Wann: Montag 23. Juni 2025 | 20 Uhr
Wo: Zeise Kino, Friedensallee 7-9, 22765 Hamburg
Am Montag, dem 23.6. begrüßt das Zeise Kino den argentinischen Regisseur Martín Rejtman!
Um 20 Uhr beginnt das Programm mit seinem 2019 auf der Berlinale prämierten Kurzfilm "Shakti", im Anschluss wird sein nach vielen Festival-Terminen zum ersten Mal im deutschen Kino laufenden Spielfilm "The Practice - La Práctica" gezeigt - eine gleichzeitig naturalistische und wahnsinnige Komödie über das menschliche Drama, 50 Jahre alt zu werden!
Beide Filme sind auf Spanisch mit deutschen Untertiteln.
Mehr Informationen und Tickets finden Sie hier.
Über "The Practice" (2023, 89 Minuten):
Gustavos Leben ist aus den Fugen geraten: Seine Frau verlässt ihn, er verliert sein Haus und eine Verletzung hindert ihn daran, seine Arbeit als Yogalehrer auszuüben. Zwischen Zitter-Anfällen, Überfällen, Motorrädern, Paartherapie, Yoga-Retreats, Entzündungshemmern und Antidepressiva versucht Gustavo seinen Absturz zu verhindern.
Über "Shakti" (2019, 19 Minuten):
Federico, Mitte 20, lebt allein in Buenos Aires. Am Tag als seine Großmutter stirbt, beschließt er, sich von seiner Freundin Magda zu trennen. Er fürchtet, sie zu verletzen. Aber als es soweit ist, kommt sie ihm zuvor. Sie ist locker, beherzt und so gar nicht verletzt. Er ist es dafür umso mehr, besonders als er erfährt, dass sie bereits einen Neuen hat. Doch dann findet er im Tiefkühlfach Kartoffel-Knishes von seiner Oma, die sie ihm einige Monate vor ihrem Ableben mitgegeben hatte, und alles wird anders.
Über Martín Rejtman:
Rejtmans Bühne ist der Mikrokosmos einer argentinischen Gesellschaft, die er in streng komponierten Bildern einer sehr ökonomisch erzählten Geschichte und einer Regiehaltung wider den Retrorealismus dechiffriert. Rejtman gehört zu den Vertretern des neuen argentinischen Films, der seit Mitte der 1990er-Jahre in Europa bekannt wurde. Zentrales Moment seiner Arbeit ist, so Dr. Rocío Gordon von der University of Virginia, dass der Regisseur und Autor keine linearen Geschichten nach Schema F erzählt und dabei die Psychologie der Charaktere darlegt, sondern auf eine Ästhetik der Trägheit verweist. Innerhalb dieser Trägheit habe die Komödie den größten Spielraum – eine in Argentinien bislang einzigartige Position.