Foro Económico Alemán para América Latina
– 19. Mai 2026 | Santo Domingo, Dominikanische Republik
Lateinamerika-Tag erstmals in Lateinamerika
Fakten
- Sechs Organisatoren der Deutschen Woche in der Dominikanischen Republik
- 14 Sponsoren
- Mehr als 140 Gäste
- Eine Woche Programm mit drei Empfängen, Treffen mit der Vizepräsidentin, Ministern, Unternehmensbesichtigungen sowie zahlreichen B2B-Gesprächen
Im Rahmen der eintägigen Konferenz am 19. Mai 2026 richtete sich der Blick nicht ausschließlich auf die Dominikanische Republik, sondern auf die gesamte Region Lateinamerika und Karibik. Institutionen wie die IFC, CARICOM und DEG unterstrichen die Bedeutung der Förderung regionaler KMUs, das Potenzial der jungen und vielfältigen Bevölkerung sowie die zunehmende Suche sogenannter „Middle Income States“ nach neuen internationalen Partnerschaften. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Region weiterhin vor großen Herausforderungen steht, für die deutsche Technologie und Expertise konkrete Lösungen bieten können – mit dem gemeinsamen Ziel langfristiger, stabiler und nachhaltiger Partnerschaften. Die karibischen Staaten präsentierten sich dabei als resiliente, innovative und kreative Partner.
Die verschiedenen Panels beleuchteten sowohl die aktuellen Rahmenbedingungen als auch mögliche Lösungsansätze für zentrale wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. In den anschließenden Spotlights kamen neben der AWE, die die Bedeutung einer inklusiven und nachhaltigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit für den sozioökologischen Wandel hervorhob, auch Vertreter aus Mexiko, der Karibik und Zentralamerika zu Wort.
Einen besonderen Höhepunkt bildete die exklusive Ministerrunde zum Abschluss der Konferenz. Yayo Sanz Lovatón, Minister für Industrie, Handel und KMU der Dominikanischen Republik (MICM), Sigmund Freund Mena, Minister für öffentliche Verwaltung, sowie Enrique Zamora, Geschäftsführer der LAFISE-Gruppe, betonten die aktuellen Chancen für die Region angesichts der wirtschaftlich und politisch volatilen globalen Lage.
Die Bedeutung dieser Veranstaltung lag jedoch nicht allein in den hochrangigen Panels und Gesprächen zwischen Unternehmen und Institutionen. Die Deutsche Woche vermittelte den teilnehmenden Vertretern deutscher Unternehmen und Institutionen vor allem ein klares Bild davon, wie offen, ernsthaft und zukunftsorientiert die deutsch-dominikanische Zusammenarbeit auf der dominikanischen Regierungs- und Unternehmensseite wahrgenommen wird. Der Wunsch nach einer Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen und einer Ausweitung gemeinsamer Projekte wurde in zahlreichen Gesprächen deutlich artikuliert.
Im Fokus standen dabei insbesondere die Bereiche Energie, Infrastruktur, Transport und Logistik, Wasserwirtschaft sowie Gesundheit. Ebenso häufig hervorgehoben wurde die Bedeutung der beruflichen Aus- und Weiterbildung als Grundlage für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Die Gespräche mit der Vizepräsidentin, Staatssekretären, Ministern und Unternehmensvertretern – organisiert durch die Deutsche Botschaft in Santo Domingo, die Dominikanische Botschaft in Berlin, die Cámara de Comercio Domínico-Alemana (CCDA) sowie ProDominicana – machten das große Interesse an stärkerem deutschem Engagement in der Region deutlich. Die bereits vertieften Gespräche einzelner Unternehmen lassen darauf schließen, dass diese Veranstaltung wichtige Impulse für zukünftige Kooperationen gesetzt hat und einen Ausgangspunkt für ein noch intensiveres Interesse der deutschen Wirtschaft und Politik an der Region markieren könnte.
Der LAV bedankt sich herzlich bei allen Partnern – insbesondere der Deutschen Botschaft in Santo Domingo, der Dominikanischen Botschaft in Berlin, der Cámara de Comercio Domínico-Alemana (CCDA) sowie ProDominicana – für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit. Dieser erste Lateinamerika-Tag vor Ort fand zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt – sowohl für Lateinamerika und die Karibik als auch für die deutsche Wirtschaft. Unser gemeinsames Ziel bleibt es, die Beziehungen zur Region weiter zu vertiefen, den Austausch auszubauen und die Zusammenarbeit langfristig noch partnerschaftlicher zu gestalten.
Die gemeinsame Veranstaltung war ein voller Erfolg, und wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe im Jahr 2028.