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Der Lateinamerika Verein ist die Informationsplattform für Personen, Institutionen und Unternehmen mit Interesse an Lateinamerika und der Karibik. Meinungsbildung ist ein Kernelement unserer Aufgabenbereiche, weshalb wir für Sie Daten aus Deutschland, Europa, Lateinamerika und der Karibik sammeln und bereitstellen.

Im Newsbereich finden Sie Berichte, Analysen, Unternehmensnachrichten und weitere gesellschaftspolitische, wirtschaftliche und kulturelle Nachrichten. Eine detaillierte Suchfunktion ermöglicht es Ihnen, gezielt nach Informationen zu recherchieren, die Ihr Interessensgebiet abdecken.

  • Datum: 06.02.2026
  • Land:Costa Rica
  • Kategorie:Berichte & Analysen

KAS-Länderbericht: Rechtspopulismus gewinnt Wahlen in Costa Rica

Kontinuität des „Chavismo“ als epochale Zäsur. Laura Fernández von der Partei Pueblo Soberano („Souveränes Volk“) gewinnt die…

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Kontinuität des „Chavismo“ als epochale Zäsur.

Laura Fernández von der Partei Pueblo Soberano („Souveränes Volk“) gewinnt die Präsidentschaftswahl in der ersten Wahlrunde mit 48,33% der Stimmen (bei bisher 93,79% Stimmauszählung) und schafft es mit ihrer Partei auf eine Mehrheit der Sitze im Parlament. Der Kandidat der traditionsreichen Partido Liberación Nacional (PLN) erzielte zwar ein historisch gutes Ergebnis, aber war dennoch der Erstplatzierten deutlich unterlegen. Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen vom 1. Februar 2026 markieren somit einen historischen Wendepunkt in der politischen Geschichte Costa Ricas. Das Land, das über Jahrzehnte als demokratische Ausnahmeerscheinung in Mittelamerika galt, hat eine Wahl erlebt, die weit über die Entscheidung über Personen und Parteifarben hinausgeht. Es ging um die grundlegende Frage, wie Costa Rica künftig regiert werden soll: durch institutionellen Dialog, Gewaltenteilung und Konsens – oder durch eine machtkonzentrierte Politik, die auf Konfrontation und strukturellen Systemumbau setzt.

Lesen Sie hier den kompletter Bericht. 


  • Datum: 06.02.2026
  • Land:Mexiko
  • Kategorie:Berichte & Analysen

KAS Länderbericht: Mexiko-Ausblick 2026

Mexiko im Stresstest: US-Interventionsdruck, Demokratieabbau und fragile Sicherheit. Seit der US-amerikanischen Militärintervention in…

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Mexiko im Stresstest: US-Interventionsdruck, Demokratieabbau und fragile Sicherheit.

Seit der US-amerikanischen Militärintervention in Venezuela gelten mögliche Operationen der USA in Mexiko nicht länger als bloße Drohkulisse. Entsprechende Ankündigungen aus Washington werden inzwischen auch in Mexiko als reales politisches Risikoszenario wahrgenommen und stellen Präsidentin Sheinbaum vor eine außen- wie innenpolitische Bewährungsprobe. Gleichzeitig befindet sich das Land in einer Phase tiefgreifender institutioneller Umbrüche. Nach der weitreichenden Schwächung rechtsstaatlicher Strukturen im Jahr 2025 könnte 2026 mit der angekündigten Wahlrechtsreform auch die Legislative faktisch unter die Kontrolle der Regierungspartei geraten. Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, würde die ohnehin fragile demokratische Balance weiter substanziell beschädigt. Parallel dazu zeigt sich in der Sicherheitslage ein uneinheitliches Bild. Während die Zahl der registrierten Tötungsdelikte zurückgeht, steigt die Zahl der Verschwundenen weiter an. Zugleich bleibt das Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung hoch.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht.

 


  • Datum: 02.02.2026
  • Branche:Kultur
  • Kategorie:Berichte & Analysen

B26 Art from Latin America: Februar im Winterlicht

Auszug aus dem Newsletter von Claudia Zea / B26 ART FROM LATIN AMERICA: Im Februar ist es in Deutschland meistens kalt und das Licht…

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Auszug aus dem Newsletter von Claudia Zea / B26 ART FROM LATIN AMERICA:

Im Februar ist es in Deutschland meistens kalt und das Licht schwach. Wenn dann auch die politischen Entscheidungen schwach sind, dann friert es uns innerlich. Ausgerechnet von einem Politiker, dem kanadischen Ministerpräsidenten, Mark Carney, nehme ich eine Aufforderung aus seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit, neue und ehrliche Allianzen zu schmieden, um gemeinsam überleben zu können. Für die Kunstwelt übersetze ich das mit: Wir müssen uns gegenseitig stärken – über Regionen, Sprachen und Bekanntheitsgrade hinweg.

In Berlin ist Paulo Nazareth in der Galerie Meyer Riegger zu sehen. In New York, wo ich Anfang des Jahres war, zeigt das Museum of Modern Art eine hinreißende Retrospektive von Wifredo Lam. Zum Schluss gratuliere ich Antonio Paucar und lade euch zum vielfältigen Vermittlungsprogramm der Ausstellung von Sandra Vásquez de la Horra im Haus der Kunst in München ein.

Lesen Sie hier die gesamte Ausgabe des Newsletter vom Februar.


  • Datum: 30.01.2026
  • Kategorie:Berichte & Analysen

SWP-Studie 2026: Feministische Außenpolitik in Lateinamerika

Seit Schweden sich 2014 zu einer feministischen Außenpolitik (FAP) verpflichtet hat, kündigten rund ein Dutzend Staaten einen solchen…

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Seit Schweden sich 2014 zu einer feministischen Außenpolitik (FAP) verpflichtet hat, kündigten rund ein Dutzend Staaten einen solchen Schritt ebenfalls an, darunter die drei lateinamerikanischen Staaten Mexiko (2020), Chile und Kolumbien (beide 2022). Doch was folgte darauf konkret? Da es kein einheit­liches Modell für die Konzipierung und Institutionalisierung eines feministischen Ansatzes in der Außen­politik gibt, nahm die Entwicklung jeweils einen unter­schiedlichen Verlauf.

Die Verbreitung der FAP lässt sich zwar als Phäno­men der internationalen Normdiffusion betrachten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Regierungen dabei einen rein exogenen Politikansatz übernehmen. Einerseits konvergieren Prozesse eines wachsenden Gender-Bewusstseins in der internationalen, regio­nalen und nationalen Politik. Andererseits prägt der lokale Kontext die Art und Weise, wie der feminis­tische Ansatz jeweils interpretiert und rechtlich-büro­kratisch verankert wird. In der Forschung zur FAP wurden die politisch-institutionellen Voraussetzungen bisher kaum beachtet. Dabei werden sie inzwischen, seit Schweden nach einem Regierungswechsel im Jahr 2022 seine FAP offiziell aufgegeben hat und damit einen Rückwärtstrend auslöste, dem sich wei­tere Staaten anschlossen, als entscheidend für die Wir­kung und Nachhaltigkeit der FAP angesehen.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht von der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP).


  • Datum: 26.01.2026
  • Kategorie:Berichte & Analysen

Port Everglades: A Strategic Gateway for Latin America Trade

Broward County’s Port Everglades has strong trade ties with Latin America, which are anchored by the port’s geography, performance and…

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Broward County’s Port Everglades has strong trade ties with Latin America, which are anchored by the port’s geography, performance and strategic growth.

Situated in the heart of one of the world’s largest consumer regions, the South Florida port serves a market shaped by approximately 156 million visitors to Florida each year and more than 6 million residents living within a 100-mile radius. Notably, 80% of the port’s trade stays within 80 miles, a powerful indicator of consumer demand.

The port’s globally recognized operational performance reinforces that advantage. Port Everglades is in the top 20% container ports worldwide, according to the 2024 World Bank and S&P Global Market Intelligence Container Port Performance Index (CPPI).

Read here the complete report from Latin Trade.


  • Datum: 21.01.2026
  • Land:Venezuela
  • Kategorie:Berichte & Analysen

The Way Forward For Venezuela

The article argues that Venezuela’s future stability and democratic transition depend on three critical factors: the role of the military,…

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The article argues that Venezuela’s future stability and democratic transition depend on three critical factors: the role of the military, U.S. influence, and the ability to attract investment. While Nicolás Maduro’s removal by U.S. forces marked a dramatic shift, it did not automatically trigger regime change. The interim government led by Delcy Rodríguez faces internal divisions, resistance from hardline Chavistas like Diosdado Cabello, and the need to balance U.S. demands with domestic political realities. The military’s loyalty, particularly that of General Vladimir Padrino, remains the decisive factor in determining whether Venezuela can transition toward democracy or remain under authoritarian rule. The article also suggests that diplomatic pressure for elections and institutional reforms is essential, but the U.S. and regional actors must navigate carefully to avoid destabilizing the country further. The author concludes that Venezuela’s path forward is uncertain but hinges on the military’s alignment, U.S. policy consistency, and the ability to attract investment while managing internal divisions. A democratic transition is possible but requires international coordination, military reform, and a credible commitment to political liberalization, none of which are guaranteed under the current interim government.

Read here the complete article from Americas Quarterly: The Way Forward For Venezuela

 


  • Datum: 19.01.2026
  • Kategorie:Berichte & Analysen

SWP-Podcast: Die Rückkehr des Imperialismus? Die Strategie der USA in Venezuela und der »Westlichen Hemisphäre

Welche Ziele verfolgen die USA in Venezuela und welche außenpolitische Strategie steckt dahinter? Wie reagieren Mexiko, Kolumbien und andere…

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Welche Ziele verfolgen die USA in Venezuela und welche außenpolitische Strategie steckt dahinter? Wie reagieren Mexiko, Kolumbien und andere Länder Lateinamerikas? Welche Rolle könnten Deutschland und Europa spielen? Darüber diskutieren Claudia Zilla und Marco Overhaus mit Dominik Schottner.

Hören Sie HIER den Podcast.