- Datum: 27.03.2018
- Land:Costa Rica
- Kategorie:Öffentlichen Nachrichten
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit * Am Ostersonntag müssen sich die Costaricaner in einer Stichwahl entscheiden
Die Ticos, so nennen sich die Costaricaner selber, erkennen ihr Land derzeit nicht wieder. Am Ostersonntag müssen sie sich in einer Stichwahl zwischen dem Evangelikalen Fabricio Alvarado und dem Mitte-Links-Kandidaten der aktuellen Regierungspartei PAC, Carlos Alvarado, entscheiden. Ersterer der beiden Alvarados blickt auf eine Karriere als christlicher Sänger zurück, letzterer war u.a. Arbeitsminister der aktuellen Regierung und kann mehrere Universitätsabschlüsse, u.a. einen Master in Entwicklungsstudien von der University of Sussex, vorweisen. Inkongruent wie die beiden Lebensläufe sind auch die Meinungen der Costaricaner über die beiden Herren: als Sozialisten oder religiöse Fanatiker beschimpft man sich gegenseitig, Bekannte „entfreunden“ sich auf Facebook - der Umgangston ist rau. Das passt so gar nicht zum selbst kultivierten Image des friedlichen, naturverbundenen Landes, in dem der gesellschaftlich Zusammenhalt stärker zu sein schien als bei seinen krisengeschüttelten Nachbarn in Zentralamerika.