Novedades

  • Datum: 15.07.2025
  • Category:Berichte & Analysen

EFTA and MERCOSUR conclude negotiations on a Free Trade Agreement

The Signatory State Parties of MERCOSUR (the Republic of Argentina, the Federative Republic of Brazil, the Republic of Paraguay and the…

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The Signatory State Parties of MERCOSUR (the Republic of Argentina, the Federative Republic of Brazil, the Republic of Paraguay and the Oriental Republic of Uruguay) and the EFTA States (Iceland, the Principality of Liechtenstein, the Kingdom of Norway and the Swiss Confederation) have announced, at the MERCOSUR Summit Meeting (Buenos Aires, 2 and 3 July 2025), the conclusion of the negotiations of a Free Trade Agreement. 

The MERCOSUR - EFTA Free Trade Agreement will create a free-trade zone of almost 300 million people and a combined GDP of more than US$ 4.3 trillion. Both sides will benefit from improved market access for more than 97% of their exports, which will increase bilateral trade and translate into benefits for businesses and individuals. 

Read the complete article here.


  • Datum: 15.07.2025
  • Country:Brazil
  • Category:Berichte & Analysen

JBS: Vom Provinzmetzger zum globalen Fleischgiganten – trotz Skandalen

JBS, ursprünglich eine kleine Metzgerei in Brasilien, ist heute der weltweit größte Fleischkonzern – größer als Nestlé oder Pepsico.…

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JBS, ursprünglich eine kleine Metzgerei in Brasilien, ist heute der weltweit größte Fleischkonzern – größer als Nestlé oder Pepsico. Gegründet in den 1950er Jahren, wurde das Unternehmen ab 2004 von den Brüdern Wesley und Joesley Batista rasant ausgebaut. Im Juni 2025 gelang ihnen trotz zahlreicher Skandale der Börsengang an der Wall Street. Dafür strukturierten sie den Konzern um: juristischer Sitz in den Niederlanden, Holding in Luxemburg, dazu eine Aktienstruktur, die ihnen fast alle Stimmrechte sichert. Trotz Kritik stimmte auch die staatliche Entwicklungsbank BNDES als Großaktionär zu. JBS beschäftigt heute rund 280.000 Menschen und macht die Hälfte seines Umsatzes in den USA. Neben Rind verarbeitet das Unternehmen auch Geflügel, Schwein, Fisch und pflanzliches Protein. Um sich unabhängiger vom volatilen Rohfleischgeschäft zu machen, will JBS stärker in Markenprodukte und Fertiggerichte investieren. Der Börsengang eröffnet dafür den Zugang zu neuem Kapital. Doch der Konzern ist stark belastet: 2017 war JBS in einen Gammelfleisch- und Korruptionsskandal verwickelt, beide Brüder saßen im Gefängnis. JBS musste weltweit Rekordstrafen zahlen. Kritiker wie Transparency International bemängeln, dass ein Unternehmen mit einer solchen Geschichte Zugang zu den globalen Finanzmärkten erhält. Auch US-Politiker und Investoren zeigen sich skeptisch. Dennoch haben sich die Batistas durchgesetzt – mit einer klaren Vision eines globalen Mischkonzerns, in dem das Fleischgeschäft weiter im Zentrum steht.


  • Datum: 15.07.2025
  • Category:Berichte & Analysen

Südamerika wächst zusammen – dank Chinas Seidenstraßenprojekt

China investiert massiv in die südamerikanische Infrastruktur – insbesondere über seine „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative, BRI).…

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China investiert massiv in die südamerikanische Infrastruktur – insbesondere über seine „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative, BRI). Eines der Vorzeigeprojekte ist der neu eröffnete Hafen Chancay in Peru, der mit Straßen, Bahn- und Wasserwegen durch die Anden und den Amazonas mit dem restlichen Kontinent verbunden werden soll. Ziel ist es, Südamerika wirtschaftlich besser zu vernetzen und den Binnenhandel zu stärken, der bisher kaum eine Rolle spielt Die Volksrepublik China verfolgt in Südamerika einen geopolitischen und wirtschaftlichen Kurs, der von Infrastrukturprojekten dominiert wird. Kolumbien ist dem BRI bereits beigetreten, und auch andere Staaten wie Chile geraten unter Zugzwang. Gleichzeitig zeigt Brasilien trotz formeller Distanz zur BRI großes Interesse: Präsident Lula da Silva verhandelt mit China über den Bau einer Bahnstrecke vom brasilianischen Agrargebiet bis zum Pazifik. Ein Hemmnis für die regionale Integration ist die historisch bedingte Isolation: Unterschiedliche Schienensysteme, fehlende Ost-West-Verbindungen und protektionistische Wirtschaftspolitiken haben eine enge Zusammenarbeit bislang verhindert.
Die Infrastrukturprojekte schaffen neue Möglichkeiten – besonders für deutsche Anbieter von Maschinen, Industrietechnologie und nachhaltigen Lösungen. Auch der innerkontinentale Handel und Transport könnten stark profitieren, was zu einem Produktivitätsschub führen würde. Trotz Chinas wirtschaftlicher Schwäche wachsen die Investitionen in Südamerikas Infrastruktur. 2024 stiegen sie um rund 21 %, insbesondere im Transportsektor. Während in Europa 69 % und in Asien 56 % des Handels innerhalb der Region stattfinden, liegt der Anteil in Lateinamerika nur bei 15 %. Eine stärkere Integration wird daher als Schlüssel für den wirtschaftlichen Fortschritt gesehen.


  • Datum: 09.07.2025
  • Category:Berichte & Analysen

Policy Brief: Europe Knows Best? The European Union’s patronising trade negotiations with the Global South

Key points: In trade agreement debates, key political actors in Germany, France, Spain, and Ireland often frame the European Union as a…

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Key points:

  • In trade agreement debates, key political actors in Germany, France, Spain, and Ireland often frame the European Union as a global moral authority. But this framing can take on a patronising tone, especially when referring to partners from the Global South.
  • The EU-Mercosur case shows how moral standards are not applied equally: European leaders and political actors across different member states often present countries in the Global South as needing the EU’s help or as falling short of European values, therefore showing a moral hierarchy. 
  • Framing the EU as morally superior in trade negotiations risks damaging its credibility as a fair and equal partner. This can fuel resentment and complicate relationships with Global South countries.
  • To build lasting partnerships, EU political actors should replace top-down moral messaging with mutual respect, shared responsibility, and open dialogue.

Read here the ARENA Policy Brief 06/2025 by Elena Escalante-Block.


  • Datum: 07.07.2025
  • Department:Kultur
  • Category:Berichte & Analysen

B26 Art from Latin America: Kunst im Juli - Füchse, Nelken und Kolonialität im Dialog

Auszug aus dem Newsletter von Claudia Zea / B26 ART FROM LATIN AMERICA: Der Juli bringt uns nicht nur Sommerhitze und den Beginn der…

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Auszug aus dem Newsletter von Claudia Zea / B26 ART FROM LATIN AMERICA:

Der Juli bringt uns nicht nur Sommerhitze und den Beginn der Ferien, sondern Füchse und neue Dimensionen des künstlerischen und gesellschaftlichen Dialogs. Natürlich geht es um lateinamerikanische Positionen und Perspektiven.

Der einzige Fuchs, den ich täglich sehe, sitzt mit uns am Frühstückstisch. Er ist zahm und bewegt sich eher passiv durch die Wohnung – anders als der Stadtfuchs, der von Zasha Colah, der Kuratorin der 13. Berlin Biennale als Metapher für subversive Praktiken und anarchischen Humor verwendet wird.

Die Metapher des Fuchses begleitet uns durch die Ausstellungsorte in Berlin. In den KW-Institute for Contemporary Art ist Las Chicas del Chancho y el Corpiño von Kiki Roca zu sehen, ein Werk, das als Protest gegen die Worte des Gouverneurs von Córdoba, Argentinien, bei seinem Amtsantritt 1995 entstand: „Hay que ponerle el pecho a la crisis.“ Eine sinngemäße Übersetzung wäre: „Man muss der Krise die Stirn bieten.“ Fast forward. Wir befinden uns im Jahr 2025. Die Krise ist noch nicht vorbei – und nun kommt ein weiteres Schild hinzu: „Ya no hay pecho que aguante.“ Auf Deutsch etwa: „Jetzt ist das Ende der Fahnenstange erreicht“ – eine Aussage, die den Zustand in vielen Regionen Lateinamerikas beschreibt.

Lesen Sie hier die gesamte Ausgabe des Newsletter vom Juli.

 


  • Datum: 04.07.2025
  • Country:Brazil
  • Category:Berichte & Analysen

Brasilien als Brücke zwischen BRICS+ und Europa?

Brasilien nutzt seine BRICS+-Präsidentschaft 2025, um als pragmatischer Vermittler der Entwicklungs- und Schwellenländer eine inklusivere…

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Brasilien nutzt seine BRICS+-Präsidentschaft 2025, um als pragmatischer Vermittler der Entwicklungs- und Schwellenländer eine inklusivere und nachhaltigere Weltordnung zu fördern und seine außenpolitische Unabhängigkeit zu bewahren. Für Europa ergeben sich daraus sowohl Herausforderungen durch die wachsende Heterogenität und Eigenständigkeit der BRICS+-Gruppe, als auch Chancen für eine strategische Partnerschaft mit Brasilien, etwa durch das EU-Mercosur-Abkommen und gemeinsame Projekte im Bereich Klima, Gesundheit und Technologie. Entscheidend ist, dass Europa Brasilien als gleichwertigen Partner anerkennt, um gemeinsam globale Standards zu setzen und die internationale Ordnung aktiv mitzugestalten.

Den gesamten Länderbericht der Konrad Adenauer Stiftung finden Sie hier.


  • Datum: 02.07.2025
  • Country:Chile
  • Category:Berichte & Analysen

Raw Materials Partner Chile: More Than Just a Supplier

How the EU Should Strengthen Strategic Raw Material Partnerships and Leverage Geopolitical Dynamics. In summer 2023, the EU entered a…

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How the EU Should Strengthen Strategic Raw Material Partnerships and Leverage Geopolitical Dynamics.

In summer 2023, the EU entered a strategic raw materials partnership with Chile. While the EU is seeking to gain better access to critical raw materials such as lithium and copper, Chile is aiming to diversify its raw materials sector and boost local value creation. Despite progress having been made in the scientific and technological spheres, industrial cooperation has so far fallen short of expectations. To fully realise the potential of the partnership, the EU should seek to ensure that its existing ini­tia­tives with Chile are more closely aligned and should make more effective use of syn­ergies between raw materials, renewable energy and hydrogen. This will require stronger investment incentives for European companies. Given the new US trade policy, it is especially important that the EU underpins its partnership promises through con­crete actions in order to demonstrate that it is a reliable partner.

 Read here the complete report from SWP (Stiftung für Wissenschaft und Politik).