehr als 3.000 Infizierten und Baja California. Da die Zahl der Infektionen zunimmt, beträgt auch die Zunahme der Krankenhausbelegung landesweit 31%, obwohl in der Hauptstadt bereits 61% der Betten mit Beatmungsgeräten, d.h. für schwere Fälle, belegt sind.
Coronavirus en México: las tres notas que debes leer

Infobae, 5.5.2020

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Avisos para patrones: Coordinación General de Recaudación Fiscal
Este es el lugar donde podrás informarte de nuevos programas, cambios en procedimientos, modificación a normas y reglamentos, vigencia de trámites y servicios, y todo aquello que es de interés para ti en tus relaciones con el Instituto.
Infonavit, 27.4.2020

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Chemieindustrie stark eingeschränkt
Die chemische Industrie in Mexiko wurde angesichts der Coronavirus-Pandemie als unentbehrlich angesehen; 35 Prozent ihrer Produktionslinien sind jedoch aufgrund der Tatsache, dass mehrere ihrer Kunden und Lieferanten nicht als wichtige Sektoren deklariert wurden, und aufgrund des Nachfragerückgangs bei einigen Produkten vollständig stillgelegt.
Industria química opera al 65% por baja demanda y cierres de industrias por COVID-19

El financiero, 28.4.2020

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Hilfsgüter aus China
Bei der Abendkonferenz am 26. April gab der Staatssekretär für Prävention und Gesundheitsförderung Hugo Lopez-Gatell bekannt, dass der sechste Flug mit medizinischen Hilfsgütern aus Shanghai, China, in Mexiko gelandet sei. Die Bundeskommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken (Cofepris) übertrug die Ankunft des Flugzeugs live. Die Sendung bestand aus 153.000 medizinischen Masken, die laut einer Erklärung der mexikanischen Regierung über die entsprechenden internationalen Zertifizierungen verfügen und den nationalen Vorschriften von Cofepris entsprechen. Ein diesbezügliches Abkommen zwischen China und Mexiko umfasst insgesamt 56 Millionen Medizinprodukte für die Ausstattung von Krankenhäusern, welche die mit dem neuen Coronavirus infizierte Patienten behandeln.
México recibió el sexto vuelo de China con 153 mil caretas médicas
infobae, 27.4.020

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Unterschätzte Fälle
Totengräber, Gesundheitsarbeiter und Forscher in den beiden größten Ländern Lateinamerikas, Brasilien und Mexiko, erzählen eine andere Geschichte als die offiziellen Zahlen. Sie sind davon überzeugt, dass das Virus mehr Opfer gefordert hat, als die offiziellen Statistiken vermuten lassen.  Bis Sonntag gab es in Mexiko 8.261 bestätigte Fälle und 686 Todesfälle. Aber Hugo López-Gatell, der Unterstaatssekretär für Gesundheit und der Coronavirus-Zar des Landes, hat zugegeben, dass die tatsächliche Infektionsrate mindestens achtmal so hoch ist.
Latin American gravediggers fear virus death toll higher than admitted
 
Financial Times, 20.4.2020

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Mexiko will den Gürtel enger schnallen
Mexiko zieht es vor, das Kleid auszubessern, anstatt in ein neues zu investieren, um der Coronavirus-Krise zu begegnen. Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat sich verpflichtet, bestehende Programme auszuweiten, darunter die Ausweitung von Mikrokrediten für zwei Millionen kleine und mittlere Unternehmen und die Unterstützung von Bauern. Die Weigerung, Schulden aufzunehmen, Kredite bei internationalen Gremien aufzunehmen oder eine Steuerreform durchzuführen, hat die Exekutive in eine Zwangsjacke zur Finanzierung dieser Maßnahmen gesteckt. Die Behörden haben einen fragwürdigen Weg der Sparmaßnahmen und Kürzungen eingeschlagen, den die meisten Experten für unzureichend halten, um mit einer Krise dieses Ausmaßes fertig zu werden.
México exprime el aparato estatal en busca de fondos frente a la pandemia
El País, 20.4.2020

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Mexiko wird ab Juni wieder zum normalen Leben zurückkehren
Präsident Andrés Manuel López Obrador kündigte am 17. Mai eine gestaffelte Wiederaufnahme der Aktivitäten in 979 Gemeinden des Landes an, in denen bisher keine Fälle von Ansteckung verzeichnet wurden, während sich der Rest des Landes sich bis zum 1. Juni erholen könnte. "Am 17. Mai wird es in diesen Gemeinden eine Rückkehr zur Normalität geben, d.h. eine Rückkehr zum Unterricht, zu allen produktiven und sozialen Aktivitäten (...) Im Rest des Landes, dazu gehören natürlich auch die Großstädte, die am stärksten betroffen sind, wird die Wiederaufnahme der Bildungs- und Produktionsaktivitäten ab dem 1. Juni erfolgen", sagte er während der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag.
Retomaría actividad todo el país en junio: AMLO

El Financiero, 16.4.2020

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Auf den Brettern angesteckt
Im Falle von Mexiko geschah etwas Ähnliches wie in Deutschland mit Ischgl, auf den Skipisten von Colorado. Mitglieder der Wirtschaftselite des Landes wurden auf den Pisten in Colorado infiziert: Der Börsenpräsident starb am Sonntag, und ein leitender Berater befindet sich in einem ernsten Zustand.
El viaje a esquiar que contagió a miembros de la élite mexicana

El País, 15.4.2020

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Verlängerung des Ausnahmezustands
Die Regierung Mexikos beschloss die Ausweitung der Maßnahmen der sozialen Isolation durch das Coronavirus bis zum 30. Mai und kündigte an, dass die Mobilität zwischen den am stärksten und den weniger betroffenen Gebieten eingeschränkt werde. An der wirtschaftlichen Front kündigte Lopez Obrador eine Million neuer Kredite von etwas mehr als 1.000 Dollar für kleine Unternehmen an, deren Beschäftigte in der Sozialversicherung eingeschrieben sind und die keine Entlassungen oder Lohnkürzungen vorgenommen haben.
Coronavirus en México: extienden el aislamiento hasta el 30 de mayo con nuevas medidas
Clarin, 17.4.2020
México extiende las medidas de aislamiento hasta finales de mayo

El País, 16.4.2020

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Mexiko erwartet dramatischen Wirtschaftseinbruch
Mexiko ist durch das Coronavirus zum lateinamerikanischen Epizentrum der Wirtschaftskrise geworden. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas wird in diesem Jahr einen Rückgang von 6,6% erleiden, so die am Dienstag veröffentlichte Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), und zwei Jahre in Folge negativ verlaufen: 2019 war sie bereits um mindestens 0,1% gefallen. Obwohl die Krise regional - und global sein wird: "Kein Land ist sicher", sagt die Chefökonomin der multilateralen Organisation, Gita Gopinath, die einen Rückgang der Weltwirtschaft um 3% prognostiziert, wird es das Land aufgrund der Kombination von verschiedenen Faktoren schlimm treffen: Die Exponierung gegenüber den Vereinigten Staaten, die Abhängigkeit von globalen Lieferketten, die von der Krise stark betroffen sind, ein dramatischer Rückgang des Tourismus und eine Krise im Ölsektor, der zwar in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat, aber für die mexikanische Wirtschaft immer noch relevant ist.
La economía mexicana retrocederá un 6,6% en 2020, la mayor caída entre los grandes países de América
El País, 14.4.2020

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Kooperation privater Krankenhäuser gefordert
Präsident Andres Manuel Lopez Obrador kündigte ein Kooperationsabkommen an, damit Begünstigte des öffentlichen Gesundheitssystems in privaten Krankenhäusern behandelt werden können. "Es ist wichtig, dass sich der öffentliche und der private Sektor angesichts dieser Krise der öffentlichen Gesundheit vereinen. Generell geht es darum, die Hälfte ihrer installierten Kapazität in den Krankenhäusern für die Betreuung von Patienten mit Versicherung, dem ISSSTE, und ohne Sozialversicherung all denen zuzuweisen, die sie benötigen", sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador. Der Präsident betonte, dass nicht nur die Konsultation kostenlos sein wird, sondern auch die Studien und Medikamente, um das Recht auf Gesundheit, wie in Artikel 4 der Verfassung festgelegt, zu gewährleisten. Die Vereinbarung sieht vor, dass der Privatsektor 50% seiner Kapazität, etwa 3.115 Betten, zur Verfügung stellt, um einige Erkrankungen der zweiten Ebene zu versorgen und so Platz für COVID-19-Patienten im öffentlichen Gesundheitssystem zu schaffen.
La 4T y hospitales privados se unen para hacer frente al COVID-19
Nación 231, 13.4.2020

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Automobilproduktion bricht ein
Im März 2020 wurden in Mexiko 261.805 Autos montiert, 24,6 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Dies ist der schlimmste Rückgang im dritten Monat eines Jahres seit der Weltwirtschaftskrise von 2009 und das niedrigste Produktionsvolumen seit sieben Jahren, berichtete das Nationale Institut für Statistik und Geographie (INEGI). So präsentierte die mexikanische Automobilindustrie im März dieses Jahres den größten Rückgang der Fahrzeugproduktion seit 11 Jahren, die Abweichung betrug -32,4 Prozent, was auf die Einstellung der Arbeit in verschiedenen Werken des Landes als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus COVID-19 zurückzuführen ist.
Producción automotriz en México vive en marzo su peor caída en 11 años
El Finanziero, 7.4.2020

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Konkrete Unterstützung
Zu den detailliertesten Vorschlägen von Lopez Obrador angesichts der Krise gehören persönliche Kredite an 670.000 Angestellte im öffentlichen Dienst, die zwischen 20.000 (794 US-Dollar) und 56.000 Pesos (2.200 US-Dollar) beantragen können. Die Verwaltung wird außerdem über das Entwicklungsbankensystem zwei Millionen Kredite für den Wohnungsbau und für diejenigen, die ihr Einkommen nur Tag für Tag erwirtschaften, zur Verfügung stellen. Die Mittel für die Zahlung dieser Darlehen sollen aus den Ersparnissen der Regierung und aus Stiftungen, die der Präsident kürzlich per Dekret abgeschafft hat, stammen.
López Obrador, entre la transformación y la obstinación

El País, 7.4.2020

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Ein anderer Weg in der Corona-Krise
Andres Manuel Lopez Obrador hat sich noch einmal mehr dafür entschieden, an seiner Strategie festzuhalten, um einer noch nie dagewesenen Pandemie und einer schweren Wirtschaftskrise zu begegnen, die bereits an die Türen Mexikos klopft. Der Präsident hält an seiner Sparpolitik zu einem Zeitpunkt fest, an dem alle Indikatoren auf einen Abschwung der Wirtschaft hindeuten. "Die Formel, die wir anwenden, um eine vorübergehende Krise zu überwinden, ist die Summe von drei Elementen: mehr öffentliche Investitionen, Vollbeschäftigung und republikanische Ehrlichkeit und Sparsamkeit", fasste der Präsident zusammen, der in den letzten Wochen kritisiert worden war, weil er die grundlegenden Empfehlungen von Gesundheitsexperten nicht beachtet hatte. Nach dem Bericht, den er im Nationalpalast anbot, wo ein wirtschaftlicher Reaktivierungsplan erwartet wurde, der aber nicht eintraf, verstärkt sich der Eindruck, dass López Obrador das Ausmaß der Bedrohung nicht wahrnimmt.
López Obrador descarta un gran plan de ayudas para contener el golpe a la economía

El Pais, 6.4.2020

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Autoindustrie will Arbeiter halten
Die mexikanischen Autohersteller setzen sich bei der Regierung dafür ein, dass sie zu einer System relevanten Industrie erklärt werden, damit sie einen Teil ihrer fast einer Million Arbeiter am Arbeitsplatz halten können, da als Maßnahme zur Bekämpfung des Coronavirus die Anlagen stillgelegt wurden, sagte die oberste Autolobby des Landes am Dienstag. Mexiko erklärte am Montag den gesundheitlichen Notstand und erließ strengere Vorschriften, um die Ansteckung einzudämmen, nachdem die Zahl der Fälle auf fast 1.100 angestiegen war und die Zahl der Todesfälle zunahm.
Mexican automakers want 'essential' industry designation
Reuters, 1.4.2020

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Mexiko verschärft Gangart
Das nordamerikanische Land durchbricht die Grenze von 1.000 Fällen und weitet die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung aus, um die Epidemie einzudämmen.
Mexiko hat bereits 28 Todesfälle und 1.094 bestätigte Fälle von Coronavirus, acht Todesfälle und 101 mehr Infektionen als am Vortag verzeichnet. Angesichts der beschleunigten Ausbreitung des Virus hat die Regierung beschlossen, drastischere Maßnahmen zu ergreifen: Sie hat Veranstaltungen von mehr als 50 Personen untersagt und fordert alle Menschen in Mexiko auf, in ihren Häusern zu bleiben, mit besonderem Augenmerk auf die Bevölkerung über 60 Jahre, schwangere Frauen und andere von der Epidemie gefährdete Gruppen. Während die Maßnahmen für Unternehmen obligatorisch werden, sind sie für die Mobilität der Bürger flexibler und vorerst "eine nachdrückliche Aufforderung", so offizielle Quellen.
México declara la emergencia sanitaria y la suspensión de actividades hasta el 30 de abril
El Pais, 31.03.2020

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Auswirkungen über Grenzen hinweg
Aufgrund des Zusammenbruchs der wichtigsten makroökonomischen Indikatoren angesichts des durch das Coronavirus Covid-19 in Nordamerika ausgelösten Gesundheitsnotstands haben einige Fahrzeughersteller damit begonnen, die Wiederaufnahme des Betriebs in ihren mexikanischen Werken zu verzögern, dazu gehören Toyota und Ford.
Toyota y Ford retrasan apertura de sus plantas en México ante crisis sanitaria

Expansión.mx.com, 27.3.2020

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Gesundheitspolitiker als Sprachrohr der Regierung
Hugo Lopez-Gatell ist heutzutage, mit Erlaubnis des Präsidenten, die gefragteste Person in Mexiko. Der Unterstaatssekretär für Gesundheit, Forschung und Epidemiologie, ist die Stimme der Regierung von Andrés Manuel López Obrador im Kampf gegen das Coronavirus. Zuvor gehörte er zu dem Team, das sich während der Felipe-Calderón-Regierung mit der H1N1-Grippe-Krise 2009 befasste. Er sagte ich einem Interview, dass keine drastischeren Beschränkungen mehr auferlegt werden, um das soziale Gefüge vieler armer Familien, die von Tag zu Tag leben, nicht zu verletzen. „Wir wollen ein Gleichgewicht, ein Gleichgewicht zwischen den aus wissenschaftlicher Sicht korrekten Maßnahmen und der Methodik der öffentlichen Gesundheit, um den Menschen in den schwächsten Volkswirtschaften so wenig wie möglich zu schaden.“
López-Gatell: “En México queremos un balance entre proteger la salud y a las economías más debilitadas”
El Pais, 26.03.2020

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Grundversorgung für 100 Tage gesichert
Die mexikanische Regierung teilte am Mittwoch mit, dass sie über eine Reserve an Grundprodukten verfügt, um die Versorgung der unteren Sektoren mit Lebensmitteln angesichts der Coronavirus-Krise für 100 Tage zu gewährleisten.
México garantizó abasto de productos básicos a sectores más vulnerables durante emergencia por coronavirus
infobae, 25.3.2020

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Banken bieten Vereinbarungen zum Aufschub von Kredit- und Zinszahlungen für Coronavirus
Das Finanzministerium sagte in einer Erklärung, dass die vom Ausschuss für die Banken herausgegebenen Kriterien vorübergehend sind, während die Unterstützung für hypothekarisch gesicherte, revolvierende und nicht revolvierende Wohnungsbaukredite an Privatpersonen, Verbraucher und Unternehmen gelten kann.
Bancos mexicanos ofrecerán acuerdos para diferir pagos de préstamos e intereses por coronavirus
Reuters, 25.03.2020

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Maßnahmen
Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador umgab sich heute auf seiner täglichen Pressekonferenz mit den höchsten Vertretern seines Kabinetts, um deutlich zu machen, dass das Land nun in die komplizierten Phasen der Coronavirus-Epidemie eintritt. Das Militär veröffentlichte seine Gesundheitspläne - ohne in die Einzelheiten zu gehen - die mit einem zusätzlichen Beitrag von 4,5 Milliarden Pesos (etwa 180 Millionen Dollar) finanziert werden sollen. Das Finanzministerium hat auch angekündigt, dass es die Überweisung von 10,5 Milliarden an die Bundesstaaten, die den Monaten April und Mai entsprechen, vorziehen wird, und dass weitere 4,5 Milliarden an das Institut für Gesundheit und Wohlfahrt gehen werden. López Obrador hat nun angekündigt, dass "zu gegebener Zeit zinslose oder sehr zinsgünstige Kredite an eine Million Kleinunternehmen vergeben werden, die leider von der Krise betroffen sein werden".
México moviliza militares y recursos económicos tras entrar en una nueva fase de la pandemia

El Pais, 24.03.2020

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Der Hunger der Informellen

52,4 Millionen Menschen leben in Mexiko in Armut. Davon arbeiten fast 60 Prozent im informellen Sektor. Sie hören von der Epidemie, doch die Maßnahmen der Regierung bei der Bekämpfung wirken sich sofort und radikal auf ihre Arbeit und ihr Einkommen aus – sie verlieren alles. Die Angst vor Hunger ist real.

El México que no sabe de coronavirus, pero sí de supervivencia
EL PAÍS, 23.3.2020

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Mexikos Regierung tut sich schwer damit, aber nun ist klar, das Land ist in Phase 2 der Virusinfektion angekommen, d.b. die Infektionen können nicht mehr auf Besuche aus dem Ausland zurückgeführt werden. Jetzt ist die Ansteckung lokal, sie tritt auf mexikanischem Gebiet auf, und das Fortschreiten der Krankheit wird von nun rapide ansteigen. Insgesamt sind bisher 367 Infizierte und vier Todesfälle verzeichnet.

La OMS declara a México en la fase 2 de la pandemia del coronavirus con cinco casos de contagio local
El País, 24.3.2020

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VW stellt Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien einVolkswagen verkündete seine Produktion nun auch in Argentinien, Brasilien und Mexiko wegen der Corona-Pandemie vorübergehend einzustellen. An den beiden argentinischen Standorten in General Pacheco nahe Buenos Aires und in Córdoba werde bis zum 31. März nicht mehr gearbeitet. In Brasilien wird Volkswagen alle Aktivitäten in seinen Fabriken von Montag an für drei Wochen einstellen. In den beiden Werken in Mexiko – in Puebla und Guanajuato – gelte die Maßnahme vom 30. März bis zum 12. April, hieß es am Abend (Ortszeit). Volkswagen Mexiko nannte drei Faktoren, die in Betracht gezogen worden seien: die Gesundheit der Mitarbeiter und der Anwohner, ein Rückgang in der Nachfrage und das Risiko einer Knappheit der Teile. In Argentinien führte die Ausgangssperre zu dieser Maßnahme.

VW pausiert wegen Corona-Krise Produktion in Mexiko, Argentinien und Brasilien
Cash.ch, 23.03.2020

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Nordamerika vereint sich im Kampf gegen Corona

Diplomaten aus Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko haben Informationen ausgetauscht und diskutiert, wie die Mechanismen zur Bekämpfung des Vordringens des Coronavirus über ihre Grenzen hinweg koordiniert werden können, sagte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard am Mittwoch. Rückführungsflüge aus den USA werden erst einmal ausgesetzt.US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, dass seine Regierung im Rahmen der Bemühungen, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, einen Gesundheitsstandard anwenden werde, um Einwanderer oder Asylsuchende, die die Grenze zu Mexiko illegal überschreiten, schnell auszuweisen. Er werde jedoch die Grenze nicht schließen.

México, EEUU y Canadá se coordinan para enfrentar el coronavirus
Mexiko, 18.03.2020

  • Datum:19.8.2020

Nicaragua

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Mehr Fälle als angegeben?
Vom 28. Februar bis zum 24. Juli dieses Jahres wurden in Nicaragua 17.284 Tests zum Nachweis von Covid-19 durchgeführt, von denen 9.683 positiv waren. Dies geht aus einer vorläufigen Analyse hervor, die am Mittwoch vom unabhängigen Arzt Álvaro Ramírez, einem Spezialisten für Epidemiologie, in Zusammenarbeit mit der Nationalen Blau-Weiß-Einheit (UNAB) vorgelegt wurde. Diese Zahlen sind ein Beweis dafür, dass das Gesundheitsministerium (Minsa) die wahren Auswirkungen der Pandemie auf das Land verschwiegen hat. Bis zum 18. August berichtete die Minsa, dass das Land nur 4.311 Infektionen und 133 Todesfälle zu verzeichnen hatte.
Filtración de datos del Minsa revela que Nicaragua registra más de 9,000 casos positivos de Covid-19
 La Prensa, 19.8.2020

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Vor dem Sturm?
Eine "Sterblichkeitsanalyse" zeigt, dass zwischen dem 11. März und dem 30. Juni 2020 in Nicaragua 4429 Menschen mehr als im Durchschnitt der letzten drei Jahre an Lungenentzündung, Herzinfarkt, Diabetes und Bluthochdruck gestorben sind. "All diese übermäßige Sterblichkeit sollte als verdächtiger Todesfall eingestuft werden, der auf Covid-19 zurückzuführen ist", sagte Dr. Carlos Hernández, Mitglied des Multidisziplinären Wissenschaftlichen Ausschusses, in der Sendung Esta Noche, die aufgrund der Fernsehzensur durch die Regierung von Daniel Ortega online ausgestrahlt wird. Die Berechnungen basierten auf den Informationen, die von den höchsten Regierungsbehörden am 19. Juli vorgelegt wurden, als der Tod von 12.100 Personen gemeldet wurde, der sich während dieser 111 Tage ereignete und zu durchschnittlich 109 Todesfällen pro Tag führte, 1,7 Mal mehr als der Durchschnitt der vorangegangenen drei Jahre, der 65,6 Todesfälle pro Tag betrug. Das Gesundheitspersonal setzt sich dafür ein, dass die Regierung und alle, die sich für die Erhaltung der Gesundheit der Bürger des Landes einsetzen, die vorübergehende Stabilisierung der Zahl der in den letzten 30 Tagen beobachteten Infektionen nutzen, um einen Dialog zu führen und bessere Wege zu finden, um dem Anstieg der Fälle, der aller Wahrscheinlichkeit nach die Zahl der Todesfälle in den kommenden Wochen erhöhen wird, entgegenzuwirken.

Salubrista: “Hay 4429 muertos sospechosos de covid-19”, según datos oficiales

 Confidencial, 23.7.2020

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Keine Feiern zum 19. Juli
Zum ersten Mal seit 41 Jahren wird Nicaraguas regierende Sandinistische Front ihren Feiertag am 19. Juli wegen der COVID-19-Pandemie nicht mit einer Veranstaltung vor Tausenden von Anhängern feiern, kündigte Vizepräsident Rosario Murillo am Mittwoch (20.08.07) an. Dies ist das zweite Mal, dass die Regierung von Daniel Ortega eine massive Aktivität einstellt, seit das Coronavirus im März im Land entdeckt wurde. Ende Juni wurde der traditionelle "Repliegue a Masaya", dem die Sandinisten jedes Jahr mit einer 25 Kilometer langen Fahrt gedachten, ausgesetzt. Die nicaraguanische Regierung wollte keine drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus ergreifen. Im Gegenteil, seit mehreren Monaten fördert sie entgegen den Empfehlungen der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation sandinistische Märsche, Strandfeste, religiöse Prozessionen und Sportwettbewerbe.
Coronavirus obliga a cancelar el 19 de julio en Nicaragua
DW, 9.7.2020

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Nicaragua nicht klar im Umgang mit Covid
Das Büro des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) zeigte sich besorgt über die Maßnahmen der nicaraguanischen Behörden im Umgang mit der Covid-19-Pandemie und über den Zugang zu Informationen über Infektionen und Todesfälle.
"Das OHCHR stellte mit Besorgnis den Mangel an Transparenz in der Regierung beim öffentlichen Austausch offizieller Informationen über die Reaktion des Staates auf das Covid-19-Virus fest, insbesondere über die Anzahl der Fälle, Todesfälle und durchgeführten Tests sowie über die Übertragungsmuster des Virus im Land", heißt es in seinem Bericht über die Überwachung der Menschenrechte. Dem Bericht zufolge "haben die Behörden eine unklare Sprache verwendet", um sich auf Coronavirus-Infektionen zu beziehen. Das Büro sagt, Nicaragua verwende eine "vage Terminologie" wie "verantwortungsbewusste und sorgfältige Überwachung" und "betont, dass der Tod einiger Menschen, die 'überwacht wurden', aufgrund von gesundheitlichen Grunderkrankungen - wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder atypischer Lungenentzündung - eingetreten ist.
Naciones Unidas y OPS demandan a Nicaragua transparencia en información oficial sobre covid-19
CNN español, 18.6.2020

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Geschäftsleute bitten um Maßnahmen gegen Covid
Der Oberste Rat der Privatwirtschaft (Cosep) forderte die Regierung von Daniel Ortega und Rosario Murillo auf, 14 "sofortige und außergewöhnliche" gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Maßnahmen zu ergreifen, um die Covid-19-Pandemie zu bekämpfen und den wirtschaftlichen Zusammenbruch und die Zunahme der Todesfälle zu verhindern.
"Wir sehen mit großer Besorgnis, dass die überwiegende Mehrheit der Regierungen in der Welt zwar konsequent im Rahmen ihrer Möglichkeiten reagiert hat, dass es uns in unserem Land jedoch an einer rechtzeitigen und wirksamen Reaktion gefehlt hat, und es sind die Bürger, die angesichts der offensichtlichen Zunahme von Infektionen und Todesfällen vielfältige Initiativen zu unserem Schutz entwickelt haben", heißt es in einer Erklärung. Die Geschäftsleute bitten darum, die von der WHO/PAHO empfohlenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie anzuwenden. "Dazu gehören die Förderung massiver Präventions- und Eindämmungskampagnen, die einen Aufruf zu Hause zu bleiben, solange man kann, die Schließung von Schulen und Universitäten, das Verbot aller Arten von Massenveranstaltungen und die Annahme von Sicherheitsprotokollen für öffentliche Verkehrsmittel. Gleichzeitig fordern sie "die Gewährleistung einer angemessenen Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal und die Stärkung der Kapazitäten des Systems mit lebensnotwendigen Geräten, Medikamenten und medizinischem Material".
Empresarios proponen 14 medidas sanitarias, económicas y sociales para enfrentar covid-19
Confidencial, 10.6.2020

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Coronavirus: Auswirkungen der Krise in Nicaragua
Die Auswirkungen der Gesundheitskrise sind im ganzen Land zu spüren: sei es in Krankenhäusern, Apotheken ohne Basismedikamente oder bei Mitternachtsbestattungen, die von Familien schnell organisiert werden müssen. Auf der anderen Seite behauptet die nicaraguanische Regierung, die Situation unter Kontrolle zu haben und hält die Zahl der Tests für Covid-19 begrenzt.
Coronavirus: Nicaragua’s midnight burials tell of a hidden crisis

The Irish Times, 01.06.20

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Es wird offensichtlich
Das Regime von Daniel Ortega kann Informationen über die Zunahme der Fälle und Todesfälle durch Coronaviren in Nicaragua nicht länger verbergen. Das nicaraguanische Gesundheitsministerium meldete in der letzten Woche 480 neue Fälle und 18 Todesfälle durch das Coronavirus, der bisher größte wöchentliche Anstieg in dem zentralamerikanischen Land, das zuvor nur 279 positive Fälle und 17 Todesfälle bestätigt hatte. Die Direktorin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (OPS), Clarissa Etienne, rechnete mit einem "starken Anstieg" der Fälle in den kommenden Wochen.
Incrementan casos de coronavirus en Nicaragua

Diario Las Americas, 27.5.2020
Drástico aumento de contagios en Nicaragua
DW, 27.5.2020

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Schwierige Zeiten
Experten warnen seit Wochen vor dem Ausbruch von Lungenentzündungen in Nicaragua und kamen zu dem Schluss, dass die Regierung von Daniel Ortega unter diesen Krankheiten "Covid-19 maskiert", da das Gesundheitsministerium keine massiven Proben durchführt, um das Gegenteil festzustellen. Es gab Dutzende von "Expressbestattungen" in Städten wie Managua, Chinandega, Masaya und Boaco. Alle Toten werden nachts oder am frühen Morgen fast heimlich aus den Krankenhäusern abtransportiert. Laut den von Familienmitgliedern vorgelegten Sterbeurkunden werden die Todesfälle nicht auf Covid-19 zurückgeführt, sondern meist auf Atemwegserkrankungen wie "atypische" oder "schwere" Lungenentzündung.
Die Bilder haben die Nicaraguaner verärgert, während die sandinistische Regierung schweigt. Ortegas First Lady und Ehefrau, Rosario Murillo, nannte die Experten, die das Management der Regierung kritisieren, "deformierte Gehirne", die "eifrig versuchen, zu verleumden und zu diffamieren.
El Gobierno de Nicaragua ordena “entierros exprés” que avivan las dudas sobre las muertes por covid-19

El Pais, 13.5.2020

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Steht Nicaragua vor einem Abgrund?
Nicaragua hat die meisten Maßnahmen zur Verhinderung von COVID-19 nicht übernommen. 
Das Leugnen der nicaraguanischen Regierung über die Schwere der Coronavirus-Pandemie hatte bereits in der Europäischen Union die Besorgnis ausgelöst, nicht nur das Land, sondern auch die Region zu gefährden. Nun stellt ein Abgeordneter die offiziellen Daten über die Zahl der Opfer in Frage und sagt, dass Nicaragua, wenn sie korrekt sind, die höchste Sterblichkeitsrate der Welt haben würde.
Nach Angaben der Regierung von Präsident Daniel Ortega waren bis Samstag 15 Fälle registriert worden, von denen nur drei in medizinischer Behandlung waren. Fünf der Infizierten sind gestorben. Wenn das der Fall wäre, hätte Nicaragua eine Sterblichkeitsrate von 33,3 Prozent. Italien, das Land mit der zweithöchsten Zahl von Todesfällen, das nur von den Vereinigten Staaten übertroffen wird, hatte eine Sterblichkeitsrate von 14 Prozent. Spanien, das mit 217.466 bestätigten Ansteckungsfällen an dritter Stelle der Todesfälle steht, hat 25.264 Todesfälle gemeldet, was einer Sterblichkeitsrate von 12 Prozent entspricht.
Nicaragua tendría tasa de mortalidad más alta del mundo, afirma eurodiputada

VoaNoticia, 4.5.2020

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Coronamaßnahmen in Nicaragua
Die Staatsführung lässt ihre Bevölkerung im Stich. Eineinhalb Monate nach der Meldung des ersten Coronavirus-Falls in Nicaragua, der nach offiziellen Angaben bisher 5 Tote gefordert hat, werden nun erste Maßnahmen eingeführt. Was z.B. den Transportsektor betrifft, so haben die Behörden mindestens vier Stellen in der nicaraguanischen Hauptstadt ermächtigt, Taxis zu desinfizieren. Für diese Aufgabe wird eine Mischung aus einem Teil Chlor und vier Teilen Wasser verwendet, die mit Sprühpumpen im gesamten Fahrzeug versprüht wird.
Präsident Ortega reagierte jedoch nicht auf Anfragen aus dem privaten Sektor, der einen sechsmonatigen Aufschub für Steuerzahlungen an den Staat wegen der durch das Coronavirus verursachten Störungen fordert. Er beschränkte sich darauf, die Todesfälle durch die Pandemie in Nicaragua auf ein Minimum zu reduzieren.
Schließlich verharmlost er den auf internationaler Ebene lancierten Aufruf, zu Hause zu bleiben, um das Coronavirus zu verhindern, mit der Behauptung: "wer nicht arbeitet, isst nicht".

Nicaragua sin cuarentena adopta algunas medidas para prevenir el coronavirus
VoaNoticia, 1.5.2020

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KMUs bitten um Plan
Nicaraguas Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (Mipymes) haben am Dienstag einen Hilferuf gestartet und die Regierung von Präsident Daniel Ortega aufgefordert, einen Plan zur Eindämmung der ihrer Meinung nach "schlimmsten sozio-politischen und wirtschaftlichen Verschlechterung in ihrer jüngsten Geschichte" zu verabschieden.
Las Pymes de Nicaragua lanzan un SOS y demandan aprobar un plan de mitigación
El Economista, 29.4.2020

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Krise für Restaurants verschärft sich
Die nicaraguanische Kammer für Restaurans hat die nicaraguanische Regierung aufgefordert, eine Politik zu entwickeln, die es den Restaurants ermöglicht, die Krise zu überstehen. Nach Schätzungen des Präsidenten der Kammer (CANIRES), René Hauser, sind etwa 70% der Restaurants in Nicaragua aufgrund der Gesundheitskrise durch das Coronavirus nicht in Betrieb, obwohl die Regierung von Präsident Daniel Ortega keine außerordentlichen Massnahmen ergriffen hat, um die Ansteckung zu stoppen.
El 70% de los restaurantes en Nicaragua están cerrados por el coronavirus

Voanoticias.com, 28.4.2020

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Die nicaraguanische Handels- und Dienstleistungskammer (CCSN) prognostiziert, dass der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2020 größer sein wird, als die vom Internationalen Währungsfonds berechneten 6 %, und fordert daher von den Regierungsbehörden Palliativmaßnahmen zur Bewältigung der Katastrophe, ohne eine Antwort zu erhalten. "Wenn die Regierung nicht offen ist [für die Diskussion und Umsetzung von Maßnahmen, die Unternehmen und Bürgern helfen, die Krise zu mildern], werden Arbeitslosigkeit und Hunger exponentiell zunehmen", prognostizierte Carmen Hilleprandt, die Präsidentin des CCSN.
Cámara de Comercio: caída será mayor a 6%
Confidencial, 23.4.2020

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Nicaraguaner dürfen nicht nach Hause
Mehr als 400 Menschen wurden wegen des Covid-19 ohne Arbeit im Ausland zurückgelassen und versuchen, nach Nicaragua zurückzukehren, aber das sandinistische Regime hindert sie daran, obwohl es keine offiziell geschlossenen Grenzen hat.
Daniel Ortega impide el regreso a casa a migrantes nicaragüenses en plena pandemia

EL País, 23.4.2020

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Umsatzeinbruch bedroht Existenz
Die nicaraguanische Kammer für Restaurants und Ähnliches, die Restaurants, Bars, Cafeterias, Pizzerien, Diskotheken und ähnliche Geschäfte vertritt, gab an, dass 70 Prozent von ihren Mitgliedern durch Corona und deshalb mangels Kundschaft den Betrieb einstellen mussten. Mehr als 30.000 direkte Arbeitsplätze stehen nun auf dem Spiel für den Zusammenbruch dieses Sektors.
Die Situation in diesem Sektor ist so kritisch, dass die Organisation das nationale Finanzsystem um Flexibilität ersuchte. Andernfalls sei schon in kurzer Zeit die Existenz der meisten Betriebe bedroht.Cierre masivo de restaurantes y bares en Nicaragua por pandemia.
Más de 30,000 empleos están en jaque
LA Prensa, 21.4.2020

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Der Präsident Nicaraguas ist seit einem Monat nicht mehr öffentlich aufgetreten. Die First Lady sendet Audio-Nachrichten. Das Land hat keine der Empfehlungen der WHO umgesetzt, alles bleibt geöffnet – doch die oberste Regierungsspitze scheint sich selbst in Quarantäne begeben zu haben. Aktuelle Zahlen zu Corona gibt es keine, doch eine Bürgerbewegung ist entstanden, die die Verbreitung des Virus stoppen will. Zehntausende Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner befolgen aus eigenem Antrieb Maßnahmen wie Social Distancing, oder sie tragen Schutzmasken. Viele Restaurants und Straßen sind leer. Die Kampagne wird unterstützt von Wirtschaftsverbänden, Privatschulen und -universitäten, verschiedenen Kirchen und der unabhängigen Presse.
Wo steckt der Autokrat? Nicaraguas Präsident ist seit dem Beginn der Corona-Krise abgetaucht
NZZ, 9.4.2020

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Wo ist Ortega?
Bis zu diesem Sonntag hat Ortega jetzt 24 Tage lang sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit gezeigt. Im Gegensatz zu den zentralamerikanischen Präsidenten, die sich an die Frontlinie des Coronavirus gestellt haben, hat der sandinistische Führer kein einziges Wort über die Epidemie gesagt, die bisher sechs positive Fälle und einen Todesfall in Nicaragua verursacht hat. Das letzte Mal, dass Ortega öffentlich auftrat, war am 12. März, als er an einem virtuellen Treffen mit führenden Persönlichkeiten Zentralamerikas teilnahm, das vom Zentralamerikanischen Integrationssystem (SICA) einberufen wurde, um den Ausbruch von Covid-19 anzusprechen. Obwohl bei dem Treffen die Strategien der einzelnen Länder für den Umgang mit dem Coronavirus herausgefunden werden sollten, sagte Ortega nichts darüber. Er hatte eine kurze Intervention von einer Minute und fünfzehn Sekunden und verwies auf ein von der SICA vorbereitetes Dokument.
Daniel Ortega cumple 24 días sin dar la cara en plena contingencia por el coronavirus en Nicaragua

El País, 6.4.2020

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Experten fordern unverzügliche Schulschließungen
Nicaraguas staatliche Schulen und einige Privatschulen sowie die Universitäten sind "hochgradig ansteckungsgefährdet" mit dem Coronavirus, wenn die Regierung den Unterricht nicht einstellt, warnte die Expertengruppe des Multidisziplinären Wissenschaftlichen Ausschusses des Landes am Dienstag. Bisher wird der Unterricht in allen öffentlichen Schulen und fast allen Privatschulen sowie in den Universitäten, die keine Genehmigung zur Aussetzung ihrer Aktivitäten erhalten haben, wie üblich durchgeführt. Experten fordern jetzt die sofortige Schließung von Schulen und Universitäten (...), um eine 25%ige Reduzierung der Wachstumsrate der neuen Fälle zu erreichen.
Científicos advierten de un “alto riesgo de contagio” de coronavirus en las escuelas de Nicaragua si el Gobierno no suspende las clases
infobae, 1.4.2020

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Honduras y Nicaragua
Zwei Männer im Alter von 60 und 51 Jahren starben am Donnerstag (26. März 2020) als erste an dem neuen Coronavirus in Honduras bzw. Nicaragua, teilten die Behörden dieser beiden zentralamerikanischen Länder heute mit. In Nicaragua gab das Gesundheitsministerium (Minsa) an, dass der Verstorbene ein Patient mit "multiplen Gesundheitsschwächen" war. In einer kurzen Erklärung gab die Entität an, dass es sich um den "Patienten Nummer 2 der COVID-19-Pandemie" handelt, der vor einer Woche als "importierter Fall" gemeldet wurde, da der Bürger, ein berühmter Stylist des Landes, am vergangenen 12. März aus Kolumbien zurückgekehrt war, nachdem er mehrere Tage an einer Berufsausbildung teilgenommen hatte.
Honduras y Nicaragua reportan primeros fallecidos por COVID-19
DW, 27.03.2020

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Zeitbombe Nicaragua?
Die Ignoranz der Präsidentenfamilien Nicaraguas ist angesichts der Bedrohung durch den Coronavirus für die Wirtschaft des Landes gefährlich. Noch betont Ortega, es gebe keine inländische Ansteckung und er will auch die Grenzen zu den Nachbarländern über Ostern offen halten. Befürchtet wird eine massive und unkontrollierte Ausbreitung.

Nicaragua, una bomba de tiempo
El Universal, 23.3.2020

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Erster Corona-Fall in Nicaragua

Die nicaraguanische Vizepräsidentin Rosario Murillo informierte die nicaraguanischen Familien über die Citizen Power-Medien über den ersten positiven Fall von Coronavirus im Land.

Gobierno de Nicaragua reporta primer caso de Coronavirus
nuevaya.com 18.3.2020

Nicaragua, Las decisiones “polémicas” del régimen frente al covid-19
Confidencial, 15.03.2020

  • Datum:28.08.2020

Panama

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Panama auf dem Weg zur Öffnung
Für den Beginn dieser Wiedereröffnung am 7. September wurde ein Zeitplan aufgestellt, und laut Sucre sollte sie, "wenn die Indikatoren günstig sind und der gegenwärtige Trend anhält", am 12. Oktober mit der Reaktivierung der meisten Aktivitäten enden, die wegen der Pandemie ausgesetzt worden waren. Laut Gesundheitsminister Luis Sucre wird alles davon abhängen, dass die effektive Reproduktionsrate (Rt) unter 1, die Letalität unter 3%, die Verfügbarkeit von Betten auf den Krankenhausstationen bei 20% und die Atem- und Intensivstationen bei 15% oder mehr gehalten werden. Bis heute gibt es weltweit mehr als 24 Millionen Fälle von Covid-19-Infektionen, von denen sich mehr als 15 Millionen erholt haben. In Panama wurden bislang 90.000 akkumulierte positive Fälle der Krankheit verzeichnet, von denen sich bisher mehr als 63.000 Patienten erholt haben.
¿Panamá está realmente preparado para reabrir sus actividades económicas?

 La Estrella de Panama, 28.8.2020

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Kriegsgebiet für das Virus?

Während die Bürger für Lebensmittelrationen und Solidaritätszahlungen protestierten und die Ärzte für die medizinische Versorgung zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, registrierte Panama an diesem Donnerstag 911 Neuinfektionen und 21 Todesfälle. Gesundheitsminister Luis Sucre sagte in einer Pressekonferenz, dass der Einsatz von Hydroxychloroquin in die Behandlung von Patienten mit Covid-19 aufgenommen wurde. Sucre kündigte auch an, dass die Situation des medizinischen Personals des San Miguel Arcángel Krankenhauses evaluiert wird. Panama hatte in den letzten Jahren seine Gesundheitspolitik vernachlässigt, jetzt leidet es an einem Mangel an hochtechnologischen Geräten und Medikamenten, kranken Krankenhäusern und Gesundheitspersonal mit sehr schlechten Gehältern.

Panamá reporta 56,817 casos covid-19; crecen protestas por bonos e insumos médicos

La Estrella de Panama, 23.7.2020

Panamá, zona de guerra de la Covid-19

 La Vanguardia, 22.7.2020

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Corona hat Panama fest im Griff
Panama ist eines der Länder mit der höchsten Zahl von gemeldeten Fällen von Covid-19 pro Million Einwohner in der letzten Woche in Lateinamerika. Allein am Mittwoch registrierte das nur vier Millionen Einwohner zählende Land 960 neue Fälle von 19 Covid-19, insgesamt 41.251, während die Zahl der Todesfälle nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Minsa) bei 819 lag. Eine Analyse des Datenteams der New York Times zeigt, dass es das Land in der Region mit den meisten gemeldeten Fällen pro Einwohner in den letzten sieben Tagen ist, vor anderen wie Brasilien, Chile oder Mexiko, mit den höchsten Infektionszahlen, aber auch der größten Bevölkerung. Selbst im Vergleich zu Ländern mit ähnlicher Bevölkerung und im gleichen Gebiet sind die Fälle in Panama viel höher: Costa Rica zum Beispiel, mit fast fünf Millionen Einwohnern, hatte am Mittwoch nur 5.836 Fälle und 24 Todesfälle gemeldet.
Coronavirus en Panamá: cómo se convirtió en el país de América Latina con más casos nuevos de covid-19 por número de habitantes
BBC Mundo, 9.7.2020

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Hier finden Sie die aktuellsten Informationen zum Corona Virus in Panama.
Frapan Invest, 24.06.2020

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Panama kämpft gegen Covid-19
In Panama, aufgrund seiner geographischen Lage, stammt der Covid-19 Virus, aus vier Linien: drei kommen aus Europa - Frankreich, Spanien und Italien - und die andere aus China, weshalb er auf den Namen A2 PAN getauft wurde. Die Zunahme der Infizierten, insbesondere in Panama-Stadt, hält das Gesundheitssystem, dessen Personal erschöpft ist, in Spannung. Es gibt 400 infizierten Kollegen und der konventionelle Kampf gegen den Covid-19 t sich in eine Art Stadtguerilla-Taktik verwandelt. Laut Dr. Juan Pascale, Direktor des Gorgas Memorial Institute for Health Studies, ist in Panama eine neue Art von Covid-19 entstanden, die aus acht Varianten besteht, die auf unterschiedlichen Wegen aus drei Regionen der Welt kamen.
El virus de la Covid-19 muta en Panamá

La Vanguardia, 17.6.2020

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Internationale Luftfahrt bleibt ausgesetzt
Die panamaische Regierung setzte am 19. März wegen der Pandemie internationale Flüge für einen Monat aus, eine Maßnahme, die sukzessive verlängert wurde und am 22. Juni enden sollte. Die panamaischen Behörden verlängerten an diesem Mittwoch, dem 17. Juni 2020, die Aussetzung der internationalen Flüge wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus um einen Monat, nachdem einige Wirtschaftssektoren wieder geöffnet wurden und trotz der Millionenverluste in diesem Sektor.
Dem IATA-Vorstand zufolge trägt der Luftfahrtsektor 14% zum Bruttoinlandsprodukt Panamas bei, wobei die Auswirkungen der Krise auf die Luftfahrt zu einem Rückgang der Einnahmen um 800 Millionen US-Dollar geführt haben.
Panamá amplía restricción de vuelos internacionales ante aumento de la covid-19

El Comercio, 17.6.2020

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Grenzstreit
Die panamaische Regierung und der Privatsektor sind der Ansicht, dass die von Costa Rica verhängte Maßnahme zur Beschränkung des Zugangs ausländischer Transporteure nicht konsultiert wurde und dass schnell eine Lösung gefunden werden muss, da dies zu einer Versorgungsknappheit im Land führen könnte. Der Minister für Handel und Industrie (MICI), Ramón Martínez, sagte, er fordere die costaricanische Regierung auf, die Dekrete zu beseitigen, die die Einreise von Transporteuren ins Land einschränken. Er wies darauf hin, dass "Aktionen weder koordiniert noch konsultiert werden und die Versorgung mit wichtigen Produkten gefährden". Er warnte davor, dass die Maßnahme die Arbeitsplätze der Spediteure bedroht.
Panamá rechaza cierre frontertizo en Costa Rica
Metro Libre, 20.5.2020

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Schritt für Schritt zur Normalität
Die Gesundheitsbehörden Panamas bereiten sich auf eine neue Messung epidemiologischer Parameter vor. Endziel der Messung ist es, das Eröffnungsdatum für die Unternehmen zu bestimmen, die sich im zweiten Block befinden, und festzustellen, wie sich die Bevölkerung im Allgemeinen an die neue Normalität anpasst. Dafür werden Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums mehrere Unternehmen besuchen, um den Grad der Anpassung zu überwachen, der in den Protokollen für den Eintritt in die neue Normalität festgelegt wurde.
Panamá prepara nueva medición para establecer fecha de apertura de empresas

LA Estrella, 18.5.2020

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Proteste für mehr Unterstützung
In Panama häufen sich die Proteste auf den Straßen. Die schwächsten Teile der Gesellschaft verlassen die Quarantäne und gehen hinaus, um zu demonstrieren, und fordern von der Regierung größere Maßnahmen, um mit der durch die Pandemie entstandenen Situation fertig zu werden. Für viele ist die Angst vor Hunger größer als die Angst vor Covid-19.
En Panamá le tienen más miedo al hambre que al covid-19
CNN Espanhol, 4.5.2020

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Proteste der Bevölkerung
Mitten in der Coronavirus-Pandemie wurden am Mittwoch, dem 29. April, mehrere Straßen und Alleen in der Hauptstadt sowie in Panama-Ost und Colon von Dutzenden von Menschen blockiert, die von der Regierung die Übergabe des Solidaritätsscheins und Lebensmitteltüten verlangten.
Cierre de calles en varios puntos de la capital, en Panamá Oeste y Colón. ‘Queremos bonos. De aquí no nos vamos a mover’
LA Prensa, 29.4.2020

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Vize tritt zurück
Der Vizepräsident Panamas, Juan Carlos Muñoz, trat am Montag zurück, nachdem das Ministerium für Öffentlichkeitsarbeit am Samstag eine Untersuchung von Amts wegen angekündigt hatte, für den Kauf von 100 Beatmungsgeräte des Typs ALLIED 300 für Corona-Patienten. Es war Präsident Laurentino Cortizo, der auf seinem Twitter-Account bekannt gab, dass er den Rücktritt von Muñoz akzeptiert habe, von dem er sagte, er habe "eine fundamentale Rolle dabei gespielt, die Versorgung mit medizinischer Ausrüstung und medizinischem Material in korrekter Weise unter den gegenwärtigen Bedingungen und der globalen Nachfrage zu gewährleisten". Die Anti-Korruptionsstaatsanwaltschaft will jedoch wissen, ob die Bestellung der Atemschutzgeräte, die später annulliert wurde, mit einem Aufschlag zu Lasten des Staatsvermögens ausgehandelt werden sollte. Die Zahlungsverpflichtung für die Intensivpflegeausrüstung betrug etwa 5,2 Millionen US-Dollar.
Renuncia el viceministro de la Presidencia de Panamá, Juan Carlos Muñoz
CNN español, 28.4.2020

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Corona Virus in Panama
Das Corona Virus in Panama hat das Gesundheitssystem bisher nicht überlastet und das neue Krankenhaus ist nach nur 28 Tagen Bauzeit letzte Woche eröffnet worden. 300 Bauarbeiter haben mitgewirkt und es hat 6,5 Millionen USD gekostet. Die Ratingagentur Moodys prognostiziert für die Zeit nach Corona, dass Panama ab 2021 das reichste Land in Lateinamerika sein wird (Kaufkraft pro Kopf / mehr dazu unten). Das Ziel des kleinen Land ist es, innerhalb der Region als Vorbild in der Krisenbewältigung hervorzugehen und der Rolle als „Hub of the Americas“ gerecht zu werden und diese weiter auszubauen.
Lesen Sie den vollständigen Bericht von LAV-Mitglied Klaus Happ hier.

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Maskenpflicht mit Strafe
Der Präsident der städtischen Gesundheitskommission von Panama-Stadt, Carlos Perez Herrera, bestätigte, dass am Dienstag, dem 21. April, im Stadtrat von Panama ein Abkommen verabschiedet wurde, das diejenigen, die sich nicht an die Ausgangssperre halten, mit Gemeindearbeit sanktioniert werden und das das Tragen einer Maske beim Verlassen der Häuser in Panama-Stadt zur Pflicht erklärt wird.
Mascarillas serán obligatorias en la ciudad de Panamá. Habrá multas hasta de mil dólares y trabajo comunitario
Mi Diario, 21.4.2020

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Geschlechtertrennung im Kampf gegen Corona
Wer montags, mittwochs oder freitags in diesem Monat auf die Straßen Panamas geht, sieht nur Frauenschlangen vor den Türen von Supermärkten, Apotheken oder Banken, den einzigen Einrichtungen, die im Land noch geöffnet sind. Dienstags, donnerstags oder samstags nur Männer. An Sonntagen werden die Städte leer sein.
Angesichts des düsteren Panoramas der Krise verabschiedete die panamaische Regierung die merkwürdige Einschränkung des strikten biologischen Binarismus , einer der radikalsten des Kontinents. Sie legte auch Zeitfenster für den Gang auf die Straße fest, die auf den Nummern der Personalausweise basierten.
Ley seca y división por sexo: las medidas que tomó Panamá contra el coronavirus

La Nación, 6.4.2020

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Panama – ein Hub in jeder Hinsicht?
In den letzten Jahren hat Panama Milliarden von Dollar investiert, um zum kommerziellen, logistischen und Luftfahrt-Drehkreuz Amerikas zu werden. Und in gewissem Maße ist dies auch gelungen: Sein Hauptflughafen bietet 90 Flugverbindungen in 34 Länder Amerikas und Europas und sein Kanal ist für 5% des weltweiten Seehandels verantwortlich. Aber der Status als "Drehscheibe" ist einer der Hauptgründe, die von Experten als Erklärung dafür angeführt werden, warum das Land mit 4,1 Millionen Menschen die höchste Anzahl von Coronavirus-Fällen pro Kopf in Lateinamerika aufweist: 1.075 Infizierte und 27 Tote.
¿Por qué Panamá tiene la mayor cantidad de casos per cápita de coronavirus en Latinoamérica?

Reuters, 31.3.2020

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Panama seit heute dicht
Panamas Präsident Laurentino Cortizo ordnete ab Mittwoch eine totale Quarantäne im Land an, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Pandemie hat bisher mehr als 440 Infizierte und acht Tote in Panama hinterlassen. Die Maßnahme, bei der es sich um eine Verschärfung der seit Mitte letzter Woche geltenden nächtlichen Ausgangssperre handelt, gilt nicht für Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der Strafverfolgungsbehörden und der Bereiche Kraftstoff, Lebensmittel und Banken. Darüber hinaus dürfen die Einwohner zwei Stunden pro Tag ausgehen, wenn auch mit gewissen Einschränkungen.
Panamá entrará en cuarentena total desde el miércoles para enfrentar coronavirus
Reuters, 24.03.2020

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Unterstützung von der IDB
Die IDB hält bereits zwei Darlehen für Panama bereit, 50 Millionen Dollar sind für den Gesundheitssektor vorgesehen, bis zu 20 Millionen Dollar sollen an das Ministerium für soziale Entwicklung gehen. Darüber hinaus hat die Bank vorgesehen, dass bis zu 10% des nicht genutzten Portfolios aus jedem Sektor, einschließlich solcher wie Energie, Straßen oder Institutionen, bis zu einer Obergrenze von 50 Millionen Dollar umgeschichtet werden können. Mit diesen beiden Bemühungen hofft die IDB dem Land etwa 80 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen, um den Notstand zu beheben. Diese Mittel werden bereits für die Anschaffung von Personalschutzausrüstung, medizinischen Kitteln, die dann entsorgt werden müssen, Bettzeug, Röntgenstrahlen und Ventilatoren verwendet. Weitere Beträge werden in Betracht gezogen, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen.

BID tiene listos $80 millones para Panamá
LA Prensa, 24.3.2020

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Panamas finden Sie hier.

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Panama verordnet 'Ausgangssperre' für Coronavirus

Zehn Tage nach dem ersten Bericht über einen Fall von Coronavirus (Covid-19) meldete das Gesundheitsministerium (Minsa) am Mittwoch den Anstieg auf 109 Fälle, die durch den Ausbruch infiziert wurden. Etwa 45% sind Männer und 55% Frauen.
Mehr als 850 Millionen Kinder und Jugendliche bleiben ohne Schule. Nach Angaben der Behörden befinden sich 92 der insgesamt positiven Patienten in häuslicher Isolation, die meisten von ihnen mit leichten Symptomen. 17 weitere Patienten sind im Krankenhaus, 8 auf der Station und 9 auf der Intensivstation, im Alter von 34 bis 77 Jahren.

Coronavirus en Panamá: 109 casos de Covid-19 en diez días
La Estrella, 18.3.2020

Panama, Presidente de Panamá declarará emergencia nacional por coronavirus
Infobae, 12.03.2020

Panama, Coronavirus en Panamá: 'menor crecimiento económico, desempleo y baja recaudación'
Panama America, 13.03.2020

  • Datum:23.5.2020

Paraguay

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Erfolgreiche Strategien gegen Covid-19 in Paraguay, Uruguay und Costa Rica
Die schnelle Reaktion in diesen Ländern auf die Krise, zusammen mit der reduzierten Einwohnerzahl, waren Schlüsselfaktoren, um positive Ergebnisse in der Pandemie zu erzielen.
Paraguay, Uruguay und Costa Rica: Erfolgreich gegen COVID-19
DW, 23.05.20

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Kleines Land, große Maßnahmen wegen fehlerhafter Masken-Lieferung
In Paraguay gibt es insgesamt 829 Coronavirus-Fälle. Die Regierung entschied sich über das Gesundheitsministerium eine gesamte Lieferung von Schutzmasken aus China, die von den Firmen Imedic SA und Eurotec SA gekauft wurden, wegen Qualitätsmängeln zurückzugeben.
confirman-41-nuevos-casos-de-coronavirus-y-cifra-total-llega-a-829
abc, 19.05.20
Salud rechaza 100% de insumos de empresas cuestionadas y se abriría disputa legal

abc, 19.05.20

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LAV-Hauptgeschäftsführer Orlando Baquero spricht in der paraguayischen Zeitung Última Hora über die Möglichkeit, die jetzige Krise als Chance wahrzunehmen.
Bisherige wirtschaftliche Mechanismen stehen weltweit auf dem Prüfstand. Jetzt bietet sich die Möglichkeit, Strategien neu zu bewerten und das Potenzial Paraguays der Weltöffentlichkeit gezielt zu präsentieren.

“Paraguay debe aprovechar la crisis para conocerse y darse a conocer más”
Última Hora, 26.4.2020

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Hier finden Sie die wichtigsten Informationen rund um die Ausbreitung des Coronavirus und resultierende Maßnahmen in Paraguay.
AHK Paraguay

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Paraguay verschärft Corona-Maßnahmen wieder
Die paraguayische Regierung hat einige Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erneut verschärft, nachdem diese zunächst gelockert worden waren. Es wird wieder eine umfassende Quarantäne eingeführt und u.a. nicht-öffentliche Bauarbeiten werden gestoppt. Hintergrund ist die Befürchtung, fehlende medizinische Ausrüstung könnten zu einem Kollaps der Gesundheitsversorgung führen. Aktuell sind 160 Covid-19-Fälle in Paraguay gemeldet.
Notimérica, 14.4.20

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Parlament in Quarantäne
Nach einem bestätigten Corona-Fall im paraguayischen Senat steht das Parlament des Landes vorerst unter Quarantäne. Das bedeutet, dass die Tätigkeiten des Parlaments bis auf Weiteres suspendiert werden. In Paraguay sind aktuell 92 Covid-19-Fälle gemeldet. Drei Personen sind an der Krankheit verstorben (Stand: 3. April).
InfoBAE, 3.4.20

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Zahl der Corona-Toten steigt auf zwei
Auch in Paraguay steigen die Zahlen der Infizierten. Aktuell sind 27 Menschen im Land an Covid-19 erkrankt, zwei sind bereits an der Krankheit gestorben (Stand: 24. März). Innerhalb eines Tages ist die Zahl um fünf Corona-Fälle gestiegen.
Clarin, 23.3.20

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Offizielle Stellungnahmen und Maßnahmen der paraguayischen Regierung finden Sie hier.

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Kein Ausländer darf über dem Luftweg nach Paraguay einreisen

Der Präsident der zivilen Luftfahrtbehörde Dinac, Édgar Melgarejo, berichtete am Dienstag, dass die Einreise von Ausländern auf dem Luftweg eingeschränkt sei, um eine weitere Ansteckung durch Covid-19 zu verhindern. Es gibt nur wenige Ausnahmen für diese Bestimmung.

Wochenblatt, 18.3.20

  • Datum:28.10.2020

Peru

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Notstand verlängert
Die peruanische Regierung kündigte am Mittwoch die Verlängerung des Ausnahmezustands bis November und die Beibehaltung der Beschränkungen an, die im Land aufgrund der COVID-19-Pandemie herrschen. Das peruanische Notstandsdekret sieht eine Ausgangssperre von 23 Uhr (Ortszeit) bis 4 Uhr morgens, Montag bis Samstag, vor. Es besagt auch, dass gesellschaftliche Zusammenkünfte, einschließlich solcher, die zu Hause stattfinden, verboten sind. Bisher haben sich in Peru mehr als 892.000 Menschen mit COVID-19 infiziert, darunter mehr als 34.000, die an der Krankheit gestorben sind.
Perú amplía el estado de emergencia hasta noviembre y mantiene las restricciones por la pandemia
Europapress, 28.10.2020

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Impfstoffsituation in Peru
Die peruanische Regierung gab am Donnerstag bekannt, dass sie aufgrund "unzureichender" Informationen über das Projekt keine Vereinbarung mit AstraZeneca über den eventuellen Kauf ihres Coronavirus-Impfstoffs unterzeichnet habe. Der Minister sagte auch, dass Coronavirus-Impfstoffe in Peru nicht obligatorisch sein werden und dass die Menschen die Macht haben werden zu entscheiden, ob sie diese Impfstoffe haben wollen oder nicht. "Es ist die Pflicht des Staates, zu impfen. Wenn Menschen nicht geimpft werden wollen, werden sie nicht geimpft", sagte er. In Peru hat das chinesische Labor Sinopharm Anfang September seine Versuche begonnen und 6.000 Freiwillige registriert. Einige von ihnen haben bereits eine Dosis des Impfstoffs erhalten.
Gobierno de Perú no firma convenio con AstraZeneca por “información insuficiente”
CNN Español, 22.10.020

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13 Tote nach einem  Polizeieinsatz in einer Diskothek
Trotz der sonntäglichen Ausgangssperre und des Versammlungsverbotes feierten 120 Menschen in einem Club in Lima. Die Polizei sah sich gezwungen, die Veranstaltung aufzulösen.  Dabei kam es zu einer Massenpanik, in Folge welcher mindestens 13 Menschen starben. Laut Anwohnern benutzte die Polizei bei dem Einsatz, der zu 23 Festnahmen führte, Tränengas.
Feier wegen Corona-Auflagen aufgelöst- 13 Tote nach Massenpanik in Diskothek
Der Spiegel, 23.08.2020.

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Höchste Sterblichkeit in Peru durch Covid
In Peru gibt es immer noch Tausende vermuteter Coronavirus-Todesfälle, die nicht in den Regierungsberichten enthalten sind. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren mehr als 65.000 überzählige Todesfälle verzeichnet, da die Todesfälle landesweit seit März im Vergleich zu den beiden Vorjahren um 120% gestiegen sind. Die Zahl der vermuteten Todesfälle in Peru ist auf 10.443 gestiegen, so der jüngste Bericht des Nationalen Zentrums für Epidemiologie, Prävention und Krankheitsbekämpfung des Gesundheitsministeriums vom 18. August. Die 28.000 Todesfälle durch das SARS-CoV-2-Virus in Peru bedeuten eine Sterblichkeitsrate von 85,8 Todesfällen pro 100.000 Einwohner, die sich nach den neuesten Daten des Nationalen Instituts für Statistik und Information (INEI) aus der Division der Zahl der Todesfälle durch die nationale Bevölkerung von 32,6 Millionen ergibt.
Perú pasa a ser el país con la mayor mortalidad del mundo por el COVID-19

 LA Gestión, 26.08.2020

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Noch einmal Lockdown?
Der Dekan der peruanischen Ärztekammer, Miguel Palacios, wies darauf hin, dass seine Institution die Möglichkeit prüft, eine neue totale Quarantäne für 15 Tage im Land vorzuschlagen, um die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) einzudämmen. Er erklärte, dass die Infektionskurve in allen Regionen des Landes ansteigt und dass, falls die von der Regierung angewandte Strategie (gezielte Quarantäne) in den folgenden Tagen keine Ergebnisse bringt, eine drastischere Maßnahme ergriffen werden sollte. 
Colegio Médico del Perú evalúa proponer que se retorne a una cuarentena total por 15 días
LA Gestión, 3.8.2020

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Schlechte Kommunikation verantwortlich für Anstieg der Zahlen
Letzte Woche hat die peruanische Regierung die Zahl der Todesfälle pro Covid-19 auf etwa 18.000 korrigiert, aber ein Epidemiologe des Gesundheitsministeriums sagt, es könnten bis zu 40.000 unter den bestätigten und vermuteten Fällen sein. Grund für diesen Anstieg ist vor allem eine fehlende Kommunikation vor allem der abgelegenen Regionen mit der Regierung.
De 18.000 a más de 40.000 muertos, ¿qué pasó en Perú?
CNN Español, 27.7.2020

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Fest im Griff von Covid-19
Peru überstieg am Mittwoch, den 8. Juli 2020, 11.000 Todesfälle durch das Coronavirus, eine Woche nach Beginn eines allmählichen Prozesses zur Reaktivierung seiner halb gelähmten Wirtschaft, berichtete das Gesundheitsministerium. Mit 181 Todesfällen in den letzten 24 Stunden ist die Zahl der Todesopfer auf 11.133 gestiegen, so der Tagesbericht des Ministeriums, seit am 19. März der erste Tod von Covid-19 im Land gemeldet wurde. In den letzten 30 Tagen sind durchschnittlich 185 Menschen pro Tag an dem neuen Coronavirus gestorben. Der letzte Tag, an dem weniger als 100 Menschen starben, war nach offiziellen Angaben der 24. Mai. Unter den Toten sind nach Angaben von Berufsverbänden 77 Ärzte. Inzwischen sind die Fälle von Covid-19 auf 312 911 im Land angestiegen, nachdem in den letzten 24 Stunden 3.633 Neuinfektionen gemeldet wurden, so der Bericht.
Perú supera los 11 000 muertos por coronavirus
El Comercio, 8.7.2020

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Covid-19 in den Minen
Seit der Ankunft des Coronavirus in Peru sind fast 1.000 Minenarbeiter mit COVID-19 infiziert worden. Peru ist derzeit das fünfte Land in der Welt und das zweite in Lateinamerika mit den häufigsten Fällen, die sich zu mehr als 300.000 Infizierten und fast 11.000 Todesfällen summieren. Ende Juni waren laut einem Bericht der Organisation Copperacción mindestens 905 Minenarbeiter infiziert und einer von ihnen ist gestorben. Tage später berichtete der Vorsitzende der Minengewerkschaft, Milpo Donato Palma, dass mindestens 25 infizierte Arbeiter in Hotels und einer Klinik in Lima, außerhalb des Lagers in der Andenregion Pasco isoliert untergebracht wurden. Fast die Hälfte der fast 1.000 Bergarbeiter, die sich mit dem SARS-CoV-2-Virus angesteckt haben, gehören zu zwei großen Minen. Umliegende Gemeinden haben nun Bedenken, dass die freigestellten Arbeiter, den Virus in die Dörfer bringen könnten.
Hay cerca de mil contagios acumulados de COVID-19 en minas de Perú
LA Gestión, 7.7.2020

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Lockdown beendet
Der Lockdown in Peru war einer der strengsten in Südamerika – mit absolutem Ausgangsverbot in den Abend- und Nachtstunden sowie sonntags. Teilweise mussten sich Männer und Frauen an verschiedenen Wochentagen darin abwechseln, das Haus zu verlassen. Leider erzielten die Maßnahmen nicht den gewünschten Effekt: Peru zählt mit fast 300.000 kumulierten Infektionen zu einem der Länder mit den meisten registrierten Covid-19-Fällen. Am 1. Juli wurden die nationalen Kontaktbeschränkungen in Peru aufgehoben, die seit 16. März in Kraft waren. Der nationale Notstand bleibt allerdings vorerst bis Ende Juli bestehen. Schritt für Schritt soll nun das gesellschaftliche Leben zu einer "neuen" Normalität zurückkehren.
Nach über 100 Tagen: Peru beendet nationalen Lockdown
Amerika21, 3.7.2020

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Einlenken der Privatkliniken
Viele Peruaner klagen seit Wochen über die hohen Gebühren, die private Kliniken in ihrem Land für die Behandlung von Covid-19-Patienten verlangen. Und so stellte Präsident Martin Vizcarra den Kliniken an diesem Mittwoch ein öffentliches Ultimatum, um angemessene Gebühren zu akzeptieren oder auszuhandeln, die der Staat ihnen für ihre Dienste während der Pandemie bezahlen könnte. Andernfalls sagte er, er werde sich auf einen Artikel der Verfassung berufen, der die Enteignung von Privatpersonen in Fällen "nationaler Sicherheit oder öffentlicher Notwendigkeit" rechtfertigt. Stunden nach diesem Ultimatum erzielten die Kliniken schließlich eine Einigung mit der Regierung über die Preise, die sie den Menschen, denen das öffentliche System nicht mehr dienen kann, in Rechnung stellen (und die vom Staat übernommen werden).
Coronavirus en Perú: el tenso acuerdo entre las clínicas privadas y el gobierno sobre el precio por atender a pacientes de covid-19
BBC.Com
, 25.6.2020

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Chile und Peru bekommen Pandemie nicht in den Griff
Sowohl Chile als auch Peru haben als eine der ersten Länder Lateinamerikas sehr früh Maßnahmen im Kampf gegen COVID-19 ergriffen. Erfolgreich waren beide damit nur temporär bzw. teilweise. Chile verzeichnet derzeit 4.500 Todesfäll, Peru 8.000. Zwar sanken Perus Neuinfektionen zuletzt, jedoch ist das Gesundheitssystem überfordert. Insbesondere fehlt es dem Land täglich an 180 Tonnen Sauerstoff. Eines der großen Probleme Perus, mit dem auch Chile zu kämpfen hat, ist der hohe Anteil an Arbeitskräften im informellen Sektor. Diese Bevölkerungsgruppe kann sich die Isolation schlichtweg gar nicht leisten. Hinzukommt in Peru, dass es in einigen Regionen nach wie vor kein fließendes Wasser gibt. Regelmäßiges Händewaschen als wichtigste Hygieneregel ist somit nicht zu gewährleisten. Der Faktor Armut wird für ganz Lateinamerika im Verlaufe der Pandemie die größte Herausforderung sein. Diesen haben v.a. die Regierungen in Chile und Peru unterschätzt.
Coronavirus in Chile und Peru: Italienische Verhältnisse mit finsteren Aussichten
FAZ, 24.6.2020

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Lateinamerika hat sich zu einem Zentrum der Corona-Krise entwickelt. Für schnelle Hilfe sendet das Bundesentwicklungsministerium heute eine Expertengruppe mit Fachkräften und Labormaterial nach Peru. Die SEEG ist ein vom Bundesentwicklungsministerium und dem Bundesgesundheitsministerium initiiertes Kooperationsprojekt zwischen dem Robert-Koch-Institut, dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Aktuell bei COVID-19 sind auch Experten der Charité – Universitätsmedizin Berlin beteiligt.
Deutsche Expertengruppe unterstützt Peru
BMZ, 23.6.2020

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Das gebeutelte Land
Peru, das zweite Land Lateinamerikas mit der höchsten Anzahl von mit dem Coronavirus infizierten Menschen, übertraf am Dienstag die 200.000 bestätigten Fälle von COVID-19 und überstieg die Zahl der Todesfälle um 5.700, berichtete das Gesundheitsministerium. Die Gesamtzahl der Fälle erreichte am Dienstag, den 9. Juni, 203.736 und die Zahl der Todesfälle 5.738, so ein neuer Bericht des Gesundheitsministeriums, der auf Twitter veröffentlicht wurde.
Perú y los países que han superado los 200,000 casos de coronavirus en el mundo
LA Gestión, 9.6.2020

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Hotspot in Latam
Anders als im Nachbarland Brasilien nimmt die Regierung das Virus ernst. Doch in einem Land, das so arm ist wie Peru, sind Ausgangssperren wohl nur zum Teil durchsetzbar. Die Lebenserhaltungskosten müssen von vielen Menschen täglich erarbeitet werden und die Lebensumstände können eine richtige Hygiene gar nicht garantieren. Das alles treibt die Infektionen nach oben.
Der zweite Corona-Hotspot Südamerikas
Tagesschau.de, 31.5.2020

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Schwierige Entscheidungen
Die Ministerin für Wirtschaft und Finanzen, María Antonieta Alva, wies darauf hin, dass die zweite Phase des vier Phasen umfassenden wirtschaftlichen Reaktivierungsplans darauf abzielt, 85% der peruanischen Wirtschaft zu aktivieren. Präsident Martín Vizcarra kündigte vergangenen Freitag an, dass ab Montag, dem 25. Mai, unter anderem der elektronische Handel, die Bereitstellung von professionellen und technischen Dienstleistungen, Wäscherei- und Friseurdienstleistungen und sogar die Rückkehr des Profifußballs ermöglicht werden. Technisch gesehen ist die Isolation immer noch in Kraft und obligatorisch, obwohl die wirtschaftliche Notwendigkeit und die Müdigkeit der Bürger dazu gezwungen haben, einige Regeln zu lockern - die ohnehin schon wenig respektiert wurden -, obwohl die Kurve der Infektionen nie aufgehört hat zu wachsen und ein komplexes und tragisches Dilemma mit sich bringt: entweder eine wirtschaftliche Katastrophe oder die Möglichkeit einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus.
MEF: Fase dos de reactivación busca poner en operación al 85% de la economía
El peruano, 24.5.2020
Perú y una decisión dramática: abrir la economía en pleno apogeo del virus
Efe.com., 22.5.2020

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Internationale Hilfe für Peru
Am 65. Tag der Quarantäne kündigte Vizcarra an, dass chinesische Wissenschaftler kommen werden, um mit peruanischen Spezialisten über das Virus zu sprechen, denn "es muss Solidarität auf internationaler Ebene geben“. Er sagte dies, nachdem er die Bilanz der Pandemie mit 99.483 positiven Fällen und 2.789 Todesfällen übergeben hatte. Inmitten des Vorwurfs eines gesundheitlichen Zusammenbruchs steht das Land kurz davor, landesweit die Zahl von 100.000 Fällen zu überschreiten. Der Präsident bestätigte, dass es 7.526 hospitalisierte Patienten gibt, von denen 883 mit mechanischer Beatmung auf der Intensivstation mit insgesamt 1.052 Intensivbetten liegen.
Perú cerca de alcanzar los 100 mil contagios

LA Tercera, 19.5.2020

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Im Kampf um Normalität
Am Montag begann in Peru eine erneute Verlängerung der Quarantäne zur Bekämpfung von COVID-19. Allerdings wurde nun ein leichter Rückgang der Zahl der gemeldeten Fälle vermeldet und einige Wirtschaftssektoren reaktiviert. Was kommt ist die vermehrte Intervention auf den populären Wochenmärkten, die zu den schlimmsten Ansteckungsquellen des Landes gehören. Die Behörden kündigten die noch zögerliche Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Erholung an, in der nun erst einmal knapp über 200 Textil- und Bekleidungsunternehmen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen haben. Dagegen wurde mindestens 15 Märkte wegen Nichteinhaltung der Gesundheitsvorschriften geschlossen.
Perú registra descenso de casos de COVID-19 y comienzan nueva ampliación de cuarentena

CNN Chile, 11.5.2020

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Peru wirft den Motor wieder an
Schlüsselsektoren der peruanischen Wirtschaft wie Bergbau, Industrie und Baugewerbe werden ihre Aktivitäten ab Mai allmählich wieder aufnehmen, nachdem sie seit Mitte März durch die Quarantäne aufgrund des Coronavirus praktisch gelähmt waren. Dies sagte die Regierung am Sonntag.
Perú anuncia reinicio gradual desde mayo de actividades clave como minería y construcción
Reuters, 3.5.2020

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Hohe Zahlen von Covid-Erkrankten in Peru
Südamerikanisches Land verzeichnet 19.250 Fälle und 530 Todesfälle von Covid 19 seit seiner ersten Entdeckung am 6. März. Jetzt kommt das Land an seine Grenzen. Am Mittwoch forderte die peruanische Ärztekammer Präsident Vizcarra und die Gesundheitsbehörden auf, die am Sonntag auslaufenden Maßnahmen beizubehalten. Ihrer Meinung nach wurden die meisten Infizierten während der Isolationsperiode infiziert, was auf das Gedränge in den Märkten und Banken zurückzuführen sei. Wie in anderen Ländern steht Vizcarra unter zunehmendem Druck, die Maßnahmen zur Wiederbelebung der Wirtschaft zu lockern. In diesem Zusammenhang sagte der Präsident, dass eine eventuelle Verlängerung des Ausnahmezustands eine gemeinsame Entscheidung mehrerer Institutionen sei und dass die Entscheidung ständig evaluiert werde. Auf dem Land gilt die obligatorische soziale Immobilisierung von 18.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens.
Crisis en Perú: cadáveres en los pasillos de hospitales y falta de insumos
 
LA Tercera, 23.4.2020

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Peru rüstet Covis-19 Kommando auf
Das COVID-19-Operationskommando ist verantwortlich für das klinische Management von Patienten auf Intensivstationen (ICU), die Lieferung von medizinischem Material und Ausrüstung, die als strategisch betrachtet werden, die klinische und epidemiologische Forschung, die Prozessinformation, die Überwachung und Auswertung der Kampagne gegen das neue Coronavirus und die Koordination der Ressourcenzuweisung während der nationalen Gesundheitsnotstandsperiode. Seit dieser Woche nun werden auch die Streitkräfte des Landes Teil des Covid-19-Operationskommandos sein.
Incluyen a las Fuerzas Armadas del Perú como parte del Comando de Operaciones Covid-19

La Gestión, 16.4.2020

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Pressekonferenz mit dem Präsidenten
Die Zahl der positiven Fälle von COVID-19 in Peru stieg auf 10.303. Bislang gab es 230 Todesfälle. Es wurden 102.216.000 Tests durchgeführt. Daher macht die Gesamtzahl der positiven Fälle etwa 10% der gesamten Stichprobe aus. Es gibt 914 Menschen in Krankenhäusern, davon 132 auf der Intensivstation.
"Ich sage es klar und deutlich: Wir werden im April 2021 allgemeine Wahlen abhalten, und ich sage deutlich, dass ich nicht kandidieren werde", sagte Präsident Martin Vizcarra.
Die Regierung hat einen Bonus von 760 Soles für 3,5 Millionen Familien gewährt. Der erste Teil von 380 Soles erreichte 2,5 Millionen Familien. Es wird erwartet, dass die andere Million diese Woche schneller erreicht wird. 72 Millionen Soles wurden an Unternehmen vergeben. Es wird einen zweiten, viel großzügigeren Bonus für kleine und mittlere Unternehmen geben.
CONFERENCIA DE PRENSA DEL PRESIDENTE MARTIN VIZCARRA 14-04-2020
 

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Die rigorosen Maßnahmen, die seit dem 25. März in Peru dazu geführt haben, dass eine fast totalitäre Ausgangssperre gilt, sind für viele deutsche Reisende in dem Land zu einem Problem geworden. Sie sitzen oft weit verstreut im Land fest. Die Deutsche Botschaft ist bemüht, die Ausreisewilligen zu erfassen und einen Rücktransport zu ermöglichen. Dies wird erschwert durch die Schließung des Öffentlichen Flughafens und durch die Bürokratie des Landes.
Corona-Pandemie: Deutsche Touristen hängen in Peru fest
tagesschau.de, 31.3.2020

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Peru schnürt Wirtschaftspaket
Peru bereitet ein Paket in Höhe von 26,4 Milliarden US-Dollar oder 12% des nationalen BIP vor, um die Auswirkungen des Coronavirus auf die lokale Wirtschaft abzuschwächen, ein in dem Bergbauland beispielloser Betrag, sagte Wirtschaftsministerin Maria Antonieta Alva am Sonntag. Das Paket umfasst drei Phasen von je 30 Milliarden Soles: Eindämmung der Krankheit, Sicherung der Zahlungskette der Unternehmen durch Kreditgarantien und Reaktivierung des Produktionsapparates, sagte die Ministerin.
Perú alista paquete económico de 12% del PIB en lucha contra el coronavirus: ministra
Reuters, 29.03.2020

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Die AHK Peru informiert über den Ausnahmezustand durch Covid-19 hier.

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Ausweitung der Quarantäne
Präsident Martín Vizcarra kündigte heute Mittag (27.3.) die Verlängerung des nationalen Ausnahmezustands und die obligatorische soziale Isolation der Bevölkerung bis Sonntag, den 12. April, an. "Wir haben diese Entscheidung mit dem Ziel getroffen, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, uns weiterhin um die Patienten zu kümmern und das höchste Ziel zu erreichen, das wir als Regierung haben: das Leben, die Gesundheit und die Integrität aller Peruaner zu schützen", sagte er.
Presidente Vizcarra anunció ampliación del Estado de Emergencia Nacional y aislamiento social obligatorio hasta el 12 de abril

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Corona legt Wirtschaft lahm
Die Wirtschaft Perus, des zweitgrößten Kupferproduzenten der Welt, wird in diesem Jahr zum ersten Mal nach mehr als zwei Jahrzehnten aufeinanderfolgenden Wachstums, einen Rückgang verzeichnen. Die staatlichen Restriktionen zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 haben die 220 Milliarden Dollar schwere Wirtschaft, die in den vergangenen Jahren im Schnitt um mehr als 6% in der besten Zeit gewachsen war, praktisch lahmgelegt.
Economía de Perú anotaría este año primera tasa negativa desde 1998 por coronavirus
Reuters, 25.03.2020

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Unterstützung der Armen
Das Ministerium für Entwicklung und soziale Inklusion (Midis) berichtete, dass die Banco de la Nacion diesen Donnerstag in den Regionen mit der Auszahlung der 380-Sol-Prämie beginnen wird, die an arme Familien in Gebieten mit der obligatorischen sozialen Isolation gerichtet ist und das Vordringen des Coronavirus in Peru aufhalten soll.
Coronavirus en Perú: Banco de la Nación iniciará el jueves pago del Bono 380
La Gestión, 25.3.2020

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Offizielle Veröffentlichungen der Regierung Perus finden Sie hier.

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PromPerú: Sie sitzen in Peru fest? Hier wird Ihnen geholfen.

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Nationaler Notstand

Die peruanische Regierung richtete den nationalen Notstand als Maßnahme zur Prävention und Kontrolle von COVID-19 durch den Obersten Erlass Nr. 044-2020-PCM ein.
Das Ministerium für Außenhandel und Tourismus (MINCETUR) und die Kommission zur Förderung Perus für Export und Tourismus (PROMPERU) geben dazu Folgendes bekannt:

  • Der nationale Notstand ist 15 Kalendertage lang gültig und wurde am Montag, den 16. März wirksam.
  • Quarantäne (obligatorische soziale Isolierung) wird im ganzen Land verordnet, sowohl für Peruaner als auch für Ausländer.
  • Alle internationalen Grenzen sind geschlossen worden, der internationale Personenverkehr zu Land, Luft, See und Fluss wird ausgesetzt, ab Montag, den 16. März um 23:59 Uhr.
  • Der Personenverkehr innerhalb Perus (interprovinziell) auf dem Land-, Luft- und Flussweg ist ab Montag, 16. März, um 23:59 Uhr ausgesetzt.
  • Der Zugang der Öffentlichkeit zu Museen und Denkmälern wird ausgesetzt, sowie zu Einrichtungen, in denen öffentliche Aufführungen(kulturell, sportlich, etc) stattfinden;
  • Ebenso werden die Aktivitäten von Restaurants, Paraden, Schutzheiligenfesten sowie zivile und religiöse Aktivitäten ausgesetzt.

Reiseveranstalter und Fluggesellschaften werden aufgefordert, diese Maßnahmen einzuhalten und sie ihren Kunden über ihre physischen und virtuellen Plattformen mitzuteilen.

Ausführliche Informationen erhalten Sie hier auf Deutsch und Spanisch.

  • Datum:29.10.2020

Uruguay

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Uruguay geht weiter seinen Weg
Uruguay verfolgt weiter seinen bislang erfolgreichen Weg bei der Bekämpfung der Pandemie. Präsident Lacalle Pou betonte, dass die Grenzen dicht bleiben. Es ist das erste Mal, dass keine Touristen in das Land am Rio de la Plata einreisen dürfen. Gerade in der südamerikanischen Sommersaison ist Punta de Este ein sehr beliebtes Reiseziel für Touristen aus ganz Lateinamerika. Uruguay hat den letzten Zahlen zufolge im Vergleich zu allen anderen Ländern nur 54 Todesfälle zu verzeichnen.
Uruguay schützt sich vor Corona: Grenzen bleiben dicht, Vorsorge wird intensiviert
Amerika21, 29.10.2020

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Keine Spur der Corona-Krise
Das Land zählt insgesamt gerade einmal 44 Tote im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und die meisten der noch nicht einmal 2000 Infizierten sind wieder genesen. Anders als in anderen lateinamerikanischen Ländern verzichtete die Regierung in Uruguay auf eine Ausgangssperre, schloss jedoch ebenfalls die Grenzen und die Schulen. Wie gelang es dann dem Land die Corona-Pandemie so gut zu bewältigen? Einer der Gründe ist, dass es in Uruguay kaum dicht besiedelte Elendsviertel und wenig informell Beschäftigte gibt. In den Nachbarländern verbreitete sich das Virus vor allem unter den Einwohnern, die sich finanziell keine Quarantäne leisten konnten. Darüber hinaus investierte das Land in den letzten 15 Jahren viel in den Sozialstaat und verfügt über ein robustes Gesundheitssystem. Als das Corona-Virus im März Uruguay erreichte, gelang es der Regierung schnell flächendeckend zu testen und die Infektionswege nachzuverfolgen. Ein weiterer begünstigender Faktor ist die hohe politische Stabilität in Uruguay.
In Uruguay von Krise keine Spur
Tagesschau, 07.09.2020

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Uruguays Erfolg in der Pandemiebekämpfung
Trotz seiner relativ alten Bevölkerung sprechen die Zahlen in Uruguay für ein erfolgreiches Coronakrisen-Management: 907 offiziell bestätigte Fälle, 818 davon genesen. Nur 26 Menschen starben bisher an COVID-19. Grundlage dafür ist v.a. das Vertrauen der Regierung in seine Bevölkerung und umgekehrt. Die Regierung von Lacalle Pou setzt auf "libertad responsable" und reagierte im März schnell mit der Implementierung einer Reihe von Maßnahmen. Eine Ausgangssperre wurde nicht verhängt.
Spiegel, 29.6.2020

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Uruguay meistert in bemerkenswerter Art und Weise den Kampf gegen die Pandemie
Dank gut funktionierendem Gesundheitssystem und entschiedenem Vorgehen im Krisenmanagement trifft die Pandemiewelle Uruguay weit weniger heftig als andere Länder in Südamerika. Dabei setzte Präsident Lacalle Pou nicht wie andere auf eine strikte Ausgangssperre sondern appellierte an das Verantwortungsbewusstsein seiner Bürger und setzte die freiwillige Einhaltung empfohlener Verhaltensregeln.
Abseits der grossen Schlagzeilen leistet Uruguay bemerkenswerte Arbeit bei der Corona-Bekämpfung
NZZ, 5.6.2020
Uruguay vence la pandemia sin cuarentenas obligatorias
Expansión, 11.6.2020

 

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Erfolgreiche Strategien gegen Covid-19 in Paraguay, Uruguay und Costa Rica
Die schnelle Reaktion in diesen Ländern auf die Krise, zusammen mit der reduzierten Einwohnerzahl, waren Schlüsselfaktoren, um positive Ergebnisse in der Pandemie zu erzielen.
Paraguay, Uruguay und Costa Rica: Erfolgreich gegen COVID-19
DW, 23.05.20

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Erfolgsfall Uruguay
Uruguay bereitet sich auf die neue Normalität vor. Die positive Erfahrung mit der Wiedereröffnung des Bausektors ermöglicht nun die Öffnung anderer Bereiche wie Büros, Geschäfte im Zentrum der Hauptstadt und andere Unternehmen nun möglich ist.
Caso de éxito. Cómo hizo Uruguay para controlar el coronavirus
La Nacion, 19.05.20

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483 Corona-Fälle in Uruguay
Uruguay hat mittlerweile 483 Covid-19-Fälle gemeldet. Von ihnen sind aktuell 227 noch erkrankt, 15 auf Intensivstationen, sieben verstorben und 249 wieder gesund. Auch in den Gefängnissen des Landes wird verstärkt auf Corona getestet. Besonders ältere Uruguayer werden vor Telefonbetrügern gewarnt, die in der Unsicherheit der aktuellen Corona-Lage agieren.
Clarin, 13.4.20

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BIP sinkt 2020 voraussichtlich um 2,5 Prozent
Das Bruttoinlandsprodukt Uruguays schrumpft im laufenden Jahr voraussichtlich um 2,5 Prozent. Wie alle Volkswirtschaften der Region wird das Land hart von den den Konsequenzen der Corona-Pandemie getroffen. Außerdem ziehen die Krisen der großen Nachbarn Argentinien und Brasilien das kleine Uruguay wirtschaftlich weiter nach unten.
La Diaria, 6.4.20

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Corona-Krise in Uruguay: „Alle müssen bei der Auswertung der Test-Ergebnisse mithelfen"
Auch in Südamerika verbeitet sich der Corona-Virus weiter. Aktuell sind 369 Fälle aus Uruguay bekannt (Stand: 3. April). Mitte März hatte die Regierung den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Schulen, Universitäten, Cafés und viele Geschäfte sind auf unbestimmte Zeit geschlossen. Den Bürgern wird angeraten, zu Hause zu bleiben. Über den Stadtstränden kreisen Hubschrauber.
GEO, 2.4.20

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Regierungsmitglieder senken ihr Gehalt
Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen, haben Präsident Lacalle Pou und die Minister ihre Gehälter um 20 Prozent gesenkt. Das eingesparte Geld soll einem Hilfsfonds zugute kommen, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu begrenzen. In Uruguay sind aktuell 238 Infizierte gemeldet (Stand: 27. März).
Deutsche Welle, 27.3.20

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Schwierige Rückkehr aus Uruguay
Viele junge Deutsche, die aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland absolvieren, sind im Rahmen des Rückholprogramms des Auswärtigen Amtes bereits wieder nach Deutschland heimgekehrt. Es gibt aber auch Staaten wie Uruguay, aus denen die Ausreise logistisch unter den aktuellen Bedingungen sehr kompliziert ist.
Tagesschau, 24.3.20

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Offizielle Informationen der uruguayischen Regierung zur aktuellen Lage finden Sie hier.

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Corona-Zahlen steigen auch in Uruguay
In Uruguay gab es erst vor wenigen Tagen den ersten bestätigten Corona-Fall. Mittlerweile steigen auch hier die Zahlen: Aktuell sind 79 Personen positiv auf Covid-19 getestet worden. Die betroffenen Regionen sind Canelones, Colonia, Maldonado, Montevideo und Salto.

Gobierno anunció que hay 79 casos de coronavirus en Uruguay
El País (Uruguay), 18.3.20

  • Datum:22.6.2020

Venezuela

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Strenger Lockdown
Der venezolanische Präsident, Nicolás Maduro, ordnete vorerst einen einwöchigen Lockdown an. Vor allem in den sieben am meisten betroffenen Bundesstaaten sind die Beschränkungen besonders streng. Offiziell zählt Venezuela mit seinen 29 Millionen Einwohnern nur knapp 35 000 Infizierte und 381 Tote. Die Opposition und Menschenrechtsorganisationen zweifeln jedoch an, dass diese Zahlen der Wahrheit entsprechen. Selbst wenn die niedrigen Zahlen stimmen, ist Venezuela durch die Corona-Pandemie stark gefährdet. So steckt das Land bereits seit 2013 in einer Versorgungsnotlage und die Mehrheit der Bevölkerung lebt in Armut. Die Corona-Krise hat die Lage der Menschen noch weiter verschlechtert.
Venezuela im strikten Lockdown
DW, 21.08.2020

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Vom Regen in die Traufe: Venezolanische Migranten kehren Kolumbien den Rücken
Fünf Millionen Venezolaner haben vor Ausbruch der Pandemie ihr heruntergewirtschaftetes Heimatland verlassen. Davon leben aktuell 1,8 Millionen in Kolumbien. Durch die Coronakrise haben viele Venezolaner als erste ihre Jobs verloren – mehr als die Hälfte arbeitete ohne Aufenthalterlaubnis – und wurden obdachlos. Nun wollen sie zurück. Bereits mehr als 76.000 Venezolaner haben Kolumbien Richtung Heimat verlassen. An den Grenzübergängen müssen sie jedoch in Camps ausharren. Die venezolanischen Behörden haben die Anzahl der Migranten pro Woche auf 1200 limitiert, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.
Zurück ins Krisenland: Corona treibt Venezolaner nach Hause

Süddeutsche Zeitung, 22.6.2020

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Die venezuelanische Regierung bestätigte 331 Corona-Fälle im Land
Cifra de contagios por coronavirus en Venezuela asciende a 331, según el régimen
El Nacional, 29.04.20

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Verschiebung der Parlamentswahlen?
Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro sagte in einem Radiointerview mit Blick auf die Bemühungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus, das es nicht sicher sei, ob die Parlamentswahlen stattfinden können. "Es wäre unverantwortlich zu sagen, wir halten Wahlen ab, koste es, was es wolle." Zugleich betonte Maduro aber, laut Verfassung müsse die Parlamentswahl im Dezember stattfinden, damit sich die neue Nationalversammlung Anfang Januar kommenden Jahres konstituieren könne.
Coronavirus-Krise gefährdet Parlamentswahl

Bote der Schweiz, 19.4.2020

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Covid-19 verschärft humanitäre Krise
Schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die humanitäre Situation in Venezuela prekär. Covid-19 hat die Krise im Land weiter verschärft. Laut offizieller Angaben gibt es nur 80 Intensivbetten im ganzen Land, obwohl mindestens 2500 nötig wären. Selbst das Kinderkriegen kann für Frauen und ihre Säuglinge in den Krankenhäusern des Landes lebensgefährlich sein.
Why coronavirus could be catastrophic for Venezuela

BBC, 12.4.20
Dar a luz en Venezuela es un riesgo mortal
New York Times, 10.4.20

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Exil-Venezolaner kehren in Corona-Krise in die Heimat zurück
Viele Venezolaner, die nach Kolumbien und in andere Länder der Region emigriert waren, kehren wieder nach Venezuela zurück. Der Grund: Die Corona-Pandemie verschärft die Situation auf dem informalen Arbeitsmarkt der Zielländer, in dem viele von ihnen arbeiten. Wenn das Einkommen dort komplett wegbricht und die Angst vor einer Erkrankung steigt, erscheint die Rückkehr in die Heimat naheliegend. In Venezuela werden sie aber nicht mit offenen Armen empfangen.
Maduro tiene otro grave problema encima: los venezolanos del éxodo que están regresando de Colombia
Al Navío, 8.4.20

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Corona verschärft venezolanische Krise weiter
Die Krise in Venezuela wird durch die Ausbreitung von Covid-19 weiter verschärft. Sowohl die Venezolaner im Land als auch diejenigen, die ihre Heimat bereits verlassen haben, leiden unter den Konsequenzen der Pandemie. Aktuell sind in Venezuela zwar nur 146 Infizierte gemeldet, die Dunkelziffer von Corona-Betroffenen ist aber wahrscheinlich viel höher.
Al Navío, 2.4.20

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Benzin nur noch für Ärzte, Militär und lebensnotwendige Transporte
Venezuela schränkt den Zugang zu Kraftstoff stark ein. Die wenigen noch geöffneten Tankstellen sollen nur noch Ärzte, das Militär und Transporter von Lebensmitteln versorgen. Die Einschränkungen gelten auch in Caracas. Die Hauptstadt war bisher von den Regelungen ausgenommen. Währenddessen hat Maduro Gespräche mit der chinesischen Regierung angekündigt, um den stark gesunkenen Ölpreis abzufedern.
Gasolina solo para médicos, militares y transporte de alimentos en Venezuela

El País, 25.3.20
Venezuela inicia conversaciones con China para buscar apoyo por caída de precios petróleo

Reuters, 25.3.20

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Venezuela befreit Rohstoffimporte von Zöllen und Steuern
In der Covid-19-Krise werden Rohstoffe, die für strategisch wichtige Branchen importiert werden, ab sofort von Zöllen und Steuern befreit. Das hat Vizepräsident Tareck El Aissami bekannt gegeben. Offiziell sind 91 Menschen in Venezuela an Corona erkrankt. Die Dunkelziffer liegt Beobachtern zufolge jedoch weit höher.
Venezuela exonera de impuestos a importaciones de materia prima por coronavirus

Reuters, 24.3.20

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Maduro erlässt Kündigungsverbot und setzt Kreditzahlungen aus
In der Corona -Krise hat Nicolás Maduro erlassen, dass Unternehmen bis zum Jahresende keine Mitarbeiter entlassen dürfen. Außerdem dürfen Banken sechs Monate lang keine Kreditrückzahlungen einfordern. Auch können Telekommunikationsanbieter bei Nichtzahlung ihre Kunden vorerst nicht vom Netz nehmen.
Venezuela prohíbe despidos en empresas y suspende cobros de créditos por coronavirus
Reuters, 22.3.20

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Ein Krisenstaat kämpft gegen das Virus
Seife ist Mangelware, Desinfektionsmittel erst recht - und selbst den Kliniken fehlt es an Wasser: In Venezuela trifft die Coronavirus-Pandemie auf Menschen, die schon lange ums tägliche Überleben kämpfen.
Tagesschau, 21.3.20

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Kampf um die Macht statt gegen das Virus
Unerschwingliche Lebensmittel und Medikamente, Stromausfälle, Wassermangel: Bereits vor der Coronakrise kämpfte die Bevölkerung von Venezuela ums Überleben. Umso härter trifft die Menschen die seit dem 16. März geltende Quarantäne. Der Kampf um die Macht in Venezuela zwischen Maduro und Guaidó tobt weiter, obwohl es wohl besser wäre sämtlichen Kräfte für den Kampf gegen Corona zu bündeln.
Deutschlandfunk, 19.3.20

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IWF erteilt Maduro Absage
Der Internationale Währungsfonds hat Venezuela Mittel aus seinem Notfallfonds zur Bewältigung der Corona-Krise verweigert. Nicolás Maduro hatte zuvor beim IWF überraschend um ein Darlehen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar gebeten, um die Kapazitäten des Landes gegen die Ausbreitung der Pandemie zu stärken.

El FMI rechaza conceder un crédito de 5.000 millones a Maduro para contener el coronavirus
El País, 17.3.20

Corona-Quarantäne sorgt für Anstieg von Bitcoin-Handelsvolumen in Venezuela
Der Direkthandel von Bitcoins verzeichnet in Venezuela einen beträchtlichen Anstieg, nachdem das dortige Bankensystem wegen dem Coronavirus den Betrieb vorübergehend eingestellt hat. Während das Handelsvolumen der Kryptowährung zuletzt drei Wochen lang im Sinkflug war, ist es in den vergangenen beiden Wochen wieder um satte 3,4 Mio. US-Dollar nach oben geklettert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus treiben Südamerika zunehmend in Kryptowährungen.
Cointelegraph, 19.3.20

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Tankstellen teilweise geschlossen, Militär rationiert Kraftstoff
Aufgrund der Corona-Krise und für ihre Eindämmung in Venezuela haben viele Tankstellen aktuell ihren Betrieb eingestellt. Das Militär hat außerdem die Kontrolle über zentrale Kraftstoff-Verteilzentren übernommen. Dem war die Ankündigung Maduros vorausgegangen, das gesamte Land unter Quarantäne zu stellen.
Venezuela’s Military Takes Over Fuel Pumps as Shortages Increase
Bloomberg, 18.3.20
Some Venezuelan Gas Stations Empty as Government Bans Queuing to Slow Coronavirus
New York Times, 18.3.20

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