- Datum: 09.01.2026
- Kategorie:Berichte & Analysen
KAS Länderbericht: Die neue US-Sicherheitsstrategie und ihre Folgen für Lateinamerika und Europa
„Amerika den Amerikanern“? Mit der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) vom November 2025 vollzieht die US-Regierung einen weitreichenden…
„Amerika den Amerikanern“?
Mit der Nationalen Sicherheitsstrategie (NSS) vom November 2025 vollzieht die US-Regierung einen weitreichenden Kurswechsel und beansprucht die westliche Hemisphäre, die den amerikanischen Doppelkontinent umfasst, erneut als exklusiven Einflussraum. Dabei knüpft sie an die Monroe-Doktrin von 1823 an, welche keine außeramerikanische Einmischung in die Angelegenheiten des gesamten Kontinents duldete. Die Botschaft ist unmissverständlich: „nichthemisphärische“ Mächte – primär China und Russland – sollen weder strategische Installationen besitzen noch militärische oder technologische Kapazitäten in der Region verankern können. Gleichzeitig soll die Hemisphäre so stabil und gut regiert sein, dass Massenmigration in die USA ausbleibt, die Bekämpfung von Drogenhandel und transnationaler Kriminalität gelingt und die Region Washington politisch gewogen ist. Diese Ziele sind im Originaltext der NSS ausführlich niedergelegt und werden dort als „Trump Corollary“ zur Monroe-Doktrin bezeichnet, ergänzt um das operative Leitmotiv „Enlist and Expand“: bewährte Partner einbinden und neue Kooperationen ausbauen, wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch. Mit der militärischen Intervention am 3. Januar 2026 in Venezuela zeigt die Trump-Regierung der Welt, wie ernst sie es mit ihren Zielen in der westlichen Hemisphäre meint.
Lesen Sie HIER den kompletten Bericht der Konrad Adenauer Stiftung.